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Samstag, 12. Januar 2008, 19:18

Sinn der Zigaretten

Guten Tag,

Da das Thema Rauchverbot, ja oder nein momentan ja wieder sehr hoch im Kurs steht, habe ich mich dazu bewogen gefühlt einmal einige Dinge aus der Sicht eines rauchers zu erzählen, um das Verständnis sowohl auf seiten der Raucher, als auch auf seiten der Nichtraucher ein wenig zu verbessern.

Warum rauchen die Leute?

Ich kenne viele raucher die es selber nichtmal genau wissen, und vorgeben sich dafür zu schämen, und dabei ihrer Willensschwäche die Schuld geben.
Das ist genau die Sparte in die Nichtraucher und diejenigen die einfach nur alles nachreden was sie so hören reinhauen, um die Raucher zu verunsichern.
Ich selber bin auch raucher und muss mich dem endsprechend auch immer und überall für das rauchen rechtfertigen. Gerade jetzt ganz aktuell ist das natürlich immer ein beliebtes Thema, und für Nichtraucher ein Grund mehr darauf zu bestehen das sie im Recht sind.
Grundsätzlich und für alles was der Mensch macht gibt es immer einen Grund. Eine Psychologische Wirkung, oder einen bestimmten Anlass/Auslöser. Diese bestehen aber niemals in so simplen und primitiven Gründen wie "Willensschwäche".
Ich habe rellativ lange darüber nachgedacht und ich denke mal es gibt durchaus verschiedene Gründe die dafür sprechen zu rauchen.

Ein Beispiel.
Der Mensch als solcher braucht grundsätzlich, genau wie zB. Hunde für alles was sie gut machen eine Belohnung. Das fängt (oder sollte) schon in der Kindheit an, wenn man etwas gut macht und dafür einen Lolli bekommt, oder ein wenig Taschengeld.
Vielen ist garnicht bewusst das sich genau dieses Verhalten auch bis ins Alter hineinzieht und man immer wenn man etwas gut gemacht hat eine kleine Belohnung braucht. Viele Belohnen sich mit Kleinigkeiten wie zB. einem Bad, einer runde relaxen oder was einem sonst so gefällt.
Sehr viele belohnen sich auch in dem sie etwas Essen was sie gerne mögen. Andere rauchen dann eben mal eine Zigarette. Das Wort "Sucht", also die Psychische Abhängigkeit von etwas, ist im Grunde nichts anderes als dieses Belohnungsverhalten in Verbindung mit Gewohnheit/Routine. Da ein Stück weit wirklich jeder Mensch ein Gewohnheitstier ist und man nicht ständig Lust hat sich anders zu belohnen, greift man dann eben auch regelmäßig zur Zigarette, oder isst regelmäßig etwas was man gerne mag. Die Folgen und worauf ich hinaus will kann sich hier wohl jeder vorstellen.
Insofern ist jeder irgendwie süchtig nach etwas, worauf er nur sehr ungerne, oder überhaupt nicht verzichten kann. In der Jugend ist es beispielsweise auch das Daddeln am Rechner, oder das TV schauen. Doch wirklich als "Sucht" wird in der Gesellschaft nur das genannt, was auch nachweislich Stoffe enthällt oder freisetzt, die auch Physisch süchtig machen. Diese Physische Wirkung muss hierbei nichteinmal wirklich stark, oder bemerkbar sein. Einige vergleichen das Rauchen von Zigaretten beispielsweise auch mit dem konsumieren von Drogen. Mit etwas Verstand betrachtet sprengen derartige Aussagen wirklich jeden Rahmen, denn von der Suchtwirkung her kann man Zigaretten genauso gut mit Haschisch, Crack und Heroin vergleichen wie eine Birne mit einem Apfel.

Ein anderer aber ebenso bedeutsamer Grund dafür, warum Menschen rauchen, ist wohl auch darin zu sehen das nicht wenige Menschen einfach nur mal "nichts" machen können. Es gibt viele die immer oder gelegentlich einfach einen Drang zur Bewegung bekommen, weil sie sich von etwas ablenken möchten. Dies kann beispielsweise ein Gedanke sein der einem nicht gefällt, oder eine optische oder physische Einwirkung von aussen, wie zB. eine andere Person die raucht, oder etwas was man nicht sehen möchte, wodurch man sich durch das rausholen von Zigaretten und Feuer, oder auch das weggehen zum rauchen "retten" will. Ein spontaner Fluchtgedanke der garnicht als solcher erkannt wird.
Wiederrum ein anderer Grund warum man zur Zigarette greift kann auch sein das man gerade überfordert ist, und einfach eine stille Minute braucht um sich neu zu ordnen.

Das wohl größte Problem bei der Argumentation von rauchern ist, das ihnen viele dieser abläufe überhaupt nicht bewusst sind, oder es ihnen einfach an Wort fehlt solch, manchmal recht komplizierte Gründe in Sätze zu fassen. Stadtdessen greift man dann immer gerne zu holen Phrasen wie "Geräuchertes Fleisch hällt länger", "Der Weg zum Himmel muss ja auch gut geteert sein", oder aber auch "Ich mache es weil es mir schmeckt", "Ich rauche weil ich die Wirtschaft unterstützen will", "ich rauche aus langeweile".
Jeder raucher kennt diese Sprüche, und ebenso die Nichtraucher. Da ist es natürlich nur verständlich wenn raucher in Wortmangel geraten wenn ihm ein Nichtraucher mit scheinbarer Logik endgegen Tritt, um ihm zu erzählen wie nutzlos und schwachsinnig das rauchen doch sei.

Ich hoffe ich konnte hier einmal schlüssig und verständlich an einigen Beispielen erklären warum man überhaupt raucht, und somit vllt. auch die eine oder andere Wissenslücke schließen, denn auch die Raucher haben ein existensrecht.

Euer Sven Schröder

-----------------------------------

Dieser Beitrag darf gerne auch in anderen Foren publiziert werden, falls es mal wieder an Argumenten fehlt. Aber wenn dann bitte mit Namen ;)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »¯`«Fallen Angel»´¯« (12. Januar 2008, 19:33)


W7F

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2

Samstag, 12. Januar 2008, 19:38

Mhh. Also prinzipiell hast Du imo schon recht; es stecken immer pyschologische Faktoren hinter einer Sucht, wie auch hinter jedem anderen Verhaltensmuster.
Die Geschichte mit der Belohnung ist meiner Meinung nach etwas weit hergeholt, das mag bei Tieren zutreffen, bei Menschen ist es nur ein "Vorwand" um etwas zu entschuldigen.
Grade wenn Du essen, Alkohol oder anderes als "Belohnung" ansiehst.

Ich sehe es so, dass ein Suchtverhalten (egal welches: Internet, Rauchen, Alk., Drogen, Sex etc.) eine Ersatzhandlung für etwas ist, dass man nicht hat bzw. nicht bekommen kann. Das sehen auch viele Psychologen so. Das kann Ersatz von Nähe, Sexualität, Geborgenheit, materiellen Dingen usw. sein.
Wenn man mal wirklich ganz tief in sich geht, kommt man auch darauf, was es bei einem selbst ist. Das geht natürlich nicht von heute auf morgen.

Zum Thema Suchtpotential etc.:
Ich habe selbst 4 Jahre geraucht, im Alter von 18-22 (1-2 Schachteln am Tag) und es war verdammt schwer aufzuhören.
Ich habe auch 2 Jahre regelmäßig verschiedene Drogen genommen, die ich hier nicht näher nennen will - und es war mit ALLEN einfacher aufzuhören als mit Zigaretten.


Jetzt werdet ihr euch fragen warum: vereinfacht gesagt deswegen, weil Zigaretten:

a) viel einfacher zu beschaffen sind. (Drogen bekommst Du nur, wenn Du bestimmte Leute aus einer bestimmten Szene kennst - kannst Du Dir einen neuen Freundeskreis aufbauen, ist der Austieg meist nicht so schwer.)
b) gesellschaftlich in gewissem Rahmen toleriert und "normal" sind.
c) sie keine psychoaktiven Bestandteile haben, d.h. Wenn Du rauchst, kannst Du trotzdem Auto fahren, arbeiten etc. - was du nicht kannst wenn du total zugedröhnt bist.
d) Nikotin vom Abhängigkeitspotential nur von Heroin übertrumpft wird. (Was wissenschaftlich belegt ist.)

Bester Weg davon loszukommen ist immer noch gar nicht erst anzufangen!

3

Samstag, 12. Januar 2008, 19:51

Ahhh ja, endlich treffen wir uns mal auf dem selben Gelände :)

Das Prinzip mit dem Belohnungsverhalten ist durchaus nicht weit hergeholt, denn auch Menschen sind, oder waren einmal Tiere. Die Überbleibsel sieht man in dem heutigen verhallten, auch wenn es sich meist deutlich komplexer verhällt als bei Tieren. Aber das nur mal so.
Worauf ich hinaus will ist das ich genau wie du sagst "tief in mich gegangen bin" um diese Erfahrungen machen zu können ... seltsame Vormulierung *g*
Jedenfalls bin ich im nachhinein einmal durch Zufall mit einem befreundetem psychologen auf dieses Thema gekommen, und auch dieses Verhalten ist in der psychologie durchaus bekannt. Ebenfalls dein Beispiel ist hierbei richtig, denn auch das ist, wie du sagst bekannt, und ich kenne es auch von mir selber. Ich würde sagen das hierbei das eine, das andere einfach nicht ausschließt und es nur ein weiterer Grund dafür ist, warum Menschen rauchen.
Bei dem anderen Punkt pflichte ich dir ebenfalls bei.

4

Samstag, 12. Januar 2008, 20:23

Mein Vater war endorphinsüchtig. Er musste jeden Tag joggen und täglich mehr joggen bis hin zum Marathonlauf, um den erforderlichen Kick zu bekommen. Dabei hat er seine Knie kaputt gelaufen. Hätte er Drogen genommen, um sich diesen Kick zu geben, hätte er noch gesunde Knie und dabei noch bewußtseinserweiternde Erfahrungen gemacht -floet-
Das man mit zuviel Sport (vorallem Leistungssport) auch seinen Körper schädigt, wird akzeptiert, aber als Raucher stehst du gleich in der Ecke damit :thumbdown:
Die Zensur ist der Schutz der Wenigen gegen die Vielen.
Kurt Tucholsky


5

Samstag, 12. Januar 2008, 20:37

Nur blöd das es kein Passivsportlern gibt. Auf was ich hinaus will: Wenn du extrem viel Sport treibst, schädigst du dich, wenn du rauchst schädigst du auch deine Mitmenschen. Zudem kann dein Vater auch positive Sachen aus Sport bekommen haben z. B. einen guten bzw. stabilen Kreislauf. Ich glaube ob dein Vater kaputte Knie hat oder qualvoll an Lungenkrebs stirbt ist ein starker Unterschied. Sogut wie alles kann ungesund sein, wenn du es übertreibst (Die Menge macht das Gift, passt auch hier). Nur sind viele Sachen "normal" genossen, wie z. B. Sport, durchaus gesund, deswegen finde ich den Vergleich zwischen Rauchen und Sport treiben mehr als unsinnig.

* * *

Zum eigentlich Thema: Ich kann gerne mal meine Mutter fragen, warum sie schon um 6 Uhr bei - 5 °C die erste Zigarette in sich reinzieht (nein, das ist kein normales Rauchen mehr). Ich glaube kaum, dass sie Langeweile hat, mit 3 Kindern wird dir nicht langweilig. Ich glaube auch kaum, dass bei dieser Kälte auf nüchternem Magen Rauch einzuatmen für Sie keine Belohnung darstellt. Somit ist dein Text durch einen süchtigen Raucher widerlegt, aber halt! es gibt nicht nur einen sondern Milliarden.
"Rechts neben uns ist nur noch die Wand."
Franz-Josef Strauß (ehem. Ministerpräsident von Bayern, CSU)

Gott mit dir, du Land der Bayern,
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devcon

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6

Samstag, 12. Januar 2008, 20:49

Nur blöd das es kein Passivsportlern gibt. Auf was ich hinaus will: Wenn du extrem viel Sport treibst, schädigst du dich, wenn du rauchst schädigst du auch deine Mitmenschen. Zudem kann dein Vater auch positive Sachen aus Sport bekommen haben z. B. einen guten bzw. stabilen Kreislauf. Ich glaube ob dein Vater kaputte Knie hat oder qualvoll an Lungenkrebs stirbt ist ein starker Unterschied. Sogut wie alles kann ungesund sein, wenn du es übertreibst (Die Menge macht das Gift, passt auch hier). Nur sind viele Sachen "normal" genossen, wie z. B. Sport, durchaus gesund, deswegen finde ich den Vergleich zwischen Rauchen und Sport treiben mehr als unsinnig.


"erst die Dosis macht das Gift - Paracelsius"

dito

@Topic: ich bin selbst Raucher ... naja mit 15 Zigaretten am Tag würde ich mich nicht als Kettenraucher bezeichen - aber doch - regelmäßiger Raucher auf jeden Fall. Warum ich das tue ? Tjaha - bin körperlich sowie psychisch süchtig danach - ganz einfach. Ohne 2 Kippen vor der Schule gehts mir im ersten Block nicht gut - hab ich schon öfters an mir beobachten dürfen. Wenn ich dann in der Pause eine rauchen kann gehts mir auch seelisch wieder besser. Bin dann einfach entspannter und ausgeglichener. Ob man das auch ohne Zigaretten sein kann ? Klar. Wieso lässt du dann das rauchen nicht sein ? Weil ich süchtig bin.

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§ 964 BGB: Vermischung von Bienenschwärmen

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7

Samstag, 12. Januar 2008, 21:36

ich rauche seit 3 Jahren, damals ~12 pro Tag. Mittlerweile, wenns hochkommt, noch 5 pro Tag. Also kein wirklich starker Raucher.
jedoch kann ich einfach nicht, ohne eine Zigarette vor der Schule, klar denken. Das ist für mich ein "Muntermacher" morgens - erst danach bin ich wirklich wach.
auch nach dem Essen - Frühstück entspricht meistens der Zigarette vor der Schule, Abendessen der Zigarette vorm Schlafengehen - brauche ich das. Danach scheint mir meine Verdauung angenehmer, bzw. der Schlaf ruhiger - ich weiß nicht, ob es ein Placeboeffekt ist, dafür habe ich zu wenig Ahnung von den Themata.

und wenn mich jemand fragt, wieso ich rauche, antworte ich einfach nicht. Es ist mir, wie Fallen Angel sagte, einfach zu anstrengend, das jedem x-beliebigen zu erklären. Hier kann ich es mehr oder weniger tun, da mir schreiben generell leichter fällt als reden.
In uns selbst liegen die Sterne des Glücks.
Heinrich Heine
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8

Samstag, 12. Januar 2008, 21:37

Rauchen ist ein Genussmittel. Dies ist und bleibt der einzige Grund für das Rauchen, alles andere ist Schwachsinn.
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9

Samstag, 12. Januar 2008, 21:40

Rauchen ist ein Genussmittel. Dies ist und bleibt der einzige Grund für das Rauchen, alles andere ist Schwachsinn.


Dann ist dein verstand aber anscheinend sehr beschränkt.
Und wo es ein Genuss seien soll, sich selbst zu zerstören, das weiß ich auch nicht.

Wenn überhaupt, ist es eine Droge und nichts anderes.

10

Samstag, 12. Januar 2008, 21:45

Wieso ist Rauchen nicht verboten aber Mariohana?
Wieso gibt es keine Volksbegeher, riesige Demos für die Legalität der Droge?
Ist sie nicht wie Rauchen?
Sie ist weniger schädlich als Alkohol, aber keine Sau intressiert sich dafür, dass sie nicht erlaubt ist.
Wieso ist es bei den Zigaretten anders?
Ich denke entweder sollte beides verboten werden oder beies erlaubt, den Gesundheitsschädlich ist alles.

11

Samstag, 12. Januar 2008, 21:49

Zitat

Dann ist dein verstand aber anscheinend sehr beschränkt.
Und wo es ein Genuss seien soll, sich selbst zu zerstören, das weiß ich auch nicht.

Wenn überhaupt, ist es eine Droge und nichts anderes.
Mir persönlich schmecken Zigaretten auch nur im alkoholisierten Zustand. Wenn ich allerdings an Shisha denke (was sicherlich auch zum Rauchen zählt) finde ich es gutschmeckend also für mich ein Genussmittel. Solange ich das nicht übertreibe finde ich das auch in Ordnung. Ich bin keineswegs süchtig nach Nikotin, da ich:

1. Nur auf Party's rauche, d.h. manchmal am Wochenende.
2. Auch mehrere Monate ohne Zigaretten und Shisha verbringen kann.

Das Rauchen eine Droge ist habe ich nicht abgestritten. Nur können Drogen auch Genussmittel sein.
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12

Samstag, 12. Januar 2008, 21:55

Wieso ist Rauchen nicht verboten aber Mariohana?
Wieso gibt es keine Volksbegeher, riesige Demos für die Legalität der Droge?
Ist sie nicht wie Rauchen?
Sie ist weniger schädlich als Alkohol, aber keine Sau intressiert sich dafür, dass sie nicht erlaubt ist.
Wieso ist es bei den Zigaretten anders?
Ich denke entweder sollte beides verboten werden oder beies erlaubt, den Gesundheitsschädlich ist alles.


genau so siehts aus ... wenn man Alkohol und Cannabis direkt miteinander vergleicht in ihrer Wirkung dann ist Cannabis aber 666mal gesünder ...

1. Alkohol macht aggressiv - Cannabis nicht
2. Alkohol macht KÖRPERLICH !!! abhängig - Cannabis nicht
3. durch zu viel Alkoholkonsum kannst du sterben - durch zu viel Cannabiskonsum nicht

ich finde Alkohol sollte verboten werden ...

13

Samstag, 12. Januar 2008, 22:00

Durch Mariuhana verschlappt man, Lustlosigkeit und abfallen in der Schule ist die Folge. Körperlich abhängig wirst du auch, weil du Mariuhana meist zusammen mit Tabak konsumierst. Zudem macht Mariuhana körperlich auch abhängig wie ich selbst beobachten musste. Alkohol ist eine starke Droge nur finde ich das Verbot schwachsinnig, es gibt auch Leute die können mit Alkohol umgehen. Mal davon abgesehen, dass ein Alkoholverbot niemals durchkommen wird, solange Bayern ein Teil Deutschlands ist. Wie Prohibition funktioniert kennen wir schon.
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14

Samstag, 12. Januar 2008, 23:10

Wieso ist Rauchen nicht verboten aber Mariohana?

Zudem macht Mariuhana körperlich auch abhängig wie ich selbst beobachten musste.

Wenn du Gras ohne Tabak rauchst, wirst du davon nicht abhängig. Ich kenne einige Leute, die es entweder pur oder mit Brombeer-, Erdbeerblättern, Salbei vermischt rauchen, um nicht vom Nikotin abhängig zu sein.

Nachdem das Rauchen in Kneipen in Baden-Württemberg verboten wurde, hatten die Gastwirte im Kreis Karlsruhe Umsatzeinbußen von über 30%. In Rheinland-Pfalz wird es erst nach Fasching verboten, aber ich habe schon mitbekommen, dass viele Kneipenbesitzer jetzt schon versuchen, ihre Kneipen zu verkaufen, da erhebliche Verluste drohen. Die Anwohner von Discos beschweren sich, dass jetzt vor den Discos immer ein Höllenlärm ist, weil dahin die Raucher verbannt wurden. Ich finde es absolut ungemütlich, wenn ich in der Kneipe nicht mehr rauchen darf und da wo ich verkehre, raucht eben der Großteil der Leute dort und es gehört einfach zur Kneipenstimmung (bei uns ein kleiner verrauchter Dartraum, trotz Abzugsventilator). Ich bin mal gespannt, wie das hier nach Fasching wird, denn bei uns kannst du sogar in manchen Lokalen kiffen ohne dass sich jem. daran stört.
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Kurt Tucholsky


JaNe

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15

Sonntag, 13. Januar 2008, 14:10

Wieso ist Rauchen nicht verboten aber Mariohana?
Wieso gibt es keine Volksbegeher, riesige Demos für die Legalität der Droge?
Ist sie nicht wie Rauchen?
Sie ist weniger schädlich als Alkohol, aber keine Sau intressiert sich dafür, dass sie nicht erlaubt ist.
Wieso ist es bei den Zigaretten anders?
Ich denke entweder sollte beides verboten werden oder beides erlaubt, den Gesundheitsschädlich ist alles.


Da kann ich dir nur zustimmen maytz, mit dem Thema setz ich mich schon lange auseinander. Und ich kann momentan nur ein paar Vermutungen nennen, warum Marijuana heute verboten ist.

Zum einen muss man sich ja an das große Vorbild Amerika anpassen, was dort Gang und Gebe ist, ist richtig und so wirds gemacht (ein Hoch an Holland an dieser Stelle!), zum anderen gehört Marijuana zu den bewusstseinserweiternden Drogen (fällt allerdings unters BtmG).
Was bedeutet bewusstseinserweiternd? Man nehme das Wort einfach auseinander und schon hat man das Ergebnis. Denkprozesse laufen anders wenn man was geraucht hat, viele viele Kiffer berichten von anderen Denkstrukturen, die weiter gefächert sind, offener und auch objektiver.

Kiffen macht nicht aggressiv, sondern ganz im Gegenteil, es "schädigt" der Gewalt. Wenn jeder kiffen statt saufen würde, gäbe es wenigstens 80% weniger Schlägereien (und wahrscheinlich weniger Rassenhass, Religionsstreitigkeiten ergo Krieg) - womit ich nicht sagen will, dass jeder anfangen sollte zu kiffen. Aber die Gewaltbereitschaft ist einfach nicht gegeben, wie sie mit und auch ohne Alkohol gegeben ist.
Dann kommt der pharmazeutische Aspekt dazu. Marijuana hat neben seiner berauschenden Wirkung auch heilende Wirkungen, auch ohne Rausch. Wer sich ein bisschen damit auseinandergesetzt hat, weiß wovon ich spreche. Dass da die Pharmaindustrie Muffensausen bekommt, liegt auf der Hand.


Wirtschaftlich würde Deutschland sich um einiges bereichern, wenn sie uns das Marijuana legalisieren würden. Zum einen sinkt die Beschaffungskriminalität und damit die Kosten für Strafverfahren und zum anderen würde bei 19% Märchensteuer einiges bei rumkommen. Mal ganz abgesehen davon, dass der Staat dann mehr Kontrolle über seine kiffenden Mitbürger hätte.


Durch Mariuhana verschlappt man, Lustlosigkeit und abfallen in der Schule ist die Folge. Körperlich abhängig wirst du auch, weil du Mariuhana meist zusammen mit Tabak konsumierst. Zudem macht Mariuhana körperlich auch abhängig wie ich selbst beobachten musste. Alkohol ist eine starke Droge nur finde ich das Verbot schwachsinnig, es gibt auch Leute die können mit Alkohol umgehen.

Stell dir mal vor, es gibt auch Leute (und die sind definitiv in der Überzahl), die mit Marijuana umgehen können! Und stell dir vor, die schädigen weder ihre Nieren, noch ihre Leber, nich die Speiseröhre noch irgendnem anderen Organ.

Zitat


Mal davon abgesehen, dass ein Alkoholverbot niemals durchkommen wird, solange Bayern ein Teil Deutschlands ist. Wie Prohibition funktioniert kennen wir schon.

Ich bin auch gegen ein Alkoholverbot, und auch gegen das Rauchverbot von Zigaretten, ich bin für die Legalisierung von Marijuana. Zigaretten sind weitaus schlimmer als Gras, aber ich bin mir sicher, viele würden auf die Kippen verzichten, wenn sie genauso offen wie manche ihr Bier trinken, sich ne Tüte drehen könnten.








devcon

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16

Sonntag, 13. Januar 2008, 14:20

Mal davon abgesehen, dass ein Alkoholverbot niemals durchkommen wird, solange Bayern ein Teil Deutschlands ist.


:totlach: :totlach: :totlach: sehr gut gesagt xD

aber an sich kann ich mich der Meinung von JaNe nur anschliessen ... damned JaNe - deine Posts sind immer so lang und präzise :thumbup:

nur einzig deinen Vergleich mit Amerika verstehe ich nicht so ganz ... ok die Amerikaner kiffen im Durchschnitt nichtmal annähernd soviel wie die Holländer oder gar die Australier aber ich denke das Amerika kein Deut besser ist als wir wodurch es meiner Meinung nach die "Vorbildfunktion" -aufgeb- verliert.

17

Montag, 14. Januar 2008, 16:35

@Lucy: Mariuhana macht abhängig, ich weiß zwar nicht ob körperlich, aber geistig aufjedenfall. Ich habs selbst miterlebt, wie ich geschrieben hab, also kannst du mir nichts erzählen. Dieser war auch nicht abhängig nach Nikotin, da er keine Zigaretten mit nur Tabak geraucht hat (wäre günstiger bei Nikotinabhängigkeit) und mit Tabak alleine auch wenig anfangen konnte, er wollte immer Gras dazu, er war süchtig nach dem Rausch.

@JaNe: Eigentlich ziemlich verantwortungslos, das Erlauben einer weiteren schädlichen Droge zu fordern (und Gras ist schädlich, da es immer welche gibt und das sind sehr viele, die damit nicht umgehen können, vorallem die Jugend). Alkohol und Zigaretten wird man nicht mehr verbieten können, da zuviele Menschen auf dieser Erde süchtig danach sind, es würde riesige Aufstände geben, sowas ist einfach nicht machbar. Wenn wir jetzt noch Gras legalisieren, dann haben wir eine 3. Droge in die Welt gesetzt, die dann mehr konsumiert wird, somit auch mehr Schaden für die Menschen, eigtl. logisch, das eine Droge mehr auch mehr Schaden erzeugt. Und Gras mag zwar bei manchen Fällen eine heilende Wirkung haben, allerdings ist es immer noch eine gefährliche Droge siehe Verschlafung, Lustlosigkeit, usw. Und zum vergleich mit Alkohol: Was glaubst du ist einfacher, einen Joint zu rauchen (für Raucher dürfte das etwas leichtes sein, ist eigtl. nichts anderes als eine Zigarette) oder 2 l Bier zu trinken um ca. die gleiche Wirkung zu erzielen? Zwei Liter ist für ungeübte Trinker viel schwerer.

@devcon: Wie du vielleicht weißt gab es in den USA eine Zeit der Prohibition (Alkoholverbot), da die Bürger dagegen ankämpften und vorallen Dingen die Mafia vom Alkoholverkauf nur so erblüte, legalisierte es man wieder. Man brauchte einen neuen Sündenbock nämlich Mariuhana, so verbot man es. Da sich Deutschland an den USA orientiert, Verbot man es gleich auch in DE (meiner Meinung nach gut). Holland allerdings orientierte sich nicht nach den USA und das befürwortet Jane. Ich hoffe du hasts verstanden.
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Montag, 14. Januar 2008, 17:18

Vogi, es kommt bei dem Thema Drogen auch sehr auf den einzelnen Menschen an. Wenn jem. einen starke Persönlichkeit hat, kann er auch problemlos Drogen konsumieren und damit noch ein völlig normales Leben führen (Familie, Arbeit). Dann ist es sogar eher so, dass dieses Leben Normalzustand ist. Wenn man z.B. viel kifft, merkt man irgendwann gar nichts mehr von der Wirkung, dann ist es wie Tabak rauchen und du musst erst mal wieder eine Pause machen oder dir supergeiles Lampengras holen, um was zu merken.

Und da du es nur von deinem Freund kennst, hast du eigentlich keine Ahnung !
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DarthTuna

What the Factor?

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Montag, 14. Januar 2008, 18:05

Nach der Diskussion hier im Thread sehe ich immer noch keinen Grund, wieso man mit dem Rauchen, trinken oder anderen Drogen anfängt - oder ich bin zu blöd dafür. War das nicht das eigentliche Thema der Diskussion?

Auch wenn hier einige für die Legalisierung einiger Drogen und gegen das Rauch- und Alkoholverbot sind - seid ihr dann immer noch dieser Meinung, wenn ihr draußen sagen wie 11-12 Jährige Kinder mit Kippen inner Fresse seht?

Klar, es kommt immer auf die jeweilige Person an. Die Frage ist aber: Warum das ganze? Wozu?
Und vor allem: Wie kann man sich mit dem Argument "Genussmittel" rausreden, wenn man sich während dieses "Genießens" nicht nur selbst vergiftet, sondern zum Beispiel eben andere wegen Passivrauchens?

Klar, jetzt auf einmal verbieten könnte mans nicht ohne Weiteres. Das beste wäre wohl gewesen, wenn Zigaretten und Alkohol nie erlaubt worden wären, glaub ich.

Vielleicht bin ich was das betrifft auch nur furchtbar intolerant. Naja, so bin ich nunmal, mein einfach gestricktes Hirn sieht keinen Sinn darin, etwas giftiges in den Mund zu nehmen, ich hänge schließlich auch nicht mit der Nase vor dem Auspuff und nenne es dann Genuss...
q.e.d.

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Montag, 14. Januar 2008, 18:24

Es sind so viele Sachen unsinnig und schädigen dem Körper und trotzdem tun wir's. Einige Beispiele:

- wir wollen einen guten Teint haben und knallen uns stundenlang in die Sonne --> Krebsgefahr

- wir nehmen Nahrung zu uns, die mit Unkraut- und Insektenvergiftungsmitteln aufgezogen wurde und essen Tiere, die mit pharmazeutischen Mitteln vollgepumpt wurden

- wir sitzen stundenlang vor'm PC und schädigen unsere Augen und bekommen durch den Bewegungsmangel Probleme

- wir essen gern Zucker und Fett, weil es dann besser schmeckt

- wir müssen in der von Abgasen verpesteten Stadt arbeiten, weil es z.B wie hier auf dem Land keine Jobs gibt

- wir nehmen Medikamente ein, die verheerende Nebenwirkungen haben, weil wir dem Arzt vertrauen

- ... und wir rauchen, trinken, weil es ein bischen Genuss verschafft.
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Kurt Tucholsky