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KayLovesU

I gonna love the fuk out of you.

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1

Dienstag, 24. April 2012, 00:34

Niemand wurde danach gefragt ob er leben möchte, geschweige denn, ob er weiß war er damit anfangen soll.

Ehrlich gesagt will ich dir unbedingt antworten, finde aber in jedem Satz den ich schreibe etwas, dass mich stört.

Ich erkenne mich in großen Teilen deiner Ausführung wieder, abgesehen das mit den Drogen (die hab ich durch verschrobene Sachen wie Hentai's ersetzt :D ) und dem Erfolg im "oberflächlichen Leben".

Ich persönlich denke, dass jeder mit seinen Weltschmerz, wie auch immer er sich materialisiert und aus was auch immer er besteht, alleine klar kommen muss. Jeder muss seinen eigenen Weg finden mit ihm fertig zu werden. Andere mögen dir zuhören, dir gut zureden können, aber niemand kann für dich deine Gedanken ändern. Das ist was ich denke.

Ich versuche inzwischen meinen eigenen Schmerz zu ignorieren. Sich abzulenken macht nicht "ungebildet", aber lebendiger. Eine Antwort auf die Fragen die wir als Menschen nicht lösen können, kriegen wir nur indem wir das Menschsein durchbrechen, ergo Selbstmord wenn wir wissen wollen was der Tod ist?

Hm. Ich denke ich bin hier fertig. Ich kann dir schließlich auch nicht helfen, wenn ich selber denke, das niemand einem dabei helfen kann.
nope

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2

Dienstag, 24. April 2012, 18:56

Ich glaube viele haben irgendwann in ihrem Leben solche Phasen/Gedanken. Bei einigen dauern sie länger, bei anderen nicht, und bei wieder anderen bleiben sie für immer.
Ich hatte sowas auch...inklusive Selbstmordgedanken und dem ganzen Trara. Ich glaube einfach, das gehört irgendwie dazu, wenn man 'erwachsen' wird. Man beginnt den eingeschlagenen Lebensweg zu hinterfragen und sieht viele Dinge, die für einen bisher selbstverständlich waren, mit einem weiteren Blickwinkel und siebt langsam aus, was bleibt und was vergeht.
Und es vergehen verdammt viele Dinge, egal wie wichtig sie einem mal gewesen zu sein schienen. Es ist einfach so. Vor allem zwischenmenschlich (und letzten Endes ist es ja das Sozialverhalten, was uns als Menschen ausmacht) ist das der Fall...

Wichtig ist doch letzten Endes nur, wer man selbst ist. Unabhängig von aller Philosophie, Weltanschauung und Paradigma.
Und wenn zu dir nunmal diese Melancholie und Schwarzsicht gehört, dann ist das halt so. Es geht mir in der Hinsicht eigentlich nicht anders. Aber ich brauche diese Stimmung oft einfach auch als Inspiration und treibende Kraft für die kreativen Dinge die ich mache.
Das einzige was ich nie gemacht habe, ist, Drogen zu nehmen, oder übermäßig Alkohol zu konsumieren. Ich hatte immer Schiss, dass ich dann die Kontrolle über meinen Körper verliere und dann Dinge tue die ich sonst bereuen würde. <_<


Go in peace
And find thy faith
Evolve thy self
And lose all hate
So a heaven you may create


3

Dienstag, 24. April 2012, 21:39

Vielen Dank für eure Antworten. Ich denke ein großes Problem ist bei mir auch, dass es in meinem Umfeld niemanden gibt, der meine Ansichten teilt, oder mit dem ich sie teilen kann. Allein das aufschreiben hat mir schon geholfen.

Aber ich brauche diese Stimmung oft einfach auch als Inspiration und treibende Kraft für die kreativen Dinge die ich mache.

Genau! Besonders heute merke ich es! Nachdem ich fast eine Woche Trübsal geblasen habe, bin ich heute so voll mit Energie, wie schon lange nicht mehr.

Mit den Drogen ist das so eine Sache. Ohne die Freunde, die mich in dieser Sache "unterstützt" haben, wäre ein vernünftiger Umgang mit Psychadelica wohl nicht möglich gewesen. Dabei muss ich auch betonen, dass ausschließlich psyoaktive Drogen einen im Leben helfen können. Der Rest ist Mist. Tortzdem. Das erste Mal LSD hat nicht nur mich, sondern auch meine Welt nachhaltig verändert und verbessert.
Tue, tue, tue tout le monde. Voici la musique d'ordinateur. Tire ou meurs.

4

Dienstag, 24. April 2012, 22:24

Ich kenn das auch, außer das mit den Drogen.
Mich lässt das allerdings ziemlich kalt. Ich leb mein leben halt. Ich freu mich das ich noch lebe, dass ich wieder laufen kann und alles mögliche.
Ich bin zu faul weiter über den tieferen sinn des lebens nach zu denken, mich juckt das nicht wieso ich lebe. es muss irgentwie einen sinn haben, also sehe ich keinen sinn dran mein leben mit drogen etc. zu zerstören.
Rechtschreibfehler sind Spezialeffekte meiner Tastatur und dienen ausschließlich der allgemeinen Belustigung!!!

5

Dienstag, 24. April 2012, 22:48

Du sagst zerstören, ich sag erschaffen. Goethe, Schiller, Eichendorff, Horvath, Kafka, Wolf, Lessing, Frisch, Kaschnitz. Um nur einige zu nennen. Was verbindet alle Menschen? Der Tod. Es ist töricht nicht darüber nachzudenken warum wir hier sind.
Tue, tue, tue tout le monde. Voici la musique d'ordinateur. Tire ou meurs.

6

Mittwoch, 25. April 2012, 00:13

[...] Was verbindet alle Menschen? Der Tod.[...]
Und?


KayLovesU

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7

Mittwoch, 25. April 2012, 01:15

Ist es nicht auch töricht zu denken das wir aus einem Grund sind? Sind wir nicht eher Zufall wie der Rest der Erde?
nope

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8

Mittwoch, 25. April 2012, 20:44

Mir hilft es immer extrem, von einem gewissen 'äußeren Standpunt' auf mein Leben zu blicken. Also...so reflektieren, was habe ich erreicht? was kann ich noch verändern?
Dann sehe ich immer: so schlimm ist es gar nicht. Ich hab nen festen Arbeitsvertrag, verdiene genug Geld dass ich gut leben kann, ich bin unabhängig von allem, was mich in Ketten legen könnte. Eigentlich kann ich zufrieden sein...gehaltsmäßig gehöre ich zwar irgendwie zur Unterschicht, aber ich glaube mir gehts so situativ wesentlich besser als den meisten Menschen in Deutschland.
Wenn ich mir das nur oft genug vor Augen führe, kommt irgendwann die Botschaft auch an. :)


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And find thy faith
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And lose all hate
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9

Mittwoch, 18. Juli 2012, 01:48

Ich möchte nicht unhöflich sein. Aber wir bewegen uns auf ganz anderen Ebenen. Meta ist für mich schon gar kein Begriff mehr, sondern meine Einstellung.
Wie kommst du darauf, dass es traurig ist? Weltschmerz ist, meiner Meinung nach, das schönste Gefühl, das es gibt. Die Erkenntnis nicht alles wissen zu können? Den göttlichen Funken spüren, aber nicht leben können? Wunderbar!
Alles vibriert mein Freund. Hörst du wie die Elektronen um den Atomkern kreisen? Wie die Quarks sich winden? Wie Molekül an Molekül reibt? Hörst du wie der Baum das Wasser in seine Blätter presst? Fühlst du wie die Erde um die Sonne kreist? Die Sonne wiederum um etwas größeres? Fühlst du wie mehrere Millionen Tonnen Luft auf dir lasten? Die Galaxie sich drehen?

Nein?

Warum nicht?
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Du redest über nichts! Du triffst keinen Punkt! Was ist die Quintessenz deines Textes? Alles ist ein Kreislauf? Auf gar keinen Fall! Die Natur ist ein Fraktal! Null oder Eins. Alles oder Nichts. Elektrischer Impuls oder Bewusstes Nachdenken.

Weltschmerz heißt fühlen. Weltschmerz heißt wissen. Weltschmerz heißt zweifeln. Und Weltschmerz heißt verzweifeln. Nihilismus lässt grüßen! Dekadenz! Man erschafft Kunst? Wofür? Kunst der Kunst wegen? Weswegen? Wozu? Wohin? Warum! - Diese Gedanken. Ruhe. - Stille. Existenz? Postimpressionismus! Man wartet. Worauf? Auf das Warten natürlich! Oder doch vielleicht auf Godot selbst?
"Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde"
Nein danke. Kant hat hier nichts zu suchen. Schopenhauer? Nein. Descartes? Spinoza? Nein!
Caspar David Friedrich vielleicht! Ja! Das romantische Augenpaar! Vielen Dank!

Freund! Verstehe! Weltschmerz ist nicht das Teilen von Dogmen. Es ist das Dogma selbst! Lebe deinen Weltschmerz.
Stille Wasser sind tief? Ich bin tiefer!
Tue, tue, tue tout le monde. Voici la musique d'ordinateur. Tire ou meurs.