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81

Samstag, 19. Juli 2008, 12:56

Danke Murphy, ich will diese ganze Strophe sowieso noch einmal komplett ändern, finde sie insgesamt nicht gut gelungen.

Aber langsam macht sich die Übung und Erfahrung über die Jahre bezahlt und ich erreiche bessere Ergebnisse.


Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Opodeldox« (19. Juli 2008, 13:17)


82

Dienstag, 22. Juli 2008, 23:49

Ich fürchte mich so vor der Menschen Wort.
Sie sprechen alles so deutlich aus:
Und dieses heißt Hund und jenes heißt Haus,
und hier ist der Begin und das Ende ist dort.

Mich bangt auch ihr Sinn, ihr Spiel mit dem Spott,
sie wissen alles, was wird und war;
kein Berg ist ihnen mehr wunderbar,
ihr Garten und Gut grenzt an Gott.

Ich will immer warnen und wehren: Bleibt fern.
Die Dinge singen hör ich gern.
Ihr rührt sie an: sie sind starr und stumm.
Ihr bringt mir alle die Dinge um.

Rainer Maria Rilke


Das sollte man sich wohl immer vor Augen halten.


Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Opodeldox« (23. Juli 2008, 00:00)


83

Freitag, 25. Juli 2008, 14:16

Kannst du die alten Lieder noch spielen?
Spiele, Liebling. Sie wehn durch mein Weh
wie die Schiffe mit silbernen Kielen,
die nach heimlichen Inselzielen
treiben im leisen Abendsee.

Und sie landen am Blütengestade,
und der Frühling ist dort so jung.
Und da findet an einsamen Pfade
vergessene Götter in wartender Gnade
meine müde Erinnerung.

----

Du sahst in hohe Lichthofmauern
und spieltest still in dumpfen Raum,
es lag ein unverstandenes Trauern
auf deinem blassen Kindheitstraum.

Und deine Tage waren bleiern,
die Mutter krank, der Vater roh;
und manchmal kam ein Krüppel leiern,-
dann lauschtest du und weintest so.

Was kann dir nun der Sommer taugen?
Müd, wie mit scheuem Schwingenschlag,
durchirren deine Heimwehaugen
den uferlosen Sonnentag.

---

Das ist der Tag, in dem ich traurig throne,
das ist die Nacht, die mich ins Knieen warf;
da bet ich: daß ich einmal meine Krone
von meinem Haupte heben darf.

Lang muß ich ihrem dumpfen Drucke dienen,
darf ich zum Dank nicht einmal ihren blaun
Türkisen, ihren Rauten und Rubinen
erschauernd in die Augen schaun?

Vielleicht erstarb schon lang der Strahl der Steine,
es stahl sie mir vielleicht mein Gast, der Gram,
vielleicht auch waren in der Krone keine,
die ich bekam? ...


Rainer Maria Rilke



84

Dienstag, 29. Juli 2008, 11:39

Mal wieder was von mir, ein Gedicht aus Berlin grüner Innenstadt.


Neptunbrunnen


Wie ein bunter Punkt fühl ich,
sitze zwischen den Fontänen
rings umher da regen sich
die in Sommerfäule gähnen.

Unter Linden liegt der Herbst,
als Insel tief im Sommermeer,
die Sonnenflecken trudeln hell,
in den Schatten rings umher.

Wer heute Nacht nicht schlafen kann,
pennt jetzt schon auf den Bänken,
während uns die Kinder plantschend,
ihre Freude in den Abend schenken.


---

MfG Opo



85

Donnerstag, 7. August 2008, 19:33


Wo willst du hin?


Dein Mund blutet aus -
rot, tropft er in's Meer,
landet in salziger Nacht,
treibt umher;
Strandet mit den Wellen,
stoß um stoß.

MfG Opodeldox


P.S. Jemand meinte er bekommt davon sexuelle Assoziationen, war nicht unbedingt so beabsichtigt, liegt aber im Bereich des Möglichen.



86

Samstag, 16. August 2008, 10:38


Im Schnee von gestern


Diese Kreise sind unsinkbar,
nicht in Wasser, noch in Wein;

Mammutbäume wurzeln schon;
aus vielerlei Gründen weiß ich nicht;
straff und scharf durch mein Gehirn;
welchem Puzzle ich mich stelle;
schneiden meine Nerven klein;
bau' mir aus Gedankentrieben;
lösen Jahre alten Firn.

Die eigene Gefängniszelle.

darum halte ich das Außen,
um mein Ich herum ganz klein.

--



Ein kleiner Versuch meine Krankheit für mich zu verarbeiten. MfG Opo


Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Opodeldox« (16. August 2008, 19:05)


87

Donnerstag, 21. August 2008, 19:21

Nostalgie

Ich bin bei Nacht,
durch die engsten Höfe gelaufen,
mit ihren schweren, schwarzen Pfützen,
an kalten Füßen fast erfroren,
doch die Stiefel auf dem Rücken.

Jetzt wo der Morgen glimmt und raucht,
hinein in all die dunklen Kreise,
mit denen ich gewachsen bin,
trägt mich mein Heimweh,
noch einmal aus den Latschen.



---


MfG Opo



88

Donnerstag, 21. August 2008, 19:32

Das trifft die Nostalgie aber noch nicht so gut. Die erste Zeile ist zu kurz und ich finde die "Latschen" am Schluss sind zu plump.
I gotta get in shape.
From now on will be total organization.
Every muscle must be tight.

89

Donnerstag, 21. August 2008, 19:56

Danke :-)

Es geht auch nicht unbedingt um die Nostalgie, im klassischen Sinne von Heute. Das Heimweh bezieht sich nun auch nicht auf einen bestimmten Ort, bei den Latschen habe ich mir schon etwas gedacht, es hat mit Absicht diesen Klang. "Nostalgie" ist vielleicht schon ein wenig ungeschickt, aber doch am treffensten. Nostalgie, im Wortsinn, bedeutete "zurückkehrender Schmerz". Es geht um eine Trennung die leicht zu sein scheint, aber schwer ist.

Es ist immer schwer Dinge, so wie man sie benutzt, verständlich zu machen, weil man vermeiden muss, dem Leser die eigene Interpretation zu geben, aber so wie sie sind, haben sie ihren Grund.



90

Freitag, 22. August 2008, 18:05

Ich finde, dass die Latschen zu den dunklen Kreisen passen, aber du sagst doch, dass du aus den Latschen RAUS ZU den dunklen Kreisen HIN - versteh ich nicht. :o
I gotta get in shape.
From now on will be total organization.
Every muscle must be tight.

91

Freitag, 22. August 2008, 18:51

Die Latschen symbolisieren den normalen, alten, abgetragenen Alltag, das hat auch einen Bezug zu den Stiefel, aus dem man in die alten Keise getragen wird.



93

Montag, 15. September 2008, 22:09

So, wie ich einigen schon mitgeteilt habe, will ich mal etwas anderes Posten, es handelt sich um den Anfang eines Roman, den ich mal begonnen habe zu schreiben und damit irgendwie aufgehört hatte. Nun habe ich ihn wieder hervor gekramt und kann mich nicht entscheiden, was damit tun, komplett neu schreiben?

Ich werde hier nach und nach leicht überarbeitete Teile posten, immer um die 2 - 5 Seiten, also nicht kapitelweise, ich versuche trotzdem sinnvolle Schritte zu finden.

Für Kritik jeder Art bin ich offen, auch wenn sie wiederholt wird, einiges habe ich auch schon selbst erkannt.

Zum Beginn gibt es 5 Seiten zu lesen, die die Ausgangssituation der Hauptfigur darstellen, es passiert noch nicht all zu viel, viel mehr werden die Umstände erläutert, unter denen die Geschichte beginnt und in denen Alexander steckt.

Viel Spaß: Download [PDF]

(Ich werde jeweils immer die neuen Seiten als einzelne PDF posten, für die, die schon dabei sind, und dazu eine aktualisierte komplette Version.)

Ich danke schon einmal im Voraus allen die mir helfen. :)



Der Pirat

Des Wahnsinns fette Beute!

Beiträge: 2 379

Wohnort: C:/Windows/system32/Punkrock

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94

Dienstag, 16. September 2008, 23:45

Opodeldox... Bitte mehr davon. Ich hab mir die Seiten vorhin mal aus Spass runtergeladen und war sofort von deinem Stil gefesselt.
Deine Art die Umgebungen und auch den Hauptcharakter zu beschreiben sind einfach super!
Ich war über diese 6 Seiten so gebannt von jedem Schritt den der Charakter gemacht hat!

Es sind noch ein zwei Fehler drin, aber nichts was ein rechtschreibprogramm nicht ausbessern würde.
Stilistisch kann ich nichts wirklich bemängeln, kann aber auch da dran liegen, dass ich nciht wirklich die Fähigkeit besitze so was zu sehen :D

Aber ich freue mich auf mehr seiten deiner Geschichte!


mfg Der Pirat!

I am not gay, although I wish I were, just to piss off homophobes.

Kurt Cobain

95

Mittwoch, 17. September 2008, 13:57

Zunächst mal muss ich sagen, dass ich die Geschichte bis her nicht schlecht fand, sie mich aber auch nicht vom Hocker gehauen hat. Ich möchte dir mal meine Laienmeinung dazu abgeben:


- Es sind einige Rechtsschreibfehler drin, zum Beispielt "irgentwas" (das ist aber ja nicht schlimm und lässt sich schnell beheben).

- Was mich beim Lesen der Geschichte etwas gestört hat, waren die Dialoge. Die waren für mich nämlich irgendwie nicht richtig authentisch (vielleicht liegt es daran, dass ich die Geschichte grade in dem Punkt mit hohen Erwartungen gelesen habe); dass zum Beispiel für Alex die Mathearbeit "das Problem des Tages" ist, wo ihm doch die Schule nicht so wichtig ist und wo er doch seine Mutter einfach reden lässt, als sie ihn ermahnt, passt nicht so ganz.

- Ich hatte irgendwie das Gefühl, dass du an manchen Stellen ein bisschen mit der Sprache gekämpft hast: dich also einerseits bemüht hast, das ganze in einem ordentlichen bis gehobenen Stil zu halten, andererseits auch nicht abgehoben zu wirken (z.B. "verschlingt" er im einen Satz die Brötchen und im nächsten Satz hat die Aktion in seinem Zimmer dem Chaos noch mehr Raum "zugestanden", das ganze dann noch mit einer Inversion). Ich finde, das prallt an manchen Stellen etwas aufeinander.


Grüße :winke:

p.S: Bin aber auf mehr gespannt!
I gotta get in shape.
From now on will be total organization.
Every muscle must be tight.

96

Mittwoch, 17. September 2008, 19:52

Zu Erst einmal Dank euch beiden, für's lesen.

Die Rechtschreibung war schon immer mein Handicap, aber das größte Problem ist einfach, dass man Textbild wird, weil man ihn schon so gut kennt.

Die sprachliche Inkonsistenz rührt wahrscheinlich daher, dass ich vor ca. einem Jahr aufgehört habe und es nun neu überarbeitete, aber es ist ja nun auch nicht die entgültige Fassung, also besteht die Möglichkeit der Besserung. Genauso bei den Dialogen, da muss ich auf jeden Fall noch trimmen, ist aber auch ziemlich schwer. Am Ende ist es auch eine neue Sachen für mich und ich bin euch wirklich dankbar. :-)

Mehr wird es auf jedenfall geben, wahrscheinlich so am Freitag, da hab ich frei.



97

Dienstag, 7. Oktober 2008, 17:39


Dèjá vu
(Immer wieder)

Zwischen toten Monolithen,
eine Schleife in der Zeit?
Verloren in den Labyrinthen,
kein Ausweg nur: Verlorenheit.



98

Dienstag, 28. Oktober 2008, 12:34


Leidenschaft

Ich bin auf der suche nach Liebe, nicht nach Körpern, sondern nach einer Seele, um mit ihr eins zu werden, durch die Liebe.
Darum bin ich auch verloren, denn die Seele ist in dieser Welt nirgends. Diese Welt ist ein Stein, darum kann ich nie in meiner gesuchten Liebe aufgehen, mich ergänzen lassen, weil ich in meinem Körper hänge und wir alle Kapseln sind, wie die Kaugummis, in den Automaten, der ihre Welt darstellt.

Später Heute kommt noch mehr



99

Sonntag, 1. Februar 2009, 00:54

Bald kommt man vielleicht was, aber solang erstmal nichts. It's done, when its done.

http://www.youtube.com/watch?v=Ctb-SrwL884



100

Sonntag, 1. März 2009, 15:06


Degeneriert


Durch die Räume ziehen sich Stahlleinen, über Flaschenzüge und Rollen. Sie zerren und bewegen Schienen aus Metall, an denen unsere schwachen, ausgemergelten Körper hängen.
Im Prospekt stand:“Optimiertes Leben – durch Metal ó Flex! Optimierungs optimierte Bewegungsoptimierungen.“ Selbst unsere Gewichtsprobleme wurden gelöst, doch wie spröde ist das Leben, ohne Muskeln.
Die kläglichen Versuche unsere Hydraulikanzüge los zu werden, um uns die Herrschaft der Maschinen ab zu streifen, endeten im Elend verhungern zu müssen. Mit gebrochenen, schwachen Knochen am Boden, ohne die penibel, durch unsere Anzüge geplante, Nährstoffzufuhr. Doch selbst das Atmen fällt uns schwer, ohne Schlauch und ohne Pumpe durften sie zum Glück ersticken, bevor sie am Hunger verendeten. Unsere Glieder sind wie unsere Seelen geworden, zu schwach sich selbst zu tragen, den Motoren ausgeliefert.

Der perfekte Mensch, durch die perfekte Automatisierung des Lebendigen, im Stahl der optimalen Lebenserleichterung