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Donnerstag, 8. September 2011, 22:42

Arbeite ich zu viel?

Hallo Community,

Ich habe nun angefangen den Bundesfreiwilligendienst in einem Krankenhaus in der Küche zu leisten. Meine Vertragliche Arbeitszeit ist dort auf 38 Stunden in der Woche geregelt. Nun arbeite ich aber meistens 5-6 Tage in der Woche 11 Stunden ohne Pause.

Normalerweise wäre mein Tag so:

10-13Uhr Arbeiten, 30 Minuten Pause, 13:30-18:30Uhr

Meiner sieht aber so aus:


8/9Uhr -19/19:30 Uhr, keine Pause, noch nichts gegessen (da ich keine Zeit dazu habe)

Ich muss 2 Stunden früher anfangen und meine Pause durcharbeiten, damit ich mit der Arbeit fertig werde. Ich arbeite dort seit ca. 5 Wochen, 20 Tage konnte ich nicht da sein. Sind also im Grunde 2 Wochen. Nun erwarten die Leute aber, dass ich dieselbe Arbeit in derselben Zeit leiste, wie ein Ausgelernter Koch/Meisterkoch. Nur kann ich das leider nicht, da ich eben nocht nicht diese Geschwindigkeit und Präzision draufhabe, trotzdem arbeite ich so schnell wie ich kann.

Wenn ich Abends nachhause gehe, komm ich nicht zur Ruhe und schlafe Nachts immer schlecht, was zurfolge hat, dass ich morgens unausgeruht 11 Stunden arbeiten gehen muss.

Diese Woche von Montag-Sonntag 8-19/19:30 Uhr. Danach 5 Tage auf einem Seminar und dann gehts wieder weiter.

Ist das alles so in Ordnung wie das ist? Sind die irgendwo im Unrecht bzw habe ich ein Recht auf irgendwas? Sagt was ihr darüber denkt!

P.S: Tut mir Leid wenns ein wenig unverständlich ist.

2

Donnerstag, 8. September 2011, 22:46

FALLS das regelkonform ist, müssen sie dir die Überstunden anrechnen und Freizeitausgleich dafür geben - so war es beim Zivildienst.
Ich weiß jetzt nicht genau, aber so weit ich weiß, gibt es auch eine Grenze, wie oft man in der Woche wie lange arbeiten muss, so eine Höchstgrenze.
Wende dich doch einfach an das Amt, die sagen dir deine Rechte - ein Anruf reicht. Dann hast du Klarheit.

3

Donnerstag, 8. September 2011, 22:54

FALLS das regelkonform ist, müssen sie dir die Überstunden anrechnen und Freizeitausgleich dafür geben - so war es beim Zivildienst.
Ich weiß jetzt nicht genau, aber so weit ich weiß, gibt es auch eine Grenze, wie oft man in der Woche wie lange arbeiten muss, so eine Höchstgrenze.
Wende dich doch einfach an das Amt, die sagen dir deine Rechte - ein Anruf reicht. Dann hast du Klarheit.
Das einzige was ich dazu gefunden hab ist aus einem Gesetzbuch:

"Arbeitszeit der Arbeitnehmer
Die werktägliche Arbeitszeit der Arbeitsnehmer darf acht Stunden nicht überschreiten. Sie kann auf bis zu zehn Stunden nur verlängert werden, wenn innerhalb von sechs Kalendermonaten oder innerhalb von 24 Wochen im Druchschnitt acht Stunden werktäglich nicht überschritten werden"

So. Innerhalb von 8 Tagen hatte ich nun 25 Überstunden. Ich habe mal meine Arbeitszeiten gerechnet und durch die Tage geteilt die ich Anwesend war und bin auf 8,5 Stunden gekommen. Das jetzt nach 5 Wochen.

Werde ich auch demnächst. Ab Montag bin ich auf einem Seminar, welches vom Bundesamt ist und da werde ich mal nachfragen.

P.S: Ich würde die ja gerne anrufen.. nur leider harmonieren unsere Arbeitszeiten nicht miteinander :)

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4

Donnerstag, 8. September 2011, 23:31

wenn du über 18 bist, darfst du pro tag 10 reine stunden arbeiten ( pausen sind da schon abgezogen)

außerdem musst du mindestens 11 stunden ruhephase haben

und bei zeiten von 8-19.30 is das schon nicht regelkonform...


pausenmäßig = 6,5 stunden arbeiten= davon halbe stunde pause
8,5 stunden arbeiten= davon stunde pause
10,5 stunden arbeiten= 1,5 stunden pause

klar geregelt sowas und was die machen bei dir is jawohl das allerletzte






Mr.Deo

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5

Freitag, 9. September 2011, 00:03


pausenmäßig = 6,5 stunden arbeiten= davon halbe stunde pause
8,5 stunden arbeiten= davon stunde pause
10,5 stunden arbeiten= 1,5 stunden pause


Und soweit ich weiß hast du nicht nur ein Recht auf die Pause, du bist sogar dazu verpflichtet die zu machen.

Sind die 10,5 Stunden reine Arbeitszeit oder 9 Stunden arbeiten + 1,5 Stunden Pause? Weil sonst wären die 10 Stunden am Tag ja überschritten. =)


Hab das "davon" überlesen, grr. :D

6

Freitag, 9. September 2011, 13:18

definitiv zu viel.
die nutzen dich als billige arbeitskraft aus. da der bundesfreiwilligendienst ja soweit ich weis der ersatz für den zivildienst ist sollte es so wie bei maytz sein:

überstunden werden angerechnet und du bekommst freizeitausgleich dafür (sie werden aber nicht bezahlt). wenn das bei dir nicht der fasll ist, beschwer dich irgendwo
Nachtara sagt Niemand kann den Sex mit Yoro übertreffen.

srsly!

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7

Freitag, 9. September 2011, 13:33


pausenmäßig = 6,5 stunden arbeiten= davon halbe stunde pause
8,5 stunden arbeiten= davon stunde pause
10,5 stunden arbeiten= 1,5 stunden pause


Und soweit ich weiß hast du nicht nur ein Recht auf die Pause, du bist sogar dazu verpflichtet die zu machen.

Sind die 10,5 Stunden reine Arbeitszeit oder 9 Stunden arbeiten + 1,5 Stunden Pause? Weil sonst wären die 10 Stunden am Tag ja überschritten. =)


Hab das "davon" überlesen, grr. :D
bei uns im betrieb werden die pausen so oder so berechnet, ob man sie macht oder nicht...wer das nicht macht hat pech gehabt






Taz

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8

Freitag, 9. September 2011, 15:00

Ganz einfach. Also klar ist schon mal: Du wirst ausgenutzt. Der nächste Schritt ist, das Amt anzurufen und den Fall zu schildern. Falls etwas ungesetzlich ist, werden die sich an deine Dienststelle richten. Auf jeden Fall musst du dir klar machen, dir nicht alles gefallen zu lassen. Ich sag jetzt mal ganz trocken: Für die bist nichts weiter als eine billige Arbeitskraft.

9

Freitag, 9. September 2011, 23:21

Ich habe mich mal an eine einigermaßen "vertaute" gewandt, die dort ebenfalls arbeitet. Sie meinte zu mir, ich solle diese Woche jetzt noch Arbeiten und nächste Woche mal zum Krankenhausmanagement gehen und denen das schildern.

Meine nächsten Schritte werden jetzt wie folgt sein:
Bis Sonntag mach ich das noch mit; danach zum Seminar vom Bund und werde dort mal nachfragen; und nach diesen 5 Tagen zum Management.


Was meine Sorge ist, ist dass wenn da nichts bei rumkommen sollte, werden sie denke ich mal nicht mehr so gut auf mich zu sprechen sein. Dann gibts 2 Möglichkeiten: Ich arbeite dort weiter und bin bei allen aufm Kicker ODER sie schmeissen mich raus bzw ich gehe freiwillig. Nur letzteres fällt eher weg, da ich auf die Arbeit bzw Geld angewiesen bin.


Falls ich nicht mehr dazu komme hierzu etwas in den nächsten Tagen zu schreiben, hört man spätestens nächste Woche von mir, wie sich was ergeben hat.
Bis dahin drückt mir die Daumen :)

Edit: @Nachtara: Ja, der Bundesfreiwilligendienst ist der Ersatz für den Zivildienst.

Taz

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10

Sonntag, 11. September 2011, 17:51

Aber deswegen können die dich doch nicht rausschmeißen. Dürfen die doch gar nicht, schließlich geht es hier um deine Rechte als Arbeitnehmer. Oder sehe ich das falsch?

DarthMaul

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11

Montag, 12. September 2011, 14:05

recht haben und recht bekommen sind aber leider immer noch zwei verschiedene paar schuhe;)
grade im arbeitsleben findet nen personalchef so gut wie immer nen grund, um jmd schlussendlich rauszuwerfen


Under the winter skies
We stand glorious!
And with Oden on our side
We are victorious!


12

Montag, 12. September 2011, 15:49

wenn das mit der bezahlung so geregelt ist, wie beim zivildienst (weis ich jetzt nicht), dann schmeissen die niemanden raus... denn für das krankenhaus war ich damals eine kostenlose arbeitskraft, denn das geld kam ja vom bundesamt für zivildienst und nicht vom krankenhaus.
und keine arbeitstelle verzichtet auf nen kostenlosen arbeiter, egal wie wenig die dich leiden können...

was ich mir eher vorstellen könnte, was passiert, wäre möglicherweise mobbing.
Nachtara sagt Niemand kann den Sex mit Yoro übertreffen.

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