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JaNe

Schnubbelina!

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61

Freitag, 30. November 2007, 16:12

@ JaNe:

Fragt doch auch keiner, warum er sich nicht auf die Schwarze Box in Mekka setzen kann. Außerdem ist es nach wie vor eine Sache der Kirche, wen sie da rein lässt und wen nicht. Ich bin zumindest ganz froh, dass nicht irgendwelche altklugen Menschen da rein gehen und Mist verzählen.

Für meinen Glauben und für mein Wissen sind diese Werke da unten total uninteressant, ich glaub nicht "anders" an Gott wenn ich ein Buch gelesen habe was da unten steht. Ich habe kein Wissensdefizit durch fehlende Apokryphen-Kenntnisse, "Wissen" als solches kriegt man auch woanders, das Christentum ist wegen "unter Verschluss halten" dieser Werke keine Religion, die Wissen unterdrückt oder nicht zulässt, so schön Janes Fragen am Schluss ihres Posts auch klangen.
Sowas weiß man aber auch ohne die Apokryphen, das sind nur weitere Evangelien von anderen Personen der damaligen Zeit.

- Das Christentum enstand nach dem Tod Jesu Christi zu dessen Verehrung und zur Weitergabe der von ihm vermittelten Werte
- Hürden waren u.a. die christenverfolgung unter Kaiser Diokletian (richtig geschrieben?) und so weiter
Es ging nicht um die Schwarze Box in Mekka, sondern um die Vatikansbibliothek in Rom. Du gibst hier vor, wie im zweiten Zitat sehr schön zu erkennen ist, dass du weißt, welche Bücher da stehen. Woher? Ratzinger angerufen? Es sind ja "nur" weitere Evangelien...unwichtig.
Wir bleiben mal lieber bei denen die wir schon immer kennen, alles andere ist zu aufwühlend....ohjee...Selbst wenns für dich so unwichtig ist, ist es das für viele Wissenschaftler, die sich intensiv damit beschäftigen noch lange nicht. Aber selbst die dürfen nicht lesen. Das ist doch der Punkt oder? Also wird dort Wissen unterdrückt. Versteckt.

Ich glaube nicht, dass irgendjemand von uns hier weiß, was da für Bücher stehen, aber wenn man sich nur ein wenig mit der zweifelnden Seite beschäftigt (ohne dabei ne Religion vernichten zu wollen), dann sollte man schon stutzig werden.

Auf Qumran-Rollen kommt irgendwie keiner zurück. Der Herr Ratzinger war es unter anderem, der den Zugang zu diesen Schriften verwehrt hat. Er war damals noch Kardinal, heute ist er Papst.
Ich denke weder Bücher noch Rollen werden uns vorenthalten, weils nur kleine Geschichtchen ohne Bedeutung sind, sondern weil beides sehr brisantes Material ist. Und dieses Material wird nicht nur "normal Sterblichen" verweigert, sondern auch der Wissenschaft, den Archäologen und vielen Theologen.
Ich zitiere mal:

"Bewiesen ist, dass die "Kongregation für die Glaubenslehre" , mit Kardinal Ratzinger an der Spitze, in der "internationalen Gruppe" das Sagen hat und dafür sorgt, dass die revolutionären Inhalte der Rollen unter Verschluss bleiben. Und doch sind zahlreiche Fotos dieser Rollen nach 'draußen' geschmuggelt worden, die von den Autoren und Experten aus Universitätskreisen sorgfältig überprüft wurden. Diese Dokumente enthüllen, dass die Anfänge des Christentums falsch überliefert worden sind. Es finden sich überdies Passagen des Neuen Testaments, die von den uns vertrauten Versionen verblüffend abweichen. Und sie zeigen die christliche Urgemeinde und Jesus von Nazareth in einem neuen Licht. "


aus: "Verschlussache Jesus"

....

Das dürfte in etwa dieser Aussage entsprechen, bzw. diese Aussage beweisen:^^
Eine
historische Auslegung der Bibel ist nach Ratzinger überhaupt nicht
möglich, punkt. Da ist weder was mit fehldeuten noch mit unvollständig,
er sagt einfach nur, dass sie nicht möglich ist.
...weil nur eine kleine Gruppe Wissenschaftler Zugang zu all dem Material hat, und so wird es bleiben, wenn die Millionen nicht aufwachen.

Die Millionen werden auch nicht einfach so aufwachen, da sie Altersheime, Kita's etc. geboten bekommen. Ein kleines Stückchen des großen Kuchens, denn diese Einrichtungen sind noch lange nicht ausreichend. Weder in Deutschland noch anderswo. Es ist gut, dass es karitative Einichtungen gibt, das bestreite ich nicht, aber dem steht gegenüber, dass das meiste Geld der ach-so-bescheidenen Kirche in den Kirchen selber steckt. In Form von Prunk.

Des Weiteren haben wir ja auch noch all diese tollen Feiertage, wahrscheinlich würden die auch wegfallen, wenn die Rollen veröffentlicht werden - alle Rollen und alle Bücher.

Waffen werden gesegnet, die evangelische und die katholische Kirche fetzen sich, geben Einheit vor, spielen aber anders, es werden Unmengen an Geldern mobilisiert, wenn Päpste reisen, aber an wichtigen Stellen spart selbst die Kirche. KiTas werden geschlossen, Jugendhäuser ebenso, Sozialarbeiter werden entlassen, aber Hauptsache, die Gotteshäuser sind voll.
PS:
Ich mag die Bibel-Schönrednerei nicht. Ihr seid so auf Eure Position
vernarrt, dass ihr nach und nach die Realität so hinbiegt, dass sie die
Religion quasi "unterstützt", um sie damit in einem besseren Licht
darzustellen - und das nur, um sich nicht die Falschheit des eigenen
Glaubens eingestehen zu müssen?
-blumen-
Danke, danke und nochmals danke. Sprichst mir aus der Seele. Vorallem das Fettgedruckte stell ich mir als sehr sehr schwierig vor und ich denke, das ist bei vielen der springende Punkt.


Achja, ich kenne durchaus ein paar wirkliche Christen, zumindest halte ich sie für wirkliche (auch wenn manche keiner Religion angehören^^). Solche, die ihr letztes Hemd geben würden, solche die so vorurteilsfrei wie möglich durchs Leben gehen, solche die Toleranz üben, solche die verzeihen können, die Chancen geben - immer wieder, solche die ihren Nächsten wirklich lieben und nicht hintenrum versuchen ihn fertig zu machen. Solche für die menschliche Werte über materiellen Dingen stehen...
Das sind meiner Meinung nach die, die den Grundlehren Jesu folgen (oft unbewusst) und nicht denen der Kirche. Dazu bedarfs auch keiner Kirche, denn diese Grundlehren sind einfach nur ethisch korrekt und passen in jede Zeit.


Janie








62

Freitag, 30. November 2007, 16:29

Zitat

original von jane:
Es ging nicht um die Schwarze Box in Mekka, sondern um die Vatikansbibliothek in Rom. Du gibst hier vor, wie im zweiten Zitat sehr schön zu erkennen ist, dass du weißt, welche Bücher da stehen. Woher? Ratzinger angerufen? Es sind ja "nur" weitere Evangelien...unwichtig.


ach quatsch, ich habe nicht gesagt dass da nur die apokryphen stehen, aber sie stehen da auch. auch bei dir geht mir die polemik wieder gegen den strich, seid ihr denn alle so emotional bei der sache?

Zitat

original von jane:
Die Millionen werden auch nicht einfach so aufwachen, da sie Altersheime, Kita's etc. geboten bekommen. Ein kleines Stückchen des großen Kuchens, denn diese Einrichtungen sind noch lange nicht ausreichend. Weder in Deutschland noch anderswo. Es ist gut, dass es karitative Einichtungen gibt, das bestreite ich nicht, aber dem steht gegenüber, dass das meiste Geld der ach-so-bescheidenen Kirche in den Kirchen selber steckt. In Form von Prunk.


du vergisst, dass ein großteil des guthabens der kirche kein fassbares geld ist sondern:
-grundstücke
-schätze in der kirchen (prunk, hast du schon angedeutet)
-dinge die man nicht verkaufen kann, die ich aber auch nicht als prunk bezeichnen würde (stoffe, gewänder, reliquiare etc)

diese dinge kann man nicht einfach auf dem flohmarkt vertickern und mit dem geld die armen mäuler stopfen. die kirche ist reich, ja, aber auch die kirche hat kein geld zu verschenken und nein, wer bei der kirche arbeitet weiß dass es auch nur ein utnernehmen ist welches aufpassen muss adss es nicht in der heutigen welt pleite wird, denn einige kirchen stehen nahe davor.



ich persönlich gebe keine einheit mit der evangelischen kirche vor, genauso wenig der papst. weiß also nicht, was du meinst, bin froh dass es kath und evangelisch gibt. zum wohle beider.



und leute, kommt mal rutner. mein glaube ist nicht falsch, nur weil ihr kritik an der institution kirche habt. da hilft auch kein "danke, danke, danke", das ist einfach falsch.

63

Freitag, 30. November 2007, 16:42

Nehmen wir an, Ratzinger habe Recht, und die historische Auslegung bliebe unvollständig in Bezug auf die Bibel. Es ist also mehr daran, sie ist - meinetwegen ein offener Text oder etwas ähnliches, was sie erfinden, um sich ihre Wahrheit um die Bibel zu spannen, die eine weiter von der Wirklichkeit entfernt als die andere. Natürlich ist dann die historische Auslegung unkomplett und nicht ihr Weltverständnis. Doch nehmen wir an es sei so.

Woher nehmen nun der Papst oder Gläubige allgemein die Gewissheit, dass es so etwas wie Wunder oder Jesus gab? Doch nur der eigene Glauben oder Vertrauen oder die Schwächen des rein szientistischen Weltbildes (das ja auch unvollständig ist. Wie will man Ethik in die Wissenschaft integrieren. Nein, geht nicht. Aber das christliche Ersatzsystem erklärt es auch nicht. Es behauptet nur etwas und behauptet, diese sei vollständig.)

Wer argumentiert, die historische Exegese sei unvollständig, braucht Belege, dass noch mehr an Bibel und Überlieferungen ist. (Eine Position, die ich stark bezweifle!) - die hat er nicht, er stützt sich in seinem Überzeugungssystem (das sein Weltbild bestimmt) auf den Glauben, um zu beweisen, dass noch mehr an dem ist, und letztendlich bleibt dies unbegründet. Die Argumentation setzt hier voraus, was bewiesen werden soll. Und Ratzinger vergisst schlagkräftige Argumente und verlässt sich hier darauf, dass Dogmatismus und eine Wortwahl, die halbwegs gelehrt und niveauvoll daherkommt, reichen, um den Leser von seiner Auffassung zu überzeugen. Als ich damals das Buch las, habe ich ihm natürlich den gefallen getan und vorurteilsfrei gelesen.
Aber nicht nur das. In Russells Denker des Abendlandes findet man eine sehr gute Darstellung über die Entstehung des Christentums, die empirisch korrekt ist, aber ohne ideologische "Vorarbeit" auskommt. Was allgemein bekannt ist, dass einzelne Bibeltexte in unterschiedlichen Zeitabständen geschrieben wurden, manche vor, manche nach Christus. Weniger bekannt dagegen sind die verschiedenen Glaubensströmungen zu der Zeit existierten, z.T. auch jüdische. Zunächst wichtig ist, dass beim Fall Roms die weltliche Macht Roms stark zurückging und damit dem Norden, also Mitteleuropa, die Toren zur weltlichen Macht öffnete. Die Herrscherzeiten waren damals nicht sehr rosig für die Bevölkerung. Es bildeten sich die Gnostiker, eine philosophische Schule. Sie hielten jede Fleischeslust (und das Essen von Fleisch) für verdorben. Zusätzlich kam das Judentum hinzu, damals mit weniger ausgeprägten Weltvorstellungen. (Es hat mit dem Heutigen nicht sehr viel gemein.) Von diesem spaltete sich eine Sekte ab, nämlich das Christentum, das die gnostischen Ideale mit Platons Seelenvorstellungen verknüpften (für Platon ist der Körper ein Gefängnis der Seele, dass nach dem Tod frei ist oder in einen neuen Körper übergehen kann). Der Mystizismus des Judentums, also die Vorstellung eines Christi mit seinen Wundern, blieb, und so wurde das Christentum gebildet.

Das alte Testament ist - logisch - älter und verbindet das Christentum mit dem Judentum. Das neue Testament ist weitgehend nach Christus geschrieben und stand schon unter gnostischem Einfluss. Auch gibt es hier öfters Verunglimpfungen des Judentums usw.

Um zum obigen Argument zurückzukommen. Die historische Auslegung sieht die Bibel als geschichtlichen Text. Davon müssen Wissenschaftler ausgehen, um überhaupt Ergebnisse zu erziehen. Dann setzt der Christ ein und sagt "Hey, da gibt es mehr als die Bibel". Der Christ von heute ich höchstens achtzig, neunzig, hundert Jahre alt. Daher war er bei keinen der Ereignisse dabei. Er muss sich also auf diese Ergebnisse stützen. Das akzeptiert man als Christ ja. Der Ausweg, an dem Dogma festzuhalten, ist nun Verarsche. Dass die Bibel durch die historisch-kritische Exegese nicht vollständig zu erfassen sei, ist immer nur Annehme. Die Begründung gibt es nicht, außer den glauben, und glauben ist nicht Wissen.*

Dass diese Annahme JETZT existieren kann und die Gläubigen jetzt beeinflusst, ist allein der ständigen Weitergabe zu verdanken. Diese Weitergabe erlaubt dem Verfasser der Weitergabe - eingeschränkt oder nicht - freie Hand. So wurde bspw. ein Text nicht in die Bibel aufgenommen, in dem schon der junge Jesus Wunder vollbringt, da es zu sehr phantastisch sei. So ist diese Sicherheit über das Bild Jesu' der Wissenschaft zu verdanken, wohingegen das der Tradition stark den Hang zum Mystizismus innehat.

Und es gilt: die Texte, die die Bibel ausmachen, wurden in die Lehre mit aufgenommen! Das heißt wohl nichts anderes, als dass die Autoren freie Hand hatten, und auch hier Gott nichts zu suchen hatte. Postuliert wird aber, dass das Evangelium an sich schlagkräftiger sei (im Vergleich zur historischen Auslegung) und, dass (S. 19 unten bis S. 20) letztlich doch Gott durch den Menschen spricht.

Wir landen, alles in allem, bei einer Circulus vitiosus, schließlich geht er von einer absoluten Bibelschrift aus, dem sich alles andere, einschließlich der "unvollkommenen" historischen Exegese, anpassen müsse. Nachweislich ist aber dies nur einfach die Schrift eines Autoren in der Geschichte, der sich irgendwas zu erklären versucht. Davon auf einen Gott zu schließen mit dem Inhalt dessen, was er geschrieben hat, kann einfach nicht gut gehen und ist und enthält im Übrigen noch einen Immunisierungsmechanismus.

Ich erachte damit das Christentum für widerlegt, was den Inhalt anbelangt. Einzig Tradition sorgt dafür, dass es noch besteht. Punktum.

(Bibelhermeneutik - ein Buch mit sieben Siegeln - aber drinnen nur Kinderkritzeleien.)

Gruß
Murphy

*) Populär ist wohl, dagegen zu argumentieren. Das erscheint mir etwas lächerlich, denn gegen Definitionen kann man nicht argumentieren. Und Überzeugung ist ebenso wenig Wissen wie Glaube; egal, welcher Begriff genutzt wird. Es gibt keine Beweismethodik, außer höchstens die Unvollständigkeit der Wissenschaft. Hier verwies ich auf die Philosophie, da hier wissenschaftlich nicht geklärte Fragen und Antworten auftauchen (die auch kaum Gegenstand einer Wissenschaft sind).

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »MethusaIix« (30. November 2007, 16:48)


64

Freitag, 30. November 2007, 16:53

Zitat

Selbst wenns für dich so unwichtig ist, ist es das für viele Wissenschaftler, die sich intensiv damit beschäftigen noch lange nicht. Aber selbst die dürfen nicht lesen. Das ist doch der Punkt oder? Also wird dort Wissen unterdrückt. Versteckt. (Jane)


Für Karl Popper stellt dies das Merkmal eines totalitären, bzw. geschlossenen Systems dar. Zweifelsohne kann man seine Beschreibung ganz einfach auf die Kirche anwenden. (Für das Individuum gilt dies natürlich nicht, das trägt ja den Schaden davon.)
Ein geschlossenes System ist - kurz - eines, dass die Macht auf Wenige konzentriert mit der Pflicht für die Mehrheit, zu folgen.

Gruß

65

Freitag, 30. November 2007, 17:40

Sorry, Murphy, wenn ich das hier so kurz abhandle, aber:

wer die Bibel wörtlich nimmt, kann nicht verstehen wovon sie eigentlich handelt, da gibt es garkeinen Diskutier-Spielraum.

66

Freitag, 30. November 2007, 17:52

Absolut ist nicht wörtlich; sondern vielmehr über allem anderen stehend. Und das gilt für jeden Christen, der an das christliche Weltbild glaubt. (Die Fundamentalisten sind mir gleichgültig.)

68

Freitag, 30. November 2007, 18:03

wer die Bibel wörtlich nimmt

Das ist dann ein Fundamentalist.

kann nicht verstehen wovon sie eigentlich handelt

Jetzt kritisierst du ihn, als Christ. Das hieße dann, meine Kritik sei auch wohl nicht so triftig, da sie nur gegen Fundamentalisten zieht. Jeder, der wirklich glaubt, als Christ, stützt sich auf die Bibel. Und wer die historische Bibelauslegung kritisiert, der muss eine andere annehmen, oder zumindest glauben, die von der Historie unabhängig ist. Verstehen Du?

da gibt es garkeinen Diskutier-Spielraum.

Ha. Dogma.

Gruß
Murphy

JaNe

Schnubbelina!

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69

Freitag, 30. November 2007, 18:16

ach quatsch, ich habe nicht gesagt dass da nur die apokryphen stehen, aber sie stehen da auch. auch bei dir geht mir die polemik wieder gegen den strich, seid ihr denn alle so emotional bei der sache?
Mir geht gegen den Strich, dass du nicht wirklich auf Argumente eingehst, sondern nur abwinkst. Ich werd weiterhin mit Herz diskutieren. Vielleicht auch mit ein wenig Polemik, wennde damit nicht umgehen kannst, dann ist das nicht mein Problem. Du bist ebenso emotional bei der Sache, sonst würdest du nicht so reagieren.
du vergisst, dass ein großteil des guthabens der kirche kein fassbares geld ist sondern:
-grundstücke
-schätze in der kirchen (prunk, hast du schon angedeutet)
-dinge die man nicht verkaufen kann, die ich aber auch nicht als prunk bezeichnen würde (stoffe, gewänder, reliquiare etc)
Nein, das vergesse ich nicht, ich denke sogar daran, wie diese "Güter" in die Hände der Kirche gelangt sind. All das lässt sich sicher zu Geld machen, sollte es eigentlich auch, wenn sie doch Bescheidenheit predigt, die liebe Kirche.
ich persönlich gebe keine einheit mit der evangelischen kirche vor, genauso wenig der papst. weiß also nicht, was du meinst, bin froh dass es kath und evangelisch gibt. zum wohle beider.

Katholische und Evangelische Kirche sollen zusammenarbeiten, der vergangene Papst wird offen gelobt für seine ökumenische Arbeit. Allerdings wurden auf seine Anweisungen hin evangelischen Pfarrern der Rang abgesprochen, weil sie Gottesdienste zusammen mit Katholiken feierten. Da passt doch was nicht.
und leute, kommt mal rutner. mein glaube ist nicht falsch, nur weil ihr kritik an der institution kirche habt. da hilft auch kein "danke, danke, danke", das ist einfach falsch.
ö.Ö Ich wollte dich mit einem "Danke danke danke" nicht von deinem Glauben abbringen. Glaub was du willst, aber Christ bist du nicht.


Janie


@Murphy: :love:








70

Freitag, 30. November 2007, 18:30

Ähm ja. Diskutiert ihr hier mal weiter, Sinn macht das wohl keinen.

Bemerkenswert ist es, dass von Christen solche Diskussionen niemals ausgehen, da wir wenigstens tolerant sind.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »noir« (30. November 2007, 18:41)


-SJ-

If light cannot escape me, what hope have you?

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71

Freitag, 30. November 2007, 19:01

Hab nix gegen die...

denken ganauso arrogant wie moslems, Juden usw. je mehr leute dem Glauben beigehören desto besser... schaut mal im ammi land da gibbet soooo viele Christen die keine andere Religionen tollerieren!


72

Freitag, 30. November 2007, 21:36

Glaubst du, das wenn es den Gott gibt, an den du glaubst, er auch will das du an ihn glaubst?

Würde ein weiser Gott wollen, das seine Menschen an etwas glauben für das es keine Beweise gibt?
Würde ein weiser Gott es nicht eher belohnen, wenn man sich nicht von guten Versprechungen einlullen lässt?
Würde es einen weisen Gott beeindrucken wenn Menschen nicht aus sich heraus, sondern aus Versprechungen und der Angst vor der Hölle heraus gut sind?

Wenn Gott so weise ist, dann kommt man nicht in den Himmel weil man an ihn glaubt, oder nicht.



73

Freitag, 30. November 2007, 21:44

Bemerkenswert ist es, dass von Christen solche Diskussionen niemals ausgehen, da wir wenigstens tolerant sind.

Sie gehen nie von Christen aus, da sie keine Lust auf Ärger haben hätte ich auch nicht. Die Toleranz ist aber trotzdem wichtig, nicht wahr?

Gruß
Murphy

74

Freitag, 30. November 2007, 21:45

ein philosophisches Meisterstück.

Nur wird leider im Christentum davon ausgegangen, das gott gütig ist. Aber ich weiß eigentlich nicht, wem ihr hier die Religion fusselig reden und tot-philosophieren wollt.


rofl

woher willst du denn bitte wissen, dass mir das hier ärger bereitet?
mein gott (oder für die atheisten: meine fresse): Habt ihr die weisheit einmal mit löffeln gefressen ;)


und
lol
das hier gerät durch euch zur farce, vielen dank, da enthalte ich mich doch lieber.

Brösmeli

Fortgeschrittener

Beiträge: 327

Wohnort: Honolulu

Beruf: Informatik Student

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75

Freitag, 30. November 2007, 22:14

Bin gläubiger Christ (evangelisch).

Ich lebe meinen Glauben nicht dadurch aus, Sonntags in die Kirche zu rennen, einmal im Jahr in die Kirche gehen ist okay.

Man kann auch an Gott glauben ohne die Gottesdienste zu besuchen, ist denk ich einfach ne Geschmackssache, wer das ganze vielleicht etwas moderner Gestaltet, sehe das vielleicht anders aus.

Glauben bietet einem viel Halt im Leben.

Wenn man sich erstmal des Todes so richtig bewusst ist und die wissenschaftliche Sicht im Kopf einem alles eiskalt vor die Augen stellt, man nicht in der Lage ist einzuschlafen, in schweiß ausbricht und einfach nur losschreien möchte, dann bietet der Glaube einen unersetzlichen Halt im Leben.

Man kann sich drüber streiten ob der Glaube nun wahr oder falsch ist, aber man kann nicht abstreiten, dass ein Mensch der gläubig ist freier, selbstbewusster und offener durch das Leben gehen kann.

76

Samstag, 1. Dezember 2007, 01:01

Man kann über Religion nicht ernsthaft diskutieren, vor Allem nicht über die christliche. Die Religion ist ein fach nicht Konsistent. Was Heute stimmt ist morgen gelogen und was nicht passt wird passend gemacht.



77

Samstag, 1. Dezember 2007, 09:27

Noir, es gibt keinen Grund, in die Opferrolle zu treten. Auf Texte gehst Du nicht mehr ein, aber sagst, Kritik sei bescheuert, undefiniert, unvollständig, usw. - ja, als Christ steht man unter Beschuss. Aber doch nur weil es gerechteftigt ist.

Habt ihr die weisheit einmal mit löffeln gefressen

Nein. Schlecht Erfahrungen und harte Arbeit bringen manchmal sowas wie Weisheit hervor. (Manchmal :-)

78

Samstag, 1. Dezember 2007, 11:05

Wisst ihr was ich mich frage?

Warum wollt ihr die Leute davon überzeugen, dass das Christentum scheiße ist?

Ich für meinen Teil weiß, das Atheismus scheiße ist, aber ich versuche weder durch unangebrachte Polemik und persönliche Attacken, den anderen tot zu reden, noch ihm seine Ansichten so madig zu quatschen, dass er irgendwann aufgibt und sagt "Ja, doch, ihr habt ja recht, ich wechsle meine Ansichten" (die vllt aus genauso schlechten Erfahrungen und harter Arbeit (dabei musste ich ein bisschen lachen, Murphy) resultieren).

Warum tut ihr das? Und warum geht ihr nicht auf meine Argumente ein, die ich (vor euch) extra nochmal herrvor gehoben habe?

Naja, doch JaNe, ich bin Christ, und ich glaube an Gott und ich bin mir sehr darüber bewusst, dass das alles ein einziges Hirngespinnst sein kann und, dass nach dem Tod garnichts kommen kann, keine Wiedergeburt kein ewiges Leben. Aber ich weiß auch, dass ich durch einen christlichen Lebensweise ein gutes Leben mit Inhalt und den richtigen moralischen Wertvorstellungen leben kann. Wenn ich das in einer Gemeinschaft tun kann, die mir einfach gefällt und wo ich weiß, dass viele dort so denken wie ich, dann ist das für mich weder durch Nieztsche (der mMn der einzige wirklich überzeugende Atheist ist) s Lehre noch durch andere Religionen ersetzbar.

Ich glaube halt, so ist es. Glauben ist etwas abstraktes, das man nicht anfassen und nicht erklären kann. Er ist auch kein Wissen, sonst hieße er nicht Glauben. Akzeptiert und Respektiert das doch bitte einfach, und macht euch nicht lächerlich über Sachen, die ihr nicht habt, denn wie schon gesagt: ich mache mich auch nicht über Atheisten und Agnostiker lustig, obwohl es genug Grund dazu gäbe.

Hoffe das hier findet doch noch ein versöhnliches Ende wo die andere Partei einfach eine Gegenposition zu ihrer zulässt, denn ändern könnt ihr leider doch nichts.

79

Samstag, 1. Dezember 2007, 11:27

Aber ich weiß auch, dass ich durch einen christlichen Lebensweise ein gutes Leben mit Inhalt und den richtigen moralischen Wertvorstellungen leben kann.
Erwischt! Wenn du denkst zu wissen, dass der Inhalt deines Glaubens richtig ist, dann es es für dich kein Glaube mehr, sondern Wissen. Weil du denkst es zu wissen, stellst du es nicht mehr in Frage. Darum ist der christliche Glaube falsch, weil er nicht aussagen will er ist Glaube, sondern er ist Tatsache.

Das ist das Problem! Weil es trotzdem nur ein Glaube ist, hat er natürlich Angst, das seine angeblichen Tatsachen umgeworfen werden und darum gibt es verbotene Bibliotheken.

Warum muss der Glaube auch immer als Vorwand dienen zusammen zu sein und gute Dinge zu tun? Warum kann man dafür nicht einfach die Menschlichkeit nennen? Weil der Glaube für sich beansprucht über den Dingen und Menschen zu stehen. Das ist ein weiteres Problem, denn wenn es nur Dinge sind die über einem stehen, die einem veranlassen menschlich zu sein, dann ist man nicht menschlich, sondern nur egoistisch, aus der Angst heraus, dem ausgeliefert zu sein, was über einem steht.

Diese Art von Glauben, die das Christentum nun einmal ist, ist die falsche Grundlage für das Zusammenleben von Menschen, weil dieser Glaube aus Unterdrückung durch Angst besteht und weil die wahre Grundlage die Menschlichkeit sein muss.

Kurz um, der Glaube muss sich nach der Menschlichkeit richten, nicht die Menschlichkeit nach dem Glauben, so wie du es darstellst. Sonst sind wir nicht menschlich, sondern nur Vieh das von einem Herren getrieben werden kann, wie er es für richtig hält, zum Beispiel in Kriege.

Ich bin übrigens nicht Atheist.


Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Opodeldox« (1. Dezember 2007, 11:48)


80

Samstag, 1. Dezember 2007, 12:02

Ich hab geschrieben, dass ich weiß dass mir der Glaube zu einem befriedigenden Lebensweg verhilft und nicht dass ich weiß, ob das was ich glaube wahr ist.

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.