Story Titel: Dreams
Autor: kittychan
Fandom: Digimon
Pairing: *Yamaichi*
Einstufung: Ab 18 Jahren

Einführung: Yamato lernt den jungen Stricher Taichi kennen und verliebt sich in ihn.

Teil 1

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~Dreams~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Er war der erfolgreichste Sänger Japans. 21 Jahre jung, blonde Haare, blaue Augen, gutaussehend, einen
Millionenvertrag mit einem Plattenlabel, millionenfach verkaufte Singles, 3 Platinalben. Von den Medien hoch-
gelobt für sein außerordentliches Talent, als arrogantes Arschloch abgestempelt. Die Leute, Massen und
Fans liebten ihn. Er hatte alles was er wollte.
Fast alles!
Er war allein in seiner Welt aus Glanz und Glitter, wollte auch keinen an sich heranlassen.
Er hasste die nervigen Reporter, die ihn immer mit denselben Fragen löcherten, er hasste die Leute, die ihn auf
der Straße ansprachen und ein Autogramm von ihm haben wollten. Er hasste sein Leben.
Er war schon lange nicht mehr zufrieden mit seiner jetzigen Situation, dessen Ursprung wahrscheinlich seine
sexuelle Unzufriedenheit war. Überall lauerten ihm diese Groupies auf. Früher fand er es ja ganz lustig. Er hatte
jeden Tag eine andere von ihnen im Bett, oder auch mehr, aber mittlerweile nervetn ihn auch diese dämlichen
Mädchen an, die tagtäglich seine Wohnungstür belagerten oder bei seinen Konzerten versuchten auf die Bühne
zugelangen, um ihn abzuknutschen. Er hasste es, wenn sie ihre Kuscheltiere oder Strings auf die Bühne warfen
und glaubten, irgendetwas damit bezwecken zu können. Er warf all das Zeugs hinter der Bühne in den Müll.
Die Frauen reizten ihn schon lange nicht mehr. Er versuchte es mit Männern, doch die Männer, die er kennenlernte
waren genauso nervig, wie die Groupies. Ihm blieb nur noch eine Möglchkeit seine sexuellen Bedürfnisse zu
befriedigen: das Strichermilieu.
Er rief sich Callboys in Hotels und ging in Edelbordelle, doch bald gingen ihm auch diese Möchtegern - Tunten,
die nur Gucci hier, Dolche & Gabbana da im Kopf hatten, auf die Nerven. Außerdem waren ihm diese Männer viel
zu gesprächig. Er hatte Angst, jemand könnte etwas über seine sexuellen Vorlieben erfahren.
Irgendwann schnappte er auf, dass sich auf dem Tokyoter Hauptbahnhof eine große Stricherszene entwickelt hatte.
Einen Versuch war es wert, dachte sich der junge Sänger.
Damit ihn niemand erkannte, stülpte er wie immer eine schwarze Perücke über seine blonden kurzen
Haare, setzte sich ein Cappi ( mit dem Schirm nach hinten ) und eine dunkle Sonnenbrille auf. Dazu trug
einen roten Kapuzenpulli, darüber eine schwarze Daunenweste und eine Hose in camouflage. Er wollte
nur nicht auffallen und nicht erkannt werden.Und los ging sein Streifzug durch die Nacht.

Es war kurz nach ein Uhr nachts. Im Bahnhof angekommen, ließ er sein Blick ersteinmal über das Geschehen
streifen. Er hatte nicht gewusst, was ihn erwartete. Hier und da saßen oder vorzugsweise standen junge Männer,
etwa in seinem Alter.Sie trugen abgenutzte Klamotten. Einige redeten mit Personen oder riefen den Passanten
hinterher, die den Bahnhof durchquerten.
Yamato atmete einmal tief durch, dann setzte er sich in Bewegung. Er ging an einigen jungen Männern vorbei,
die ihn intensiv musterten und ihn lasziv anlächelten. Er lächelte zurück, doch sein Blick hatte sich auf ein anderes
Ziel gerichtet. Es war ein junger Mann, etwa so alt wie er. Er hatte braune Haare. Er trug eine schwarze Jacke, ein
blaues T- Shirt und eine dunkelblaue Jeans. Die Kleidung sah aus, als hätte sie schon viel mitgemacht.
Als Yamato vor ihm stehen blieb, musterte ihn der Braunhaarige, mit den ebenfalls braunen Augen. Er war blass und
sein Gesicht sah fahl aus. Der junge Mann lächelte.

" Hi ! " sagte er und stieß sich von der Wand ab, an der lehnte.

" Wieviel? " fragte Yamato. Er hatte keine Lust lange herumzudiskutieren.

" Kommt drauf an was du möchtest? Standard: 100 Euro ( sorry Leute, weiß leider nicht de Umrechnungskurs
für Yen, deshalb muss ich Euro nehmen ), Extras: 50 Euro, S/M 200 Euro. Kondom ist Pflicht! "

Yamato überlegte. " Wie heißt du überhaupt? " fragte er schließlich.

" Taichi! "

" Schöner Name! " Yamato lächelte.

" Danke! " antwortete Taichi und lächelte zurück.

" Gehen wir? " fragte der Sänger und nickte mit dem Kopf Richtung Ausgang.
Tai nickte und folgte ihm oder eher gesagt, er folgte Tai.

Sie gingen in eine dunkle Gasse. Der Braunhaarige blieb vor einem herabgekommenen Haus stehen und schloss
die Tür auf. Sie gingen eine kleine, schmale Treppe aus Holz hinauf, bis in die oberste Etage. Taichi ging zur
rechten Tür und öffnete sie. Sie kamen in einen Raum, der etwa 15 Quadratmeter groß war. Links stand ein mit dem
Kopfende zur Wandgerichtetes Bett. Es war breit, hatte einen Metallrahmen und war mit einem schwarzen Laken
bezogen. In der Wand,die der Tür gegenüber lag, war ein Fenster eingelassen, dass mit einem weinrotem Rollo
zugezogen war. Auf der rechten Seite. Waren zwei Türen, beide geschlossen. Es lagen ein paar Sachen herum:
Anziehsachen,wenn man das so nennen konnte, Sexspielzeug und Kondome. Es sah so heruntergekommen aus.
Dem Sänger war etwas mulmig im Bauch. Worauf hatte er sich nur eingelassen?

Der junge Stricher schloss die Tür und kam zu ihm herüber.

" Also, wie möchtest du´s haben? " fragte er und sah ihn lasziv an.

" Standard. " antwortete Yamato trocken.

" Aktiv oder lieber passiv? "

" Ich bevorzuge es der aktive Part zu sein. "

" Bezahlung im Voraus! " sagte Taichi und streckte ihm seine Hand hin.
Yamato gab ihm das Geld.
Der Braunhaarige verschwand in einem der Nebenzimmer und kam gleich darauf wieder.
Er ging langsam auf Matt zu. Dann blieb er vor ihm stehen und nahm ihm vorsichtg Sonnenbrille und Cappi ab.
Zärtlich strich er über seine Haut und küsste ihn sanft auf die Wange.
Der Blonde beobachtete ihn dabei. Er musste verrückt sein, so einen Mann an seinen Körper zu lassen.
Taichi hatte mittlerweile seine Weste geöffnet und strich sie ihm von den Schultern. Mit seinem Mund machte er sich
an Matts Hals zu schaffen, fuhr sanfte Linien mit der Zunge nach und und saugte an der weichen Haut.
Jetzt schloss der junge Sänger erst seine Augen und versuchte den Moment zu genießen.
Der Stricher zog ihm langsam seinen Pullover über den Kopf und legte seinen Oberkörper frei. Sie sahen sich einen
kurzen Augenblick schweigend an, dann glitt Taichis Hand zu seiner Hose und griff zärtlich zu. Yamato musste leise
stöhnen und der andere lächelte zufrieden, bevor sich an der Hose zu schaffen machte, um sie ihm aus zu ziehen.

" Geh zum Bett. " sagte Matt nachdem der andere ihn entkleidet hatte. Und Tai gehorchte.
Er legte sich darauf und Matt kroch langsam auf ihn. Jetzt war Yamato es, der den anderen entkleidete. Als Tais Haut
zum Vorschein kam, wurde er immer erregter. Der junge Mann unter ihm war zwar ein wenig abgemagert, aber seine
Haut war der Wahnsinn. Sie war so zart und weich wie Seide. Sie schien im Gegensatz zum blassen Gesicht bronze
zu schimmern. Er küsste ihn, am gesamten Körper, während seine Haut immer wieder über die des anderen rieb.

Tai machte seinen Job gut. Er verschloss seine Gefühle, ließ nur das zu, was erlaubt war und Gefühle waren nicht
erlaubt. Allerdings gab es einige Freier, die so zärtlich waren, wie der Mann, der gerade über ihm lag und ihn ver-
wöhnte. Ihm entwich ein leises Stöhnen, konnte sich aber bremsen, um nicht mehr Gefühle an die Oberfläche
schwillen zu lassen.
Die beiden sahen sich an.Tai strich noch einmal über Yamatos Hals, über die makellose Brust und umfasste dann
seinen Schwanz. In langen Zügen massierte er ihn.
Der Blonde hielt es nicht mehr aus.

" Dreh dich um! " hauchte er erregt.
Taichi tat, wie ihm befohlen wurde und drehte ihm sein Hinterteil zu.
Matt nahm die Tube mit Gleitcreme, die der andere schon vorsorglich bereit gelegt hatte und gab sich eine großzügige
Portion auf seine Handfläche. Er verteilte die zähe Flüssikeit auf seinen Fingern.
Dann drang er langsam mit zwei Fingern ein.

Tai keuchte überrascht. Was machte der Mann da? Er bereitete ihn vor? Warum? Das machte keiner von seinen
Kunden! Aber die meisten gingen auch brutal mit ihm um. Dann wurde die Finger zurückgenommen. Er sah sich um.
Der Mann, dessen Namen er nicht mal kannte, zog sich gerade ein Kondom über, welches er auch bereitgelegt hatte.
Dann fühlte er, wie er angestupst wurde.
Ganz vorsichtig drang Yamato in ihn ein. Er wollte ihm nicht weh tun. Er schien ihn gut aufzunehmen, denn er gab
keinen Schmerzlaut von sich. Wahrscheinlich, weil es sein Job war.
Er hingegen atmete schon erregt und war nun auch vollkommen in ihn eingedrungen. Langsam bewegte er sich vor
und zurück. Er beschleunigte den Rhythmus.
In diesen Momenten war es für Tai immer schwer seine Gefühle zurückzuhalten. Er stöhnte. Es war so schwer dabei
die Kontrolle zubehalten. Dann umfasste der andere Mann auch noch seinen Schwanz und pumpte ihn im Einklang mit
seinen Stößen. Er stöhnte. Seine Arme gaben nach und sein Oberkörper sank auf die Matratze. Er konnte nicht mehr
und kam in Yamatos Hand. Matt fühlte das Zusammenziehen der Muskeln um seinen Penis und kam ebenfalls.
Es war gut. Es war einfach gut. Er zog sich aus ihm zurück und entfernte das benutzte Kondom von seinem Schwanz.
Tai drehte sich um und sah den Mann an mit dem er gerade geschlafen hatte. Matt sah ihn auch an. Ihre Augen trafen
sich und musterten sich einen Augenblick.
Irgendwie kam Tai die Silouette von diesem Mann bekannt vor, doch er konnte sie nicht zu ordnen, genau wie die
Stimme.
Yamato stand auf und zog sich wieder an. Tai beobachtete ihn immer noch, versuchte auf den Namen zu kommen.

" Wie heißt du überhaupt? " fragte er schließlich, nachdem er das Überlegen aufgegeben hatte.

" Yama...da, Akira Yamada ! " Er ohrfeigte sich innerlich, fast hätte er sich selbst verraten.
Tai nickte kurz, stand auf und zog sich ebenfalls an.
Yamato ging zur Tür und drehte sich nochmal um.

" Vielleicht sieht man sich ja mal wieder. " Er schob seine Sonnenbrille ein Stück nach unten, zwinkerte ihm zu und
lächelte.

" Bis dann! " sagte er, nachdem er die Tür geöffnet hatte, drehte sich aber nicht nochmal um, sondern winkte ihm
nur zu.

" Bis dann! " gab Taichi zurück und die Tür schloss sich wieder.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Eine Woche später: ein Uhr nachts!

Yamato machte sich wieder auf zu einem Streifzug durch den Bahnhof, diesmal aber schon mit einem bestimmten
Ziel. Der braunhaarige Mann hatte es ihm irgendwie angetan. Der Sex war in Ordnung und er war unkonventionell.
Im Bahnhof angekommen, wurde der junge Sänger überrascht: trotz der späten Uhrzeit war es noch relativ voll hier.
Er ließ seinen Blick umherschweifen. Ziemlich weit hinten stand der Mann, den er letzte Woche hier getroffen hatte.
Yamato ging schnurstracks auf ihn zu, blieb dann aber kurz vor seine Ziel stehen. Jemand war schneller als er.
Ein älterer Mann, etwa um die 40, stand vor Tai und unterhielt sich mit ihm. Dann gingen die beiden in seine
Richtung. Tai erkannte den Mann, den er letzte Woche bedient hatte, wieder und zögerte einen Moment, bevor er
weiter ging. Als er an ihm vorbei ging, sahen sie sich an. Taichi lächelte nur kurz, folgte dann weiter dem anderen.
Matt sah ihnen hinterher. So eine Mist! Jetzt hatte ihm irgendso ein alter Sack die " Beute " vor der Nase wegge-
schnappt!

" Verdammt! " grummelte er leise vor sich hin, ging zurück zum Ausgang.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Der nächste Tag: Mitternacht!

Matt ging wieder in den Bahnhof, verkleidet als Akira Yamada. Dort stand er, der junge Stricher mit den braunen
Haaren. Er war alleine. Diesmal ging er schnell auf ihn zu.

" Hallo! " sagte er ein wenig atemlos.

" Hi! " gab der andere zurück.

" Ich hab ja Glück, dass ich diesmal schneller war als die anderen. "

" Bist wohl gestern ein bisschen zu spät gekommen, obwohl, wenn du später noch mal hergekommen wärst, hätten
wir wahrscheinlich noch gesehen." sagte der Braunhaarige und lächelte.

" Ich hatte keine Lust so lange zu warten! " erwiderte Matt.

" Das gleiche wie letztes Mal? " fragte er.

" Nicht ganz, aber das können wir oben besprechen."
Die beiden verließen den Bahnhof.

~~~~~~~~~~~
Tai machte seine Sache gut. Wie er vorsichtig seinen Schwanz in den Mund nahm und ihn bearbeitete. Für das Geld
kam Yamato voll auf seine Kosten. Das Kondom verfälschte zwar etwas das Gefühl, aber das spürte der Blonde
kaum. Kurz bevor er kam. drückte er Tai von sich. Dann legte er sich auf ihn und drang vorsichtig in ihn ein. Schnell und
forciert brachten sie es zu Ende.
Der Sänger rollte sich von ihm herunter, seufzte zufrieden und entfernte das Präservativ. Er blieb neben ihm liegen. Tai
setzte sich auf und zog sich schon wieder an. Matt sah auf den ihm zugewandten Rücken. Langsam streckte er seine
Finger aus und berührte die weiche Haut. Tai drehte sich um.

" Wie alt bist du überhaupt? " fragte ihn der Sänger.

" Ich bin 20! " antwortete er.

// Nur ein Jahr jünger als ich.// dachte Matt.

" Wie lange machst du das hier schon? "

Tai überlegte kurz. " Seit ich 17 bin. "

Yamato schluckte. Seit drei Jahren schon verkaufte er seinen Körper an fremde Männer.
Tai drehte sich wieder um und zog sich weiter an.

" Wie lange willst du das noch machen? "

Der junge Stricher stoppte. Er wusste es selber nicht genau.

" Ich weiß nicht! Ich möchte es eigentlich nicht für immer machen, aber ich habe nichts außer dem hier."

" Wohnst du hier? "

" Jein! Das Zimmer hier wird mir nur gestellt, für die Kunden! "

" Wo wohnst du sonst? "

" Auf der Straße..." antwortete Tai leise. Warum fragte dieser Fremde ihn so viel.

In Yamato meldete sich gerade sein schlechtes Gewissen. Er hatte so viel Geld, wusste schon gar
ncht mehr, wohin damit und er saß hier auf dem Bett eines Bahnhofstrichers, der auf der Straße lebte
und sein Geld dabei verdiente, dass er sich von wildfremden Kerlen ficken ließ.
Wie gut hatte Matt es doch im Gegensatz zu ihm. Er drehte sich auf der Bettkante sitzend um, und sah zu Tai,
der auf der anderen Seite mit dem Rücken zu ihm saß. Sein Oberkörper war immer noch freigelegt.
Yamato begutachtete den Rücken und ihm fielen feine Narben auf. Es waren Striemen,wie von einer Peitsche die
über den gesamten Rücken verteilt waren. Hatte er nicht auch Sado- Maso in seinem Programm? Wie konnte
jemand so brutal mit einem anderen Menschen umgehen?
Dann wurde der Rücken von einem T- Shirt bedeckt.
Tai stand auf und wartete bis der Mann mit den " schwarzen " Haaren sich angezogen hatte.
Bevor Yamato ging, wandte er sich noch einmal an Tai.

" Hier! " sagte er und reichte ihm einen 50- Euroschein.

" Was soll ich tun? " fragte Tai und nahm den Schein entgegen.

" Nichts, das ist für dich. Als Trinkgeld sozusagen. "

Tai lächelte schwach. " Danke! " Er sagte nichts davon, dass sich sein Zuhälter das Geld unter den Nagel reißen
wird.

" Bis dann. " sagte Matt und lächelte.

" Bis dann. " wiederholte der Braunhaarige und lächelte zurück.

Dann verschwand der Sänger durch die Tür.

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Teil 1

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Er war der erfolgreichste Sänger Japans. 21 Jahre jung, blonde Haare, blaue Augen, gutaussehend, einen Millionenvertrag mit einem Plattenlabel, millionenfach verkaufte Singles, 3 Platinalben. Von den Medien hochgelobt für sein außerordentliches Talent, als arrogantes Arschloch abgestempelt. Die Leute, Massen und Fans liebten ihn. Er hatte alles was er wollte.
Fast alles!
Er war allein in seiner Welt aus Glanz und Glitter, wollte auch keinen an sich heranlassen.
Er hasste die nervigen Reporter, die ihn immer mit denselben Fragen löcherten, er hasste die Leute, die ihn auf der Straße ansprachen und ein Autogramm von ihm haben wollten. Er hasste sein Leben.
Er war schon lange nicht mehr zufrieden mit seiner jetzigen Situation, dessen Ursprung wahrscheinlich seine sexuelle Unzufriedenheit war. Überall lauerten ihm diese Groupies auf. Früher fand er es ja ganz lustig. Er hatte jeden Tag eine andere von ihnen im Bett, oder auch mehr, aber mittlerweile nervetn ihn auch diese dämlichen Mädchen an, die tagtäglich seine Wohnungstür belagerten oder bei seinen Konzerten versuchten auf die Bühne zugelangen, um ihn abzuknutschen. Er hasste es, wenn sie ihre Kuscheltiere oder Strings auf die Bühne warfen und glaubten, irgendetwas damit bezwecken zu können. Er warf all das Zeugs hinter der Bühne in den Müll.
Die Frauen reizten ihn schon lange nicht mehr. Er versuchte es mit Männern, doch die Männer, die er kennenlernte waren genauso nervig, wie die Groupies. Ihm blieb nur noch eine Möglchkeit seine sexuellen Bedürfnisse zu befriedigen: das Strichermilieu.
Er rief sich Callboys in Hotels und ging in Edelbordelle, doch bald gingen ihm auch diese Möchtegern - Tunten, die nur Gucci hier, Dolche & Gabbana da im Kopf hatten, auf die Nerven. Außerdem waren ihm diese Männer viel zu gesprächig. Er hatte Angst, jemand könnte etwas über seine sexuellen Vorlieben erfahren.
Irgendwann schnappte er auf, dass sich auf dem Tokyoter Hauptbahnhof eine große Stricherszene entwickelt hatte.
Einen Versuch war es wert, dachte sich der junge Sänger.
Damit ihn niemand erkannte, stülpte er wie immer eine schwarze Perücke über seine blonden kurzen Haare, setzte sich ein Cappi ( mit dem Schirm nach hinten ) und eine dunkle Sonnenbrille auf. Dazu trug
einen roten Kapuzenpulli, darüber eine schwarze Daunenweste und eine Hose in camouflage. Er wollte nur nicht auffallen und nicht erkannt werden.Und los ging sein Streifzug durch die Nacht.

Es war kurz nach ein Uhr nachts. Im Bahnhof angekommen, ließ er sein Blick ersteinmal über das Geschehen streifen. Er hatte nicht gewusst, was ihn erwartete. Hier und da saßen oder vorzugsweise standen junge Männer, etwa in seinem Alter.Sie trugen abgenutzte Klamotten. Einige redeten mit Personen oder riefen den Passanten hinterher, die den Bahnhof durchquerten.
Yamato atmete einmal tief durch, dann setzte er sich in Bewegung. Er ging an einigen jungen Männern vorbei, die ihn intensiv musterten und ihn lasziv anlächelten. Er lächelte zurück, doch sein Blick hatte sich auf ein anderes Ziel gerichtet. Es war ein junger Mann, etwa so alt wie er. Er hatte braune Haare. Er trug eine schwarze Jacke, ein blaues T- Shirt und eine dunkelblaue Jeans. Die Kleidung sah aus, als hätte sie schon viel mitgemacht.
Als Yamato vor ihm stehen blieb, musterte ihn der Braunhaarige, mit den ebenfalls braunen Augen. Er war blass und sein Gesicht sah fahl aus. Der junge Mann lächelte.

" Hi ! " sagte er und stieß sich von der Wand ab, an der lehnte.

" Wieviel? " fragte Yamato. Er hatte keine Lust lange herumzu- diskutieren.

" Kommt drauf an was du möchtest? Standard: 100 Euro ( sorry Leute, weiß leider nicht de Umrechnungskurs für Yen, deshalb muss ich Euro nehmen ), Extras: 50 Euro, S/M 200 Euro. Kondom ist Pflicht! "

Yamato überlegte. " Wie heißt du überhaupt? " fragte er schließlich.

" Taichi! "

" Schöner Name! " Yamato lächelte.

" Danke! " antwortete Taichi und lächelte zurück.

" Gehen wir? " fragte der Sänger und nickte mit dem Kopf Richtung Ausgang.
Tai nickte und folgte ihm oder eher gesagt, er folgte Tai.

Sie gingen in eine dunkle Gasse. Der Braunhaarige blieb vor einem herabgekommenen Haus stehen und schloss die Tür auf. Sie gingen eine kleine, schmale Treppe aus Holz hinauf, bis in die oberste Etage. Taichi ging zur rechten Tür und öffnete sie. Sie kamen in einen Raum, der etwa 15 Quadratmeter groß war. Links stand ein mit dem
Kopfende zur Wandgerichtetes Bett. Es war breit, hatte einen Metallrahmen und war mit einem schwarzen Laken bezogen. In der Wand,die der Tür gegenüber lag, war ein Fenster eingelassen, dass mit einem weinrotem Rollo zugezogen war. Auf der rechten Seite. Waren zwei Türen, beide geschlossen. Es lagen ein paar Sachen herum:
Anziehsachen,wenn man das so nennen konnte, Sexspielzeug und Kondome. Es sah so heruntergekommen aus.
Dem Sänger war etwas mulmig im Bauch. Worauf hatte er sich nur eingelassen?

Der junge Stricher schloss die Tür und kam zu ihm herüber.

" Also, wie möchtest du´s haben? " fragte er und sah ihn lasziv an.

" Standard. " antwortete Yamato trocken.

" Aktiv oder lieber passiv? "

" Ich bevorzuge es der aktive Part zu sein. "

" Bezahlung im Voraus! " sagte Taichi und streckte ihm seine Hand hin.
Yamato gab ihm das Geld.
Der Braunhaarige verschwand in einem der Nebenzimmer und kam gleich darauf wieder.
Er ging langsam auf Matt zu. Dann blieb er vor ihm stehen und nahm ihm vorsichtg Sonnenbrille und Cappi ab.
Zärtlich strich er über seine Haut und küsste ihn sanft auf die Wange.
Der Blonde beobachtete ihn dabei. Er musste verrückt sein, so einen Mann an seinen Körper zu lassen.
Taichi hatte mittlerweile seine Weste geöffnet und strich sie ihm von den Schultern. Mit seinem Mund machte er sich an Matts Hals zu schaffen, fuhr sanfte Linien mit der Zunge nach und und saugte an der weichen Haut.
Jetzt schloss der junge Sänger erst seine Augen und versuchte den Moment zu genießen.
Der Stricher zog ihm langsam seinen Pullover über den Kopf und legte seinen Oberkörper frei. Sie sahen sich einen kurzen Augenblick schweigend an, dann glitt Taichis Hand zu seiner Hose und griff zärtlich zu. Yamato musste leise stöhnen und der andere lächelte zufrieden, bevor sich an der Hose zu schaffen machte, um sie ihm aus zu ziehen.

" Geh zum Bett. " sagte Matt nachdem der andere ihn entkleidet hatte. Und Tai gehorchte.
Er legte sich darauf und Matt kroch langsam auf ihn. Jetzt war Yamato es, der den anderen entkleidete. Als Tais Haut
zum Vorschein kam, wurde er immer erregter. Der junge Mann unter ihm war zwar ein wenig abgemagert, aber seine Haut war der Wahnsinn. Sie war so zart und weich wie Seide. Sie schien im Gegensatz zum blassen Gesicht bronze zu schimmern. Er küsste ihn, am gesamten Körper, während seine Haut immer wieder über die des anderen rieb.

Tai machte seinen Job gut. Er verschloss seine Gefühle, ließ nur das zu, was erlaubt war und Gefühle waren nicht erlaubt. Allerdings gab es einige Freier, die so zärtlich waren, wie der Mann, der gerade über ihm lag und ihn verwöhnte. Ihm entwich ein leises Stöhnen, konnte sich aber bremsen, um nicht mehr Gefühle an die Oberfläche schwillen zu lassen.
Die beiden sahen sich an.Tai strich noch einmal über Yamatos Hals, über die makellose Brust und umfasste dann seinen Schwanz. In langen Zügen massierte er ihn.
Der Blonde hielt es nicht mehr aus.

" Dreh dich um! " hauchte er erregt.
Taichi tat, wie ihm befohlen wurde und drehte ihm sein Hinterteil zu.
Matt nahm die Tube mit Gleitcreme, die der andere schon vorsorglich bereit gelegt hatte und gab sich eine großzügige Portion auf seine Handfläche. Er verteilte die zähe Flüssikeit auf seinen Fingern.
Dann drang er langsam mit zwei Fingern ein.

Tai keuchte überrascht. Was machte der Mann da? Er bereitete ihn vor? Warum? Das machte keiner von seinen Kunden! Aber die meisten gingen auch brutal mit ihm um. Dann wurde die Finger zurückge-nommen. Er sah sich um.
Der Mann, dessen Namen er nicht mal kannte, zog sich gerade ein Kondom über, welches er auch bereitgelegt hatte.
Dann fühlte er, wie er angestupst wurde.
Ganz vorsichtig drang Yamato in ihn ein. Er wollte ihm nicht weh tun. Er schien ihn gut aufzunehmen, denn er gab keinen Schmerzlaut von sich. Wahrscheinlich, weil es sein Job war.
Er hingegen atmete schon erregt und war nun auch vollkommen in ihn eingedrungen. Langsam bewegte er sich vor und zurück. Er beschleunigte den Rhythmus.
In diesen Momenten war es für Tai immer schwer seine Gefühle zurückzuhalten. Er stöhnte. Es war so schwer dabei die Kontrolle zubehalten. Dann umfasste der andere Mann auch noch seinen Schwanz und pumpte ihn im Einklang mit seinen Stößen. Er stöhnte. Seine Arme gaben nach und sein Oberkörper sank auf die Matratze. Er konnte nicht mehr und kam in Yamatos Hand. Matt fühlte das Zusammenziehen der Muskeln um seinen Penis und kam ebenfalls.
Es war gut. Es war einfach gut. Er zog sich aus ihm zurück und entfernte das benutzte Kondom von seinem Schwanz.
Tai drehte sich um und sah den Mann an mit dem er gerade geschlafen hatte. Matt sah ihn auch an. Ihre Augen trafen sich und musterten sich einen Augenblick.
Irgendwie kam Tai die Silouette von diesem Mann bekannt vor, doch er konnte sie nicht zu ordnen, genau wie die Stimme.
Yamato stand auf und zog sich wieder an. Tai beobachtete ihn immer noch, versuchte auf den Namen zu kommen.

" Wie heißt du überhaupt? " fragte er schließlich, nachdem er das Überlegen aufgegeben hatte.

" Yama...da, Akira Yamada ! " Er ohrfeigte sich innerlich, fast hätte er sich selbst verraten.
Tai nickte kurz, stand auf und zog sich ebenfalls an.
Yamato ging zur Tür und drehte sich nochmal um.

" Vielleicht sieht man sich ja mal wieder. " Er schob seine Sonnenbrille ein Stück nach unten, zwinkerte ihm zu und lächelte.

" Bis dann! " sagte er, nachdem er die Tür geöffnet hatte, drehte sich aber nicht nochmal um, sondern winkte ihm nur zu.

" Bis dann! " gab Taichi zurück und die Tür schloss sich wieder.

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Eine Woche später: ein Uhr nachts!

Yamato machte sich wieder auf zu einem Streifzug durch den Bahnhof, diesmal aber schon mit einem bestimmten Ziel. Der braunhaarige Mann hatte es ihm irgendwie angetan. Der Sex war in Ordnung und er war unkonventionell.
Im Bahnhof angekommen, wurde der junge Sänger überrascht: trotz der späten Uhrzeit war es noch relativ voll hier.
Er ließ seinen Blick umherschweifen. Ziemlich weit hinten stand der Mann, den er letzte Woche hier getroffen hatte.
Yamato ging schnurstracks auf ihn zu, blieb dann aber kurz vor seine Ziel stehen. Jemand war schneller als er.
Ein älterer Mann, etwa um die 40, stand vor Tai und unterhielt sich mit ihm. Dann gingen die beiden in seine Richtung. Tai erkannte den Mann, den er letzte Woche bedient hatte, wieder und zögerte einen Moment, bevor er weiter ging. Als er an ihm vorbei ging, sahen sie sich an. Taichi lächelte nur kurz, folgte dann weiter dem anderen.
Matt sah ihnen hinterher. So eine Mist! Jetzt hatte ihm irgendso ein alter Sack die " Beute " vor der Nase weggeschnappt!

" Verdammt! " grummelte er leise vor sich hin, ging zurück zum Ausgang.

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Der nächste Tag: Mitternacht!

Matt ging wieder in den Bahnhof, verkleidet als Akira Yamada. Dort stand er, der junge Stricher mit den braunen Haaren. Er war alleine. Diesmal ging er schnell auf ihn zu.

" Hallo! " sagte er ein wenig atemlos.

" Hi! " gab der andere zurück.

" Ich hab ja Glück, dass ich diesmal schneller war als die anderen. "

" Bist wohl gestern ein bisschen zu spät gekommen, obwohl, wenn du später noch mal hergekommen wärst, hätten wir wahrscheinlich noch gesehen." sagte der Braunhaarige und lächelte.

" Ich hatte keine Lust so lange zu warten! " erwiderte Matt.

" Das gleiche wie letztes Mal? " fragte er.

" Nicht ganz, aber das können wir oben besprechen."
Die beiden verließen den Bahnhof.

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Tai machte seine Sache gut. Wie er vorsichtig seinen Schwanz in den Mund nahm und ihn bearbeitete. Für das Geld kam Yamato voll auf seine Kosten. Das Kondom verfälschte zwar etwas das Gefühl, aber das spürte der Blonde kaum. Kurz bevor er kam. drückte er Tai von sich. Dann legte er sich auf ihn und drang vorsichtig in ihn ein. Schnell und forciert brachten sie es zu Ende.
Der Sänger rollte sich von ihm herunter, seufzte zufrieden und entfernte das Präservativ. Er blieb neben ihm liegen. Tai setzte sich auf und zog sich schon wieder an. Matt sah auf den ihm zugewandten Rücken. Langsam streckte er seine Finger aus und berührte die weiche Haut. Tai drehte sich um.

" Wie alt bist du überhaupt? " fragte ihn der Sänger.

" Ich bin 20! " antwortete er.

// Nur ein Jahr jünger als ich.// dachte Matt.

" Wie lange machst du das hier schon? "

Tai überlegte kurz. " Seit ich 17 bin. "

Yamato schluckte. Seit drei Jahren schon verkaufte er seinen Körper an fremde Männer.
Tai drehte sich wieder um und zog sich weiter an.

" Wie lange willst du das noch machen? "

Der junge Stricher stoppte. Er wusste es selber nicht genau.

" Ich weiß nicht! Ich möchte es eigentlich nicht für immer machen, aber ich habe nichts außer dem hier."

" Wohnst du hier? "

" Jein! Das Zimmer hier wird mir nur gestellt, für die Kunden! "

" Wo wohnst du sonst? "

" Auf der Straße..." antwortete Tai leise. Warum fragte dieser Fremde ihn so viel.

In Yamato meldete sich gerade sein schlechtes Gewissen. Er hatte so viel Geld, wusste schon gar nicht mehr, wohin damit und er saß hier auf dem Bett eines Bahnhofstrichers, der auf der Straße lebte
und sein Geld dabei verdiente, dass er sich von wildfremden Kerlen ficken ließ.
Wie gut hatte Matt es doch im Gegensatz zu ihm. Er drehte sich auf der Bettkante sitzend um, und sah zu Tai,
der auf der anderen Seite mit dem Rücken zu ihm saß. Sein Oberkörper war immer noch freigelegt. Yamato begutachtete den Rücken und ihm fielen feine Narben auf. Es waren Striemen,wie von einer Peitsche die
über den gesamten Rücken verteilt waren. Hatte er nicht auch Sado- Maso in seinem Programm? Wie konnte jemand so brutal mit einem anderen Menschen umgehen?
Dann wurde der Rücken von einem T- Shirt bedeckt.
Tai stand auf und wartete bis der Mann mit den " schwarzen " Haaren sich angezogen hatte.
Bevor Yamato ging, wandte er sich noch einmal an Tai.

" Hier! " sagte er und reichte ihm einen 50- Euroschein.

" Was soll ich tun? " fragte Tai und nahm den Schein entgegen.

" Nichts, das ist für dich. Als Trinkgeld sozusagen. "

Tai lächelte schwach. " Danke! " Er sagte nichts davon, dass sich sein Zuhälter das Geld unter den Nagel reißen wird.

" Bis dann. " sagte Matt und lächelte.

" Bis dann. " wiederholte der Braunhaarige und lächelte zurück.

Dann verschwand der Sänger durch die Tür.

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Teil 2

So,ich weiß, die ersten beiden Teile sind gleich, aber ich kann einen davon irgendwie nicht löschen. entweder ich bin zu doof oder hier funktioniert was nicht und das regt mich echt auch ><...! Deshalb habe ich gestern auch nur den ersten Teil hochgeladen, weil ich sooooooooooo sauer war!
Jetzt aber wirklich Teil 2!

Dreams - Teil 2

Eine Woche später:
Es war kurz vor zehn, als Yamato alias Akira Yamada in den Bahnhof kam. Tai stand alleine an seinem Platz.
Der Sänger ging auf ihn zu. Tai sah ihn bereits von weitem und lächelte.

" Du bist früher da als sonst. " bemerkte er, als Yamato vor ihm stand.

" Ich weiß! " antwortete er und lächelte zurück.

Tai strich sich einige Strähnen aus dem Gesicht. " Gehen wir? " fragte er und wollte gerade Richtung Ausgang gehen, doch Matt hielt ihn auf.

" Darf ich dich einladen? Zum Essen? " fragte er vorsichtig.
Der junge Mann staunte nicht schlecht.

" ~Du~ willst ~mich~ zum Essen einladen? " Er lachte leise.
Yamato wurde rot. Hätte er das bloß nicht gefragt! Verlegen schaute er nach unten.
Tai bemerkte, dass er der andere verletzt war.

" Tut mir leid! Ich werde nicht so oft eingeladen und schon gar nicht zum Essen! Eigentlich kommen die Leute wegen anderen Dingen zu mir! " Er fasste Yamato an die Schulter und wollte ihn ansehen. " Akira " hob langsam den Kopf.

" Dann sollten wir jetzt wohl zu deinem Zimmer gehen. " sagte er trocken.

" Ich glaube es geht in Ordnung, wenn wir zusammen Essen gehen! " antwortete Tai und lächelte leicht.

Der Sänger versuchte ebenfalls zu lächeln, doch es gelang ihm nicht wirklich.

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Sie erreichten ein kleines japanisches Lokal in einer Seitenstraße. Es war fast leer. Die Bedienung wies sie zu zwei Plätzen in einer kleinen Nische. Der Kellner beäugte die beiden neuen Gäste und brachte ihnen dann die Speisekarte.
Sie suchten sich ein kleines Gedeck mit Reis, Fisch und Bambus aus.
Während sie auf das Essen warteten schwiegen sie. Nach einiger Zeit brach Tai die Stille.

" Weißt du, dass du der erste bist der mich zum Essen einlädt? " fragte er und lächelte den " schwarzhaarigen" an.
Yamato wusste nicht was er dazu sagen sollte, also sagte er nichts. Es war ihm immer noch peinlich, dass er Tai überhaupt gefragt hatte.
Sie schwiegen wieder. Die Bedienung brachte die Gerichte. Beide aßen ihre Portion.
Yamato war so flau im Magen, er brachte kaum etwas herunter. Er hatte sich zum kompletten Vollidioten gemacht.
Er traute sich nicht mal Taichi anzusehen.

" Warum bist du so still? " fragte der Braunhaarige schließlich.
" Ist es dir peinlich, weil du mich gefragt hast und ich gelacht habe? "
Yamato nickte nur.
Taichi atmete hörbar aus.

" Hör zu, die Leute kommen zu mir weil sie Sex haben wollen und nicht unbedingt weil sie mit mich einladen wollen!
Es ist ungewohnt Und es ist so persönlich! Normalerweise pflege ich nicht so einen Kontakt mit meinen Kunden.
Das ist mir eigentlich auch gar nicht erlaubt. Das hier ist ´ne Ausnahme. Verstehst du? "

" Eigentlich wollte ich ja auch alleine Essen gehen, aber ich dachte, bevor mir wieder jemand dich vor der Nase wegschnappt, hab ich lieber gefragt, ob du nicht mitkommen würdest."
Taichi lächelte. Er wusste, dass es nur eine Ausrede war, nahm es aber so hin.

Yamato bezahlte schließlich und sie verließen das kleine Restaurant.

Vor dem Haus, in dem Taichis Zimmer war, blieben sie stehen.
Yamato sah ihn an.

" Machst du eigentlich auch Echtküsse? "

Der junge Mann zögerte einen Augenblick. " Ja..., gehört mit zu den Extras. " sagte er dann. Tai hielt ihm einen 50- Euroschein hin und der Prostituierte begutachtete ihn.

" Jetzt? " fragte er unsicher.
Matt nickte.
Tai atmete tief durch, trat dann vor ihn und legte seine Lippen auf die von Yamato. Der stieß mit seiner Zunge gegen die fremden Lippen und bat, um Einlass. Tai öffnete vorsichtig seinen Mund. Er spürte die feuchte Zunge und die warme Mundhöhle und versuchte mit der anderen Zunge zu spielen. Doch der Mann mit den schwarzen Haaren
drückte ihn weg.

" Tu doch wenigstens so, als würde es dir gefallen. " bat er leise. Tai lächelte schwach.

" Tut mir Leid, ich kann nicht so gut küssen. " flüsterte er. " Behalt dein Geld! Der war umsonst. "
Yamato gab ihm das Geld trotzdem.

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Erschöpft lag er neben dem braunhaarigen Mann. Auch der war außer Atem. Tai hatte Matt geritten und sich dabei völlig verausgabt.
Der Blonde drehte sich zu ihm und streichelte ihn. Tai lächelte.

" Das war schön! " flüsterte Matt. Tai lächelte nur. Er setzte sich auf und zog sich an.
Yamato lag immer noch auf dem Bett. Er sah auf das Laken. Warum fühlte er sich von dem jungen Mann so angezogen, sie hatten doch nur Sex miteinander. Vielleicht, weil sie die kompletten Gegensätze waren.
Iregndwie mochte er Tai sehr. Mehr als das. Er hatte es ihm total angetan. Wie dumm er doch war sich in einen Mann zu verlieben, der für Geld mit ihm schlief.
Er fühlte sich noch schlechter. Er wurde aus seinen Gedanken gerissen.

" Willst du dich nicht anziehen? " fragte Tai ihn.
Matt sah auf und bemerkte, dass der andere bereits vollkommen angezogen war, er aber noch splitternackt.
Schnell zog er sich an. Tai baedankte sich noch für das Essen, dann verabschiedete sich der Blonde und verschwand.

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In den nächsten Wochen ging er immer öfter zu Tai. Sein Herz schlug bei jedem Mal heftiger, wenn er ihn sah.
Nach dem fünften Mal fragte er Tai, ob sie sich nicht in einem Hotel treffen wollten. Tai war einverstanden.
Sie nahmen fast jedes Mal ein anderes. Es waren immer kleine unauffällige Hotels. Tai sollte nicht wissen, dass er viel Geld hatte. Doch heute sollte sich das ändern.
Yamato war fest entschlossen Taichi sein wahres Ich zu offenbaren.

Sie hatten gerade miteinander geschlafen und Tai wollte sich wieder anziehen, als Yamato ihn aufhielt.
Die Decken wärmten die nackten Körper. Tai zog sich die eine wieder über seine Glieder, damit er nicht fror.
Draußen schneite es bereits.

" Was ist? " fragte er.

" Tai, ... ich weiß, du und ich, wir kennen uns nicht so gut und ich komme zu dir, um mit dir zu schlafen, aber was ist,.... wenn ich auch noch wegen etwas anderem... zu dir komme? "

Der Braunhaarige sah ihn verdattert an. " Wie meinst du das? "

" Ich... ich hab mich in dich verliebt, Taichi! " sagte er leise.

Der angesprochene lächelte beschämt. " Ich.. fühle mich geehrt, nur leider kann... und darf ich nicht die selben Gefühle für dich aufbringen. Es tut mir leid! "

Yamato hatte damit gerechnet. Es war an der Zeit alles zu sagen!

" Kannst du ein Geheimnis für dich behalten? " fragte er.

" Ich weiß nicht, ob ich unbedingt die richtige Person dafür bin, der man Geheimnisse anvertraut! "

" Kannst du´s? "

" Ich denke schon! " Tai sah Yamato verwirrt an.
Yamato zögerte erst, dann schluckte er, sah Taichi an und nahm sich die Perücke ab. Seine blonden kurzen Haare kamen zum Vorschein.
Tai schluckte. Das war nicht wahr, oder? Jetzt wusste er auch woher
er die Silhouette kannte. Er hatte schon öfters Fotos von ihm in Zeitungen gesehen, die er aus Mülleimern fischte. Überall hingen Plakate von ihm und in den Fernsehern in Kaufhäusern liefen seine Videos rauf und runter.

" Du kennst mich, oder? " fragte Yamato.
Taichi schüttelte den Kopf und sprang aus dem Bett. Er suchte schnell seine Sachen zusammen und zog sich an.
Er sah wieder zu Matt. Der beobachtete ihn.
Er hatte das Gefühl nicht mehr atmen zu können.
Er wollte gehen, doch Yamato hielt ihn auf.

" Bitte warte...! "

" Was willst du von mir? Willst du mich verarschen? Was ist das hier " Versteckte Kamera " ? " er schrie.

" Taichi, bitte, beruhige dich..."

" Ich soll mich beruhigen? Wochenlang werde ich belogen und dann kommt heraus, das Yamato Ishida dahintersteckt? Und da soll ich mich beruhigen? Was willst du wirklich von mir? Warum kommst du zu mir? Zu
mir: einem kleinen miesen Bahnhofsstricher, der auf der Straße lebt und sein Geld durch´s Ficken verdient? "
Er weinte.
" Was soll das? Hast du etwa nicht genug Geld, um dir was besseres als mich zu leisten?
Du kannst doch alles haben, was du willst? Und dann behauptest du auch noch, du hättest dich in mich verliebt?
Du kennst mich doch überhaupt nicht? Wie kannst du sowas sagen? " Die Tränen erstickten seine Stimme.
Yamato stand hilflos da. Was sollte er denn tun? Es war doch die Wahrheit.

" Ich konnte es dir nicht früher sagen, bitte versteh das doch! " Yamato war verzweifelt.
Tai schüttelte einfach nur den Kopf, konnte nichts mehr sagen.

" Bitte geh jetzt nicht! "
Er hielt Taichi fest. Der blieb einfach nur stehen. Die Tränen liefen immer noch.

" Lass mich bitte los! " sagte er leise.
Der Blonde gehorchte.

" Ändert es die Beziehung zwischen uns, nur weil ich ich bin? " fragte er Tai.
Der junge Mann sah ihn an. Er wusste nicht, was er sagen sollte.
Natürlich änderte es die Beziehung nicht, es war ja schließlich " nur " eine rein " geschäftliche".
Langsam schüttelte er den Kopf.

" Sehen wir uns wieder? " fragte Matt schließlich.

" Das weiß ich nicht, es hängt von ihnen ab, ob ich dir weiterhin diesen Dienst erweisen soll! " gab er als Antwort und verschwand durch die Tür.
Yamato blieb alleine zurück.

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Es war eine kalter Morgen. Der Wetterbericht sagte Temperaturen bis zu 10 minus voraus.
Tai saß im Bahnhof auf einer Bank udn versuchte sich durch Reiben der Arme zu wärmen. Er konnte die letzte Nacht nicht vergessen. Immer wieder erschien das Bild von dem Sänger in seinem Kopf, wie er ihm seine Liebe gestand und sich ihm offenbarte. Er war zwar nicht der erste, der ihm sagte, er hätte sich in ihn verliebt, aber das hier war schon etwas anderes.
Tai wurde einfach nicht damit fertig, dass die ganze Zeit über Yamato Ishida zu ihm kam.

" Hi! " jemand stand vor ihm. Er schrak auf.
Er sah den Jemand an und atmete erleichtert aus.

" Hi!" gab er müde zurück. Es war Yoshi, ein weiterer Prostituierter. Er war zwei Jahre jünger als Tai.
Yoshi setzte sich neben ihn auf die Bank. Er trug nur ein T- Shirt und eine Jeans und sah völlig ausgehungert aus.
Seine Augen waren rot unterlaufen und unter seinen Augen waren tiefe Ränder. Er war ganz blass. Seine Lippen fast lila und er zitterte.
Tai sah auf seine freigelegten Arme, sah die vielen Einstiche, unter ihnen auch frische. Yoshi war drogenabhängig und spritzte sich mehrmals täglich Heroin. Das Geld dafür verdiente er auf dem Strich. Doch das war nicht genug. Er klaute nebenbei noch.

" Das Zeug bringt dich irgendwann nochmal um! " sagte Tai.

" Ich weiß, aber ich kann nicht aufhören! ...Wo warst du gestern? Honda hat sich " Sorgen " gemacht! "
Tai sah ihn traurig an. Er konnte ihm nicht die Wahrheit sagen. Er wollte gestern Abend einfach nicht " arbeiten ".
Dafür war sein Kopf zu voll.
Yoshi sah ihn mitleidig an. " Hat dich jemand vergewaltigt? " fragte er vorsichtig.
Tai schüttelte den Kopf.

" Nein, ich hatte einfach keine Lust. "

" Das wird ganz schön Ärger geben, wenn nicht genug Geld in die Kasse kommt."

" Das ist egal. " sagte Tai gleichgültig.
Yoshi sagte nichts mehr. Sie schwiegen lange.
Tai dachte über seine Zukunft nach, die keine war, er wollte einfach nur weg von hier. Ganz weit weg.

" Wünscht du dir manchmal jemand anderes zu sein? " fragte Tai schließlich.

" Ja ! " sagte Yoshi und grinste. " Ich wäre gerne mal dieser Sänger, wie heißt er doch gleich? "

" Yamato Ishida! " warf Tai ein.

" Genau der! Der hat so viel Geld. Ich würde jedem von uns Essen und eine Wohnung geben, damit wir alle hier wegkommen. Dann würde ich ´ne Therapie machen. "
Tai sah auf den Boden. Wenn Yoshi wüsste, was der Sänger in seiner Freizeit tat.
Er dachte wieder an gestern Abend, dachte an Yamato. Wie konnte der sich in ihn verlieben. Er hatte doch nichts, außer seinem Körper, dass er ihm bieten konnte.

" Taichi, hey, nicht einschlafen. " Yoshi schüttelte ihn. Tai sah auf Yoshi dann in den Bahnhof. Jemand kam auf sie zu.

" Shit! Da kommt Sadamoto! " zischte Tais Freund.

" Scheiße! " dachte er.
Der Mann blieb vor ihm stehen. " Hallo Taichi, schön, dass du dich auch mal wieder blicken lässt! " sagte der Mann mit kalter Stimme.
" Du kannst gleich mal mitkommen, der Boss hat sich schon Sorgen um dich gemacht."

Tai sah hilflos zu Yoshi. Der sah ihn mitleidig an.
Der Mann fasste ihn am Arm und zog ihn mit sich.

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Sie kamen zu einem kleinen Raum. Der Mann drückte Taichi durch die Tür. Der Braunhaarige rieb sich seinen Arm, wo der Mann zugepackt hatte. Es tat weh.

" Wo warst du gestern Nacht? " fragte eine dunkle, rauhe Stimme.
Tai schluckte.
Ein Mann in schwarz kam auf ihn zu. Der lange weite Mantel überspielte die kräftige Figur. Die langen, fast silbernen Haare waren zu einem Zopf nach hinten gebunden. Es war Honda, sein Zuhälter.
Er fasst Tai an sein Kinn, damit der ihn ansah.

" Ich.. ich...! " stotterte der junge Stricher. Er hatte Angst und seine Knie zitterten.

" Warum hast du solche Angst? Hat man dir wehgetan? " fragte er sanft.
Tai schüttelte den Kopf.

" Ich wollte gestern nicht arbeiten..." sagte er zögerlich. Sein Herz raste. Honda zog seine Stirn in Falten und sah Tai eindringlich an.

" Du wolltest gestern nicht arbeiten? Wer erlaubt dir zu entscheiden, ob du arbeiten willst oder nicht? "
sagte der Mann bedrohlich.

" Ich... mir ging es gestern nicht so gut...! " stotterte Taichi.

" Und warum kommst du vorher nicht zu mir? "

" Ich... ich hab nicht dran gedacht....Es tut mir leid! " seine Beine zitterten unweigerlich heftiger. Er wusste nicht, was für eine Strafe ihn erwarten würde. Er hatte Angst, so furchtbare Angst.
Honda kam mit seinem Gesicht ganz nah an das des Braunhaarigen.

" Ich hoffe, dass das nicht nocheinmal vorkommt! " sagte er und rammte ihn sein Knie mit voller Wucht in den Unterleib.
Taichi stöhnte auf vor Schmerz und brach, die Hände um seinen Bauch haltend, zusammen.

" Schafft ihn weg! " sagte Honda mit einer winkenden Handbewegung und der junge Mann wurde von zwei Männern, die ebenfalls im Raum waren nach draußen gezerrt. Sie schubsten ihn von sich weg und Taichi stürzte in den kalten Schnee.

Er keuchte. Sein Unterleib und seine Lenden schmerzten fürchterlich. Tränen verschwammen seine Sicht.
Leise tropften sie in den weißen Schnee. Der 20- jährige rang nach Luft. Die kalte Luft ließ ihn erzittern.
Er versuchte aufzustehen. Langsam richtet er sich auf, die Hände noch immer um seinen Unterleib haltend.
Er dachte unweigerlich an den Sänger, der ihm die ganze Scheiße jetzt eingebrockt hatte.
Taichi wünschte sich ihn nie wieder zu sehen.

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Yoshi und Taichi saßen auf einer Parkbank.
Die Temperaturen waren mittlerweile wieder etwas zurückgegangen. Tai hatte Yoshi ein paar wärmere Klamotten von ihm geliehen.
Der Braunhaarige hatte etwas zu Essen gekauft, das sie sich jetzt teilten. Yoshi hatte sein gesamtes Einkommen bereits für Drogen wieder ausgegeben.
Sie aßen ihre Mahlzeit schnell, hatten Angst jemand würde es ihnen wegnehmen.
Anschließend unterhielten sie sich noch ein wenig. Der Braunhaarige holte aus einem nebenstehenden Mülleimer eine weggeworfene Zeitung. Er schlug sie auf. das erste was ihm entgegen stach, war ein Bild von Yamato Ishida.
Es war Werbung für eine CD von ihm. Tai schluckte, wollte weiter blättern, tat es dann aber doch nicht.
Er besah sich das Bild.
Warum kam so ein reicher Mann zu ihm? Und warum verliebte sich so einer ausgerechnet in ihn? Er bemerkte nicht, dass Yoshi sah, wie er die ganze Zeit Yamatos Bild anstarrte.

" Sag mal, was guckste denn da? " fragte er und versuchte mit in die Zeitung zu sehen.
" Yamato Ishida? Mann, der Typ muss richtig Kohle haben! Warum ist die Gesellschaft eigentlich so verdammt ungerecht? Der hat Geld wie Heu und wir? Wir müssen sehen wie wir durchkommen? Sitzen am untersten Rand der Gesellschaft! Der könnte Leuten wie uns echt was von seinem Vermögen abgeben, der hat ja genug!
Ich wette, der ist genau so arrogant, wie die Presse immer behauptet! "

" Woher willst du das wissen? Du kennst ihn doch gar nicht. " sagte Tai beiläufig, während er zur nächsten Seite blätterte.

" Kann irgendjemand das Gegenteil beweisen? Nein! "
Tai schwieg. Er wusste irgendwie, dass Yamato nicht so war, wie er sich gab. Nur warum er es doch tat, wusste er nicht.
Er hatte ihn schon seit ein paar Tagen nicht mehr gesehen, genau genommen, seit dem Tag an dem er sich ihm offenbarte.
Insgeheim hoffte er jeden Abend, dass der Sänger doch zu ihm kam.

~~~~~~~

Am selben Abend:
Es hatte wieder angefangen zu schneien. Taichi stand mit den anderen Strichern im wenig gefüllten Bahnhofsgebäude.
Er zitterte. Tai sah zum Ausgang und sah eine ihm wohlbekannte Person. Sein Herz fing unweigerlich an schneller zu schlagen.
Seine Haltung wurde lockerer. er beobachte jeden Schritt von Yamato, den er auf ihn zu machte.
Der Sänger blieb vor ihm stehen.

" Hallo Tai. " sagte der Blonde leise. Er war wieder als Akira Yamada verkleidet.

" Hallo..." sagte Taichi leise zurück.

" Kommst du mit? " fragt Yamato und ging Richtung Ausgang. Tai folgte ihm schweigend.

~~~~~~~~~~~~~~~~~Ende Teil 2~~~~~~~~~~~

 

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Teil 3

~~~Dreams- Teil 3~~~~~~~~~~

Taichi und Yamato gingen nicht wie gewöhnlich zu einem Hotel, diesmal gingen sie zu einem riesigen und
vor allen Dingen teuren Appartmentkomplex. Sie gingen hinein und fuhren mit dem Aufzug bis ins oberste Stockwerk.
Dort befand sich nur eine Tür.
Yamato schloss sie auf.
Er bat Tai einzutreten.

" Ich hoffe, du hast nichts dagegen, wenn wir zu mir gehen? " fragte Matt.
Taichi war unfähig zu sprechen.

Der Braunhaarige betrat den Raum. Sein Atem stockte. Er befand sich in einem riesigen Zimmer, das mit einer eleganten Sitzgarnitur auf der linken Seite, einem 50 Zoll Plasma- Fernseher auf der rechten Seite
und einer Fensterfront gerade durch vom Boden bis zur Decke ( Anm. d. A.: Ich hoffe, ihr wisst wie´s gemeint ist, statt Wand halt Fenster ) mit einem atemberaubenden Blick auf das nächtliche Tokyo.
Alles war in einem eierschalfarbenem Ton gehalten.
Tai ging zum Fenster und schob die fast durchsichtigen Vorhänge ein wenig zur Seite. Sie waren aus feinster Seide. Er warf einen Blick nach draußen. Ihm wurde schwindelig. Wie hoch mochte es hier wohl
sein? Der Braunhaarige trat einen Schritt zurück und zog die Vorhänge wieder zu. Er besah sich den Raum, trat näher an die Wände heran, um sich Yamatos Auszeichnungen anzugucken, die dort hingen.
Dann sah er wieder zurück auf Yamato.

" Hier wohnst du? " fragte er leise.
Yamato hatte sich mitlerweile die Perücke abgenommen und sich seiner Weste und Sonnenbrille entledigt.

" Ja, das ist mein Zuhause! " sagte Matt sanft.
Taichi sah sich wieder um. Er konnte immer noch nicht fassen, wo und mit wem er sich hier gerade befand.
Er fühlte sich so unwohl hier, denn es war so gar nicht seine Welt.
Der Blonde bemerkte seine Unsicherheit.

" Möchtest du was Trinken oder Essen? "
Tai schüttelte langsam den Kopf.

" Bitte setz´dich. " bot Matt ihm an und wies auf die Sitzgarnitur.
Tai nahm einen von den kleineren Sesseln, während sich Matt auf das große ausladende Sofa setzte.
Sie sahen sich lange einfach nur an.

" Warum verliebst du dich in jemanden wie mich? Du kennst mich doch gar nicht! " sagte Taichi schließlich.
Der Sänger wusste selbst keine Antwort darauf.

" Ich weiß nicht. Du bist irgendwie was Besonderes. "
Der 20- jährige lachte spöttisch.

" Ich bin nichts Besonderes! Sieh mich an: ich kämpfe jeden Tag um mein Leben, ich muss Angst haben, dass ich genug Geld bekomme, um mir überhaupt etwas zum Essen leisten zu können. Du bist etwas Besonderes.
Du hast eine Gabe bekommen und benutzt sie. Ich hab deine Lieder gehört, sie sind wunderschön. Verschwende dich nicht an jemandem, wie mich. " sagte er ruhig.
Yamato antwortete nichts. Seine Worte hatten ihn verletzt. Warum sagte er so etwas über sich? Er war doch der wunderbarste Mensch, der ihm jemals begegnet war.
Er stand auf und zog Taichi aus dem Sessel, um ihn an sich zu drücken. Der Braunhaarige ließ es einfach geschehen. Starke Arme legten sich um den schmalen, ausgehungerten Körper.Tai rührte sich nicht.
Matt legte seinen Kopf in die Halsbeuge des Braunhaarigen und inhalierte dessen Geruch. Tränen liefen über seine Wangen.
Taichi spürte, wie Flüssigkeit seinen Hals hinablief. Vorsichtig legte er seine Arme um den Körper des Anderen.
Er begann Yamatos Hals zu küssen, die Stelle, wo sich Hals und Schulter traf, sog leicht an der zarten Haut.
Langsam wanderte er mit seinen Händen nach vorne und knöpfte vorsichtig das dunkle Hemd auf.
Der Sänger drückte ihn weg. Er sah ihm unsicher in die Augen.
Matt brachte keinen Ton heraus. Was tat Tai da?
Tai sah ihn hilflos an. Was machte er da? Es war irgendwie Reflex auf Yamatos Umarmung, die Tränen.
Sie standen da, schweigend, wussten nicht, wie sie miteinander umgehen sollten, sahen sich an.
Yamatos Tränen waren versiegt. Er hob seine rechte Hand und streichelte sanft über die Wange des Prostituierten.

Tai schloss die Augen bei der einfachen, aber zärtlichen Berührung, ließ es auf sich wirken, spürte eine brennende Spur unter den Fingern, die ihn berührten.
Sein Herz fing an zu klopfen. Das letzte Mal wo er so etwas gefühlt hatte, war vor drei Jahren, bevor er auf den Strich ging.
Diese Gefühl, dass er verbannen wollte, weil es ihn dorthin gebracht hatte, weil es so grausam und gleichzeitig so wunderschön war. Ein Gefühl, das er alleine schon wegen seiner " Arbeit " nicht zulassen durfte. Er würde Ärger bekommen, vielleicht sogar schlimmer, so wie damals, als sich alle von ihm abwendeten. Er wollte nie mehr dieses
Gefühl haben und jetzt kroch in ihm hoch, kam langsam aus seinem Versteck und klammerte sich um sein Herz.
Eine seltsame Wärme durchflutete seinen Körper.
Er erzitterte.
Langsam öffnete er die Augen und sah in die blauen warmen, die der Person gehörten, die ihm gegenüber stand.
Jemand, der zu ihm kam und ihn bezahlte, um seine Lust zu stillen. Jemand, dem die Welt zu Füßen lag.
Jemand der ihm sagte, er hätte sich in ihn verliebt. Jemand, der die schönsten Augen auf der ganzen Welt hatte.

Taichi hob ebenfalls seine Hände und ließ sie über die Wangen des Blonden streichen, spürte die warme zarte Haut unter seinen Fingerspitzen.
Sein Puls raste.

Yamato war irritert. Tais Gesichtsausdruck hatte sich so plötzlich verändert. Irgendetwas war auf einmal zwischen ihnen, dass die Luft zum Knistern brachte.
Er spürte die weiche Hände von Taichi auf seinen Wangen, schloss die Augen und schmiegte sich ihnen entgegen. Ein vorwitziger Daumen strich über seine geöffneten Lippen und er küsste ihn zärtlich.
Matt öffnete seine Augen wieder, sah Taichi an. Ihre Blicke trafen sich, verschmolzen.
Was geschah da zwischen ihnen?
Langsam kamen sie sich näher, schlossen die Lücke zwischen sich immer weiter.
Irgendwann waren ihre Gesichter nur noch ein paar Zentimeter von einander entfernt.
Tai spürte den warmen Atem Yamatos auf seinen Lippen. Er bewegte seinen Kopf noch ein kleines Stückchen nach vorne und berührte das Gesicht des Blonden vorsichtig mit seiner Nasespitze. Zärtlich
streichelte er damit die weiche Haut, schloss die Augen und atmete den wohlriechenden Duft des Sängers ein.
Er war ganz ruhig, doch gleichzeitig raste sein Herz in seiner Brust.
Der Blonde hatte ebenfalls die Augen geschlossen. Er genoss und wartete ab, was der andere tat.
Er hatte Taichi noch nie so nah bei sich gespürt, auch wenn sie schon öfters miteinander geschlafen hatten.
Vorsichtig, ganz vorsichtig suchte Matt mit seinem Mund nach Tais, fand ihn, berührte die zarte Lippen mit seinen eigenen. Taichi ließ ihn, ließ den Kuss geschehen.
Ganz langsam vereinigte sich ihre Lippen, ließen ihre Zungen kurz in den Mund des anderen gleiten, schmeckten ihn.
Tränen sammelten sich in den Augen des jungen Strichers, während sie sich so zärtlich küssten, entkamen und benetzten die Wangen. Er drückte Yamato vorsichtig weg, sah ihn an und weinte.

" Es tut mir Leid... " sagte er leise, ging einige Schritte zurück, sah Matt noch ein letztes Mal an, drehte sich um und verschwand durch die Tür.

Yamato hielt sich zurück ihm hinterher zu laufen. Er ließ es zu, dass Tai ging. Er musste ihn gehen lassen.

~~~~~~~~~~~~~~~

Tai rannte so schnell er konnte. Er wusste nicht wohin, aber das war im Moment egal. Aber wie durch eine Geisterhand wurde er in Richtung Hauptbahnhof gelenkt. In einer kleine verdeckten Nische stoppte er.
Weinend rutschte er mit dem Rücken zur Wand auf den Boden. Er versteckte sein Gesicht in den Händen.
Die Gedanken rasten durch seinen Kopf, umkreisten alle Yamato.
Warum hatte er gerade den Kuss zugelassen?
Warum war dieses Gefühl da? Er wollte es nicht haben, nie mehr! Es hatte ihm nur Scheiße eingebracht.
Aber es war so schön und es war so verdammt grausam!
Taichi schluchzte heftiger. Die Tränen liefen unaufhaltsam über seine Wange.

" Warum Yamato, warum kannst du nicht dieses arrogante Arschloch sein, von dem den Zeitungen immer sprechen? Warum musst du ~so~ sein? "
Seine Lippen brannten noch von Matts Kuss. Der süße Geschmack des Sängers war noch in seinem Mund.
Er spürte noch jede einzelne Berührung von ihm auf seiner Haut.
Warum ging das nicht zurück? Er wollte das nicht und gleichzeitig wollte er es doch. Aber er konnte nicht!
Er durfte nicht! Warum hätten sie sich nicht unter anderen Umständen kennenlernen können? Warum nicht in einem anderen Leben?
Sein Herz hämmerte gegen seine Brust, pochte wild in seinem Hals und schnürte ihn zu. Die Tränen erstickten ihn fast.
Yamato war so liebevoll und so zärtlich zu ihm gewesen.
Tai hatte sich in ihn verliebt. Er hatte sich in einen Mann verliebt, den er kaum kannte. Er wusste nicht was er tun sollte.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Ein paar Tage später begab sich Yamato wieder in den Bahnhof. Er glaubte, dass jetzt der richtige Zeitpunkt sei. Er vermisste Taichi so sehr. Er sah ihn schon von weiten. Taichi sah ihn nicht. Matt ging auf ihn zu. Vor ihm zum Stehen gekommen, sah der Braunhaarige langsam auf.

" Hallo! " sagte er traurig.
Yamato sah kritisch in sein Gesicht. Tai sah anders aus. So kaputt, also noch müder als sonst.
Er streichelte über sein Gesicht.

" Hey, was ist los? " fragte er besorgt.
Taichi versuchte sich der Hand zu entziehen.

" Nichts. "

" Wenn es wegen dem Kuss ist...." sagte der Sänger leise.

" Es ist nicht wegen dem Kuss! Lass uns gehen! " sagte er und ging voraus. Yamato folgte ihm.

~~~~~~~

Sie gingen wieder zu Matts Wohnung.
Tai hatte einen Entschluss gefasst. Er würde ihm sagen müssen, wie seine Situation war und dass es mit ihnen nicht funktionieren würde....

" Schön dich wieder zu sehen, Tai! " sagte der Sänger sanft. Tais Herz schlug augenblicklich schneller, aber es musste jetzt raus.

" Yamato, zwischen uns wird nie mehr sein als Sex. Es geht nicht. "
Der Blonde schluckte, als er das so plötzlich an den Kopf geworfen bekam.
Er wendete seinen Blick von ihm ab.

" Ich hab´s mir gedacht. " Er füllte sich ein Glas Wasser ein, das in einer Art Karaffe auf dem Glastisch vor der Sitzgarnitur stand. Er zog seine Weste aus und legte sie auf einen der Sessel. Dann nahm er die Sonnenbrille und die schwarze Perücke ab.
Taichi sah zu, wie die blonden kurzen Haare ( Anm. d. A.: der Yamato, der in meinen Geschichte vorkommt, hat die Frisur, die er in der 1. Staffel hatte. Mit langen Haaren sieht er nämlich einfach zum K... aus. ) freigelegt wurden, wie sich der schöne helle Nacken nach vorne bog und die langen schlanken Finger durch das Haar fuhren.
Wie schön er war!
Langsam breitete sich wieder diese Wärme in seinem Körper aus. Sein Herz pochte wild. Es war falsch was er gerade zu ihm gesagt hatte, aber die Beziehung würde nicht gut gehen, alleine schon wegen dem, was er nachts auf dem Bahnhof tat, tun musste. Er kam dort nicht so einfach weg.

" Warum bist du dann mit mir gekommen? " fragte Yamato plötzlich.
Taichi wusste nicht so recht was er antworten sollte.

" Naja, weil du zu mir gekommen bist und ich dachte, dass... " Er schwieg. Yamato hatte überhaupt nicht gesagt, was er wollte. Sie waren einfach los gegangen. Er wurde rot. Er war so dumm, so furchtbar dumm. Ihm war schlecht. Yamato sah ihn an. Er ging zu ihm herüber. Taichi sah vorsichtig zu ihm hoch. Ihre Blicke trafen sich und sein Herz begann zu rasen. Er dachte an die zärtlichen Berührungen des Blonden. Er wollte ihn spüren. Warum musste da diese Kluft zwischen ihnen sein?

" Warum bist du mitgekommen? " fragte Matt sanft.

Es brachte nichts mehr zu lügen. " Weil ich bei dir sein wollte. " flüsterte Taichi ganz leise.
Yamatos Herz pochte schnell. Wie gerne wollte er das hören.
Die beiden sahen lange schweigend an, warteten die Reaktion des Anderen ab, bevor sich ihre Gesichter näherten und sich ihre Lippen zu einem Kuss begegneten. Fast gleichzeitig legten sie ihre Arme um den Körper des anderen, ihre Augen fest geschlossen, ihre Lippen aufeinander gepresst. Sie küssten sich leidenschaftlich, ließen ihre Zungen auf Wanderschaft, erforschten jeden Winkel des anderen Mundes. Zärtlich knabberte Tai an Yamatos Unterlippe, saugte vorsichtig daran und entlockte dem Sänger eine sanftes Stöhnen, bevor er den Mund wieder in Besitz nahm.
Von wegen Taichi konnte nicht küssen! Yamato schmolz dahin. Er wollte sich nie wieder von ihm trennen.
Es war so schön und sein Liebster schmeckte so gut.
Atemlos trennten sie sich dann doch von einander.

" Du Lügner. " sagte Yamato und lächelte Tai an, nur um ihn ein weiteres Mal zu küssen, noch leidenschaftlicher als zuvor.
Der Braunhaarige löste seine Lippen von Matts, die Augen immer noch geschlossen.

" Es wird trotzdem nicht einfach werden mit ´ner Liebesbeziehung! " Er küsste ihn wieder.

" Wir brauchen´s doch keinem sagen." sagte Yamato zwischen den Küssen und Taichi grinste ihm gegen die Lippen. Er wusste, dass es in Wirklichkeit nicht so einfach war, doch ließ er es für jetzt so sein. Er war glücklich wie schon lange nicht mehr und er wusste nicht, wie lange diese Glück anhalten würde.

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Yamato lag auf ihm, war bereits in ihn eingedrungen. Taichi umklammerte ihn wie ein Ertrinkender. Es fühlte sich so schön an. Dieses Gefühl von Yamatos Nähe, sein Körper, sein Geruch, all das machte ihn glücklich. Er fühlte sich so geborgen, nicht ausgenutzt oder benutzt. Er ließ alle Gefühle zu, die er sonst verschließen musste.
Matt bewegte sich langsam in ihm. Taichi strich über die seidenweiche Haut, als würde es das erste Mal sein, dass er sie berührte. Er stöhnte leise im Rhytmus zu Yamatos Stößen.
Der Sänger suchte blind nach Taichis Mund. Ihre Lippen trafen sich und verschmolzen zu einem leidenschaftlichen Kuss.
Matt steigerte langsam sein Tempo und Taichi stöhnte immer lauter. Er stieß ihn vor und zurück, ließ ihn alles vergessen. Ein heißer, quälender Mund senkte sich auf seine Haut und verbrannte sie, saugte fest daran und hinterließ dunkle Flecken. Er keuchte gegen sein Ohr, immer heftiger. Der Braunhaarige hatte die Augen fest geschlossen. Yamatos Lippen fanden wieder die seinen und erstickten das laute Stöhnen.
Die Gefühle rasten durch Taichis Körper. Er kochte und schrie nach Erlösung. Matt stieß mittlerweile so heftig zu, dass es weh tat, doch er wollte mehr, immer mehr. Es fühlte sich so gut an.
Er bewegte sich ihm entgegen, griff hinter sich an die Stange, die am Kopfende des Bettes befestigt war. Jeder Muskel, jede Faser in seinem Körper war bis auf´s äußerste angespannt. Yamato, über ihn gestützt, die Arme rechts und links von seinem Körper, öffnete langsam die Augen. Er wollte ihn sehen, er wollte sehen, wie er kommt. Der Anblick des Mannes unter ihm nahm ihn den Atem. Er war so wunderschön. Die Augen geschlossen, die Lippen und sein Gesicht rot gefärbt, die feinen Schweißperlen auf seiner Stirn. Er konnte nicht mehr.
Er schloss die Augen und kam. Er stöhnte ungehalten. Taichi kam ebenfalls. Es fühlte sich so schön an und es fühlte sich so richtig an. Die Welt blieb ein Wimpernzucken lang für sie stehen.
Yamato hielt sich mit Müh und Not über ihm. Er blickte in das wunderschöne, entspannte Gesicht seines Geliebten.
Sein Atem ging immer noch unkontrolliert, genau wie der von ihm. Taichi öffnete seine Augen und blickte in die schmelzenden blauen Augen über ihm. Er hob seine Hände und fuhr über das verschwitze Gesicht und durch die weichen blonden Haare. Dann legte er die Arme um seine Taille und zog ihn zu sich herunter.
Yamatos Arme gaben sanft nach. Ihre Gesichter trennten nur noch ein paar Zentimeter. Der heiße Atem fing sich zwischen ihnen. Dann spürte Matt nur noch die zarten, warmen Lippen auf seinen und das weiche, sanfte gehauchte " Ich liebe dich ". Er legte seine Arme beschützend um Tai, sagte ihm, dass er ihn nie wieder loslassen würde. Der Braunhaarige verstand die Botschaft und antwortete mit einem leidenschaftlichen Kuss.
langsam zogen sie die Bettdecke über sich und schmusten noch ein bisschen miteinander.

Irgendwann machte sich Taichi dann wieder auf den Weg. In seiner Tasche befand sich das Geld, dass er eigentlich nicht mehr von Yamato annehmen wollte, schließlich waren sie jetzt ein Paar und er wollte sich bei ihm nicht fühlen wie eine billige Hure. Doch Yamato wusste auch über Taichis Situation Bescheid.
Er würde Ärger bekommen, wenn er so lange weg bliebe und hinterher kein Geld mitbrachte.
Er ging wieder zurück in den kalten Bahnhof, zurück zu den anderen Strichern. Er fror, nur die Gedanken an das was vorhin geschah, wärmten ihn ein bisschen. Die Erinnerung an Yamatos weichen, warmen Körper und das Gefühl, wie es sich anfühlte bei ihm zu sein.

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Yamato strich sanft über den weichen schlafenden Körper, der neben ihm in seinem großen Bett lag.
Er beugte sich zu ihm herunter und küsste vorsichtig den geschunden Rücken.
Nachdenklich sah er sich die frischen Narben an. Ein Freier hatte seinen Liebsten bei ein paar Sexspielen nicht besonders sanft behandelt. Taichi kam an diesem Morgen gegen sechs Uhr zu ihm. Er weinte und war völlig aufgelöst. Yamato tröstete ihn lange und wiegte ihn schließlich in den Schlaf.
Jetzt war es kurz vor elf.
Der warme Körper neben ihm bewegte sich langsam. Zärtlich streichelte Matt durch das braune dichte Haar.
Taichi seufzte ausgedehnte und kuschelte sich wieder in die Decke. Yamato umarmte ihn und schmiegte sich an seinen Rücken. Wohlige kleine Schauer durchliefen ihn, als zarte Lippen seine Hände küssten.

" Guten Morgen, mein Schatz! " flüstere der Sänger ihm ins Ohr und sein Liebster gab ein leise Schnurren von sich. Taichi drehte sich in seinen Armen um und sah ihn an. Er blickte in die Augen, die seine gesamte Welt darstellten.
Yamato machte ihn so glücklich. Er gab ihm das Gefühl etwas wert zu sein.
Zärtlich nahm er den Mund seines Geliebten in Besitz und erforschte ihn leidenschaftlich.

" Hast du gut geschlafen? " fragte Matt, nachdem sich ihre Lippen wieder getrennt hatten.
Taichi lächelte ihn sanft an und küsste ihn erneut.

" Tut´s noch weh? " fragte er und strich vorsichtig über Tais Rücken. Der schüttelte nur den Kopf.

" Ich hol dich da weg! Ich verspreche es dir! " sagte der Sänger. Tai sah ihn an, fuhr langsam die Konturen von Yamatos Gesicht nach. Dann lächelte er traurig. Er hoffte, dass dies nicht alles nur ein Traum war und er irgendwann in der grausamen Realität aufwachen würde.

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Zur gleichen Zeit, in einer Bahnhofstoilette: Yoshi saß vor einer Kerze. In seiner Hand befand sich ein Löffel, den er über den Lichtspender hielt.
Seine Finger, sein ganzer Körper zitterte.
Langsam schmolz das Heroin über der Hitze.
Sein Atem ging unkontrolliert und er bekam einen Schweißausbruch nach dem anderen.
Als alles in dem Löffel flüssig war, nahm er nervös die Spritze und zog die Flüssigkeit hinein.
Er schnürte den Gürtel um seinen Oberarm fester und hielt das Ende mit den Zähnen fest.
Gerade als er die Spritze ansetzen wollte, flog die Tür auf.
Ein dunkel gekleideter Mann stürzte hinein und packte Yoshi.
Der wusste nicht, wie ihm geschah und wehrte sich nicht, als der Mann ihn hochriss und an die Wand knallte.

" Wo ist Taichi? " fragte er wütend. Es war einer von Hondas Männern. Seine Hände waren eisern um Yoshis Hals gelegt, bereit zu zudrücken.
Der junge Mann röchelte und versuchte nach Luft zu schnappen.

" Ich... ich weiß... nicht! " keuchte er hervor.
Der Mann drückte fester zu und Yoshi kamen die Tränen.

" Jetzt sag´s endlich! WO IST ER?!!!! " schrie er ihn an.

" Ich weiß es wirklich nicht! " Er weinte, versuchte die Hände von seinem Hals zu los zuwerden, aber es gelang ihm nicht.

" Bitte,... ich weiß es... wirklich...nicht! " schluchzte er.
Endlich lockerte er seinen Griff und ließ ihn zu Boden fallen. Yoshi umfasste die Stelle an seinem Hals, wo er zugedrückt hatte. Langsam füllten sich seine Lungen wieder mit Luft. Er atmete schwer.
Er sah seinen Peiniger an. Tränen liefen ihm über die Wangen.

" Du weißt, was passiert, wenn du lügst? " sagte der Mann scharf und Yoshi nickte schnell mit dem Kopf.
Dann verschwand er wieder und ließ den Stricher in der Toilette zurück.
Der schwarzehaarige junge Mann lehnte sich an die kühle Wand und fuhr da fort, wo er unterbrochen wurde.

Langsam spritzte er das Heroin in seine Vene, und spürte, wie es sich schnell in seinem Körper verteilte.
Den älteren Herrn, der zur Tür hereinkam, um auf Toilette zu gehen und ihn fragte, ob alles in Ordnung wäre bemerkte er schon gar nicht mehr.

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Teil 4

~~~~~~~~~~~~~Dreams - Teil 4~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Taichi befand sich alleine in Yamatos Wohnung. Es war kurz nach Mittag. Er durfte hierbleiben, Matt hatte es ihm erlaubt. Der war bei seinem Manager, irgendetwas erledigen.
Der Braunhaarige fühlte sich unwohl alleine in dieser Wohnung.
Das war so gar nicht seine Welt. Alles war so teuer und er hatte Angst etwas anzufassen, oder sich gar hinzusetzen.
Trotzdem nahm er auf dem Sofa Platz. Der Fernseher, der ihm gegenüber hing, war nicht in Betrieb, er hatte auch nicht vor ihn zu benutzen.

Alles in dieser Wohnung roch nach Yamato. Taichi lehnte sich zurück und schloss die Augen.
Er stellte sich Matts weichen Körper vor, wie er sich an seinen schmiegte.
Irgendwie konnte er es immer noch nicht glauben, dass er mit ihm zusammen war. Es war so unwirklich, wie ein Traum.
Er konnte sich noch nicht einmal sicher sein, ob der Sänger ihn wirklich liebte, aber er vertraute ihm.

Leider vertraute er den Menschen viel zu schnell und wurde schon so oft enttäuscht.
Taichi hoffte, dass es diesmal nicht schon wieder so war.
Yamato war so anders, als ihn die Zeitungen beschrieben. Ihm gegenüber war er nie arrogant, eingebildet oder überheblich. Vielleicht mochte er die Leute in seinem Beruf einfach nicht.

Er lächelte, als er an die liebevollen Dinge dachte, die Matt tat, wenn sie zusammen waren.
Seine Augen waren so schwer, die letzte Nacht war lang geworden.
Seine Lider fielen ihm immer wieder zu, bis er sie nicht mehr öffnen konnte und eingeschlafen war.

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Es war später Nachmittag, als der Sänger nach Hause kam. Er war ziemlich gestresst, sein Manager hatte ihm wieder in den Ohren gelegen, dass er sein Verhalten ändern müsste.
Wie ihn das alles ankotzte!
Genervt schloss er die Wohnungstür und legte seinen Mantel ab.
Draußen war es eisig. Da Temperaturen wollten einfach nicht ansteigen. Ein kalter Schauer lief ihm über den Rücken, als die warme Zimmerluft ihn wärmte.
Er sah zu der Sitzgruppe hinüber und entdeckte Taichi, zusammen-gerollt auf dem Sofa.
Matt musste unweigerlich Lächeln bei diesem Anblick.

Leise ging er zu ihm hinüber und setzte sich neben ihn.
Sein Freund schlief tief und fest. Er strich ihm zärtlich über die Stirn und dem Schlafenden huschte ein kleines Lächeln über die Lippen.
Yamato drückte ihm noch einen sanften Kuss auf die Wange und stand auf.
Er verschwand ins Bad.

Eine halbe Stunde später kam er wieder in den Raum. Taichi schlief immer noch.
Er kniete sich vor das Sofa und strich mit seiner Nase über das Gesicht seines Liebsten, stubste vorsichtig seine an und verteilte dann kleine Küsse auf der weichen Haut.
Der Braunhaarige gab kleine Laute von sich und kicherte leise unter den Berührungen, brachte Yamato zum Schmunzeln.
Tai öffnete vorsichtig und verschlafen die Augen. Zwei azurblaue Augen bedachten ihn mit liebevollen Blicken.
Er streckte langsam eine Hand aus und strich über die elfenbein-farbene Haut des Blonden.
Er lächelte.
Yamato erwiderte.

Noch müde richtete sich der 20- jährige auf und streckte sich aus-giebig.
Danach schloss ihn der Blonde in den Arm und sie küssten sich zärtlich.

" Da es so kalt draußen ist, hab ich mir gedacht, dass wir ja ein kleines Bad nehmen könnten!? "
fragte der Blonde indirekt und Taichi nickte nur.
Er wurde ins Badezimmer geführt und sah, was sein Geliebter alles vorbereitet hatte.
Die Wanne war bereits mit Wasser gefüllt. Auf dem Wasser schwamm eine große Schaumkrone, so dass es schon zu den Seiten hinunterfloss.
Vor der Wanne standen zwei Sektgläser und einige Teelichter. Überall auf dem Boden waren Rosenblätter verteilt ( da mussten wohl die Rosen von seinen Fans dran glauben! ).

Yamato griff von hinten an Taichis Pullover und zog ihm diesen vorsichtig über den Kopf.
Taichi drehte sich um, um ihn ansehen zu können. Zwischen kleinen Küssen entkleideten sie sich und stiegen dann in die gefüllte Wanne.
Das Wasser war fast zu heiß, aber es hatte den Vorteil nicht so schnell abzukühlen.

Taichi ließ seinen Körper von der warmen Flüssigkeit umfluten und seufzte entspannt.
Yamato setzte sich ihm gegenüber.
Die Wanne war wirklich groß. Es hätte bedenkenlos noch ein dritter mit hineingepasst.
Der Blonde holte die Sektgläser in die Wanne und reichte dem Braunhaarigen eines davon.

Sie stießen an und sahen sich in die Augen. Sie tranken einen Schluck.
Dann nahm der Blonde ihm das Glas wieder aus der Hand und stellte es wieder auf den Boden.
Er " schwamm " zu seinem Liebsten herüber, der ihn sofort in die Arme schloss.
Ein paar Minuten sahen sie sich einfach nur an, überwaltigt von einander, dem schönen Gefühl und der Nähe des anderen.
Langsam näherten sich ihre Münder.
Schüchtern, wie beim ersten Kuss berührten sich ihre Lippen, spürten die zarte Haut.
Taichis Lippen kribbelten. Yamatos Nähe war so schön, sein Duft, seine Haut, seine Haare,
sein Geschmack einfach alles und er durfte es erfahren. Er war so glücklich, so überglücklich.
Vorsichtig öffnete er seine Lippen und Yamato huschte mit seiner Zunge hinein.
Er lächelte, als er Taichis Zunge aus dessen Mund locken musste, sonst war der Braunhaarige nicht so zurückhaltend.
Tai ging auf Matts Spiel ein, streckte ihm seine Zunge entgegen und massierte die andere.
Ihre Lippen bewegten sich zärtlich gegeneinander und sie versanken immer weiter in diesen unendlich leidenschaftlichen Kuss.
Fast gleichzeitig schlangen sie ihre Arme um den Körper des anderen und zogen ihn näher zu sich.
Sie waren erregt und rieben sich gegenseitig mit ihren Unterkörper.
Yamato konnte nicht mehr und musste sich aus dem Kuss lösen. Er stöhnte leise.
Taichi rieb sich weiter an ihm, genauso heiß wie der Blonde.
Sie sahen sich an, die Augen glasig vor Lust.
Sie küssten sich wieder, wilder, leidenschaftlicher als zuvor.
Yamato presste Tai an den Rand der Wanne. Der umklammerte seinen Körper und seufzte in den Kuss.
Das Wasser schwappte bereits über den Rand, doch die beiden hörten nicht auf.
Im Gegenteil.
Sie küssten sich immer heftiger, umschlangen ihre Körper mit Armen und Beinen, versuchten den anderen in sich aufzunehmen.
Sie lösten sich kurz sahen sich an, nur um danach dort weiterzumachen, wo sie aufgehört hatten.
Dann eine längere Atempause.
Taichi strich ihm die blonden nassen Haare aus dem Gesicht, Yamato tat dasselbe bei ihm.

" Ich liebe dich, Taichi! " flüsterte er, ihn fest in seinem Arm haltend.
Der gab ihm einen kurzen Kuss und erwiderte.
Sie lächelten, streichelten sich zärtlich übers Gesicht.

" Lass uns ins Schlafzimmer gehen. " sagte Taichi und Yamato nickte stumm.

Sie stiegen aus der Wanne. Matt hing seinem Liebsten ein großes Handtuch über die Schulter und rubbelte ihn trocken.
Taichi tat dann dasselbe bei ihm.

Auf dem Weg ins Schlafzimmer fielen sie immer wieder übereinander her. Tai konnte seine Finger einfach nicht von dem Blonden lassen.
Immer wieder berührte er die weiche, weiße Haut, küsste die warmen Lippen, bis sein Geliebter ihn zärtlich auf´s Bett stieß.

Yamato blickte auf den bronzefarbenen Körper auf seinem Bett. Ein leichter Rotschimmer zog sich über sein Gesicht. Wie schön er war.
Sein Puls beschleunigte sich, als ihm Szenen in den Kopf schossen, was sie beide gleich tun würden.

Tai betrachtete seinen nackten Freund, wie er vor ihm stand. Yamato war sehr erregt und der Braunhaarige konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen.
Wie er ihn ansah.
Er mochte diesen versengenden Blick von Yama. Er hatte das Gefühl zu verbrennen.

Langsam kroch der Blonde über ihn, immer darauf bedacht ihm in die Augen zu sehen und wie zufällig seinen Körper zu streifen.
Wieder strich Tai über die Haut des Sängers. Sie war so unglaublich weich.
Er strich ihm zärtlich durch das Gesicht und Yama schmiegte sich seiner Hand entgegen.
Sie sahen sich in die Augen.
Der Blonde strich mit seiner rechten Hand Taichis Seite hinauf zu seinem Gesicht, fuhr über seine Lippen und senkte dann seine darauf.
Sie küssten sich. Taichi zog ihn an sich, wollte ihn endlich spüren.
Er ließ sich ziehen, stöhnte auf, als sich ihre Körper berührten.
Heiße Küsse regneten auf den Braunhaarigen herab.
Er sucht nach seiner Haut, fand sie und biss hinein, vorsichtig, dann fester.
Er sog an Yamatos Hals, fast schon gewalttätig. Er spürte den metallenen Geschmack von Blut, dann ließ er von der kleinen Bisswunde ab.

Yamato stöhnte, als Tai ihm in den Hals biss. Als Revanche suchte er ebenfalls die zarte Haut an seinem Hals und sog daran, allerdings nicht ganz so fest.
Ihre Münder wanderten über den Körper des anderen bis sich wieder ihre Lippen fanden.
Sie küssten sich heiß und innig.
Ihre glühenden Körper brachte die Luft zum Kochen.
Yamato löste sich von Taichi und suchte im Nachttisch nach etwas. Der andere beobachtete ihn dabei, wie er Kondome und Gleitgel herausholte.
Dann kehrte er wieder zu seinen Lippen zurück und küsste ihn leidenschaftlich.
Währenddessen drehte er den Deckel von der Tube ab und tat sich etwas von dem Inhalt auf die Finger.
Er wanderte mit den benetzten Fingern zu Tais Anus.
Vorsichtig drang er erst mit einem Finger ein. Taichi seufzte in den Kuss.
Yamato löste seine Lippen von ihm und fuhr damit, eine brennende Spur hinterlassend, seinen Körper herab, bis er bei Tais Männlichkeit angekommen war.
Taichi konnte nicht mehr. Er drückte seinen Kopf in die Kissen und brachte ihm die Hüften entgegen.
Er stöhnte laut, denn Yamato gab seinem Wunsch nach und nahm seinen Penis in den Mund.
Sein Finger hatte mittlerweile auch sein Ziel erreicht und stieß gegen diesen einen bestimmten Punkt in dem warmen Körper. Taichi stöhnte ein weiteres Mal, denn der neckende Finger stieß immer wieder gegen
seine Prostata.

Yamato führte einen weiteren Finger ein, bearbeitete den Körper unter sich.
Tai wusste nicht wohin er sich winden sollte: Zu dem quälenden Mund, der sein Glied bearbeitete, oder zu den Fingern, die ihn Sterne sehen ließen.
Er stöhnte laut und rief Yamatos Namen.
Alles in ihm kribbelte bereits. Er spürte, wie sich alles in ihm am Ende seiner Wirbelsäule konzentriete.
Er stöhnte, immer wieder.
Yama leckte sein Glied fortgehend auf und ab, begrub es in seinem Mund und sog an der empfindlichen Spitze. Er spürte Taichis Orgasmus nahen und hörte auf. Der Mann unter ihm wimmerte und flehte, er
solle weiter machen.
Er küsste ihn wieder, heiß, wild und leidenschaftlich.
Dann nahm er eines der Kondome und packte es aus. Der Braunhaarige beobachtete ihn erregt, wie er es über sein Glied streifte.
Matt beugte sich über ihn und führte seinen Schwanz zu seinem Eingang.
Er war aufgeregt, wie jedesmal. Die Vorfreude auf das unglaubliche Gefühl in ihm zu sein, überwaltigte ihn.
Er wartete eine Sekunde, schloss die Augen, und atmete einmal aus, dann drang er ganz vorsichtig in ihn ein.
Tai stöhnte als er das harte Glied in sich spürte, er drängte sich ihm entgegen und zog Yamato an sich.
Mit einem Stoß war er in ihm.
Der Blonde musste sich zusammenreißen nicht gleich zu kommen.
Er küsste Taichis Hals, um sich erstmal zu beruhigen.
Der andere wollte aber nicht mehr warten. Er zog Yamatos Gesicht zu seinem und presste seine Lippen auf Matts.
Er drang mit seiner Zunge in seinen Mund ein, kämpfte wild mit Matt um die Führung.
Tai schlang seine Arme um ihn, wollte ihn nicht mehr loslassen.
Yama fing an langsam in den Körper unter ihm zu stoßen und das Tempo erhöhte sich schnell.
Sein Unterkörper klatschte gegen Tais und brachte ihn jedesmal zum Stöhnen.
Er erstickte die Laute mit seinem Mund, küsste ihn immerer heftiger.
Taichi wand sich unter ihm, kam ihm entgegen, und versuchte seine Hüften mit ihm im Einklang zu bewegen.
Er stöhnte. Dieses Gefühl war einfach unglaublich. Nie zuvor hatte er Sex so intensiv erlebt, wie mit Tai.
Es war wunderschön, so unglaublich schön.
Er spürte, wie er langsam zum Höhepunkt kam. Auch Tai war so weit.
Nur noch ein bisschen durchhalten, nur noch....

" Yama - uh - Yama..ich komm- ...." mehr als ein Stöhnen brachte sein Freund nicht mehr zustande und spritzte den warmen Samen gegen seinen Bauch.
Yamato konnte sich auch nicht mehr zurückhalten, stieß noch ein paar mal fest zu und wurde von seinem Orgasmus mitgerissen.
Er brach auf ihm zusammen und atmete heftig. Nur langsam kam er wieder zu Atmen.
Er seufzte in Tais Kurve, wo Hals und Schulter aufeinandertrafen. Die warme Haut streifte sein Gesicht.
Yamato schwitzte. Er hatte sich völlig verausgabt.
Als er sich von ihm lösen wollte, schlang Tai seine Arme fester um ihn und hielt ihn zurück.

" Noch nicht! " flüsterte er.
Yamato legte seinen Kopf auf das Kissen und Tai drehte seinen eigenen so, dass er seine Freund ansehen konnte.
Sie lagen lange einfach so da, sahen sich an.
Der Braunhaarige streichelte immer wieder über den Körper des Blonden, als wolle er sich klarmachen, dass dieser wirklich existierte.

" Ich liebe dich, Yama! " flüsterte er wieder. Er hatte das Gefühl, als müsste er ihm dies sagen, damit der ihn nicht verlassen würde.
Matt lächelte müde und strich über Tais Brust.

" Ich dich auch.... " gab er leise zurück.
Sie küssten sich. Dann rollte er sich von ihm und entfernte das benutzte Kondom.
Tai drehte sich um und sah an die andere Wand.
Matt legte sich wieder zu ihm, zog die Decke über sie und umarmte den Körper vor sich.
Ruhig atmete er in Taichis Nacken.

Er hört, wie der Braunhaarige Luft holte, als wolle er etwas sagen, es dann aber bleiben ließ.

" Taichi? " fragte er leise.
Er bekam keine Antwort.
Ein langes Schweigen folgte, bis Tai die Stille brach.

" Stört dich das eigentlich? " Die Frage machte für Yamato überhaupt keinen Sinn.

" Was stört mich? " fragte er neugierig.

" Naja... das... das ich ein... Mann bin. "

" Nein, wie kommst du darauf? "

" Weil... weil... ach, ich weiß auch nicht... " Taichi atmete aus.
Wieder folgte eine lange Pause in der Taichi über die Frage nach-dachte.

" Es ist nur... weil... weil wir das alles hier geheim halten müssen. " Darauf wollte er also hinaus.

Yamato atmete tief ein.
" Die Presse geht unsere Beziehung überhaupt nichts an, genauso wenig wie meine Sexualität! Ich will nicht, dass sich die Medien immer in mein Privatleben einmischen! " sagte er wütend.

Taichi sagte wieder nichts. Er schwieg lange.
Matt bemerkte ein leichtes Zittern, das durch Tais Körper ging. Er drehte ihn um. Der Braunhaarige lag nun auf dem Rücken, aber er sah ihn nicht an. Tränen liefen über seine Wangen.
Der Sänger erschrak.

" Tai? " fragte er vorsichtig.

" Stört es dich auch nicht, dass ich.... dass... " er schluchzte und schloss die Augen.
Yamato wartete bis er weitersprach.

" .............dass ich....ein Stricher bin.....? " fragte er heiser und weinte.
" Ich hab Angst, dass du mich deswegen verlässt! " flüsterte er leise und sah ihn an.
Die Tränen quollen aus seinen Augen und liefen unaufhaltsam über sein Gesicht.
Matt spürte einen dicken Kloß in seinem Hals.
Er nahm seinen Liebsten zärtlich in den Arm. Der schlang sofort die Arme um ihn und schluchzte gegen seine Brust.

" Du brauchst keine Angst haben, ich verlass dich nicht. " sagte er und drückte ihn an seinen Körper.
Immer wieder sprach er ihm beruhigend zu und küsste ihn.

Sie blieben noch lange im Bett liegen. Yamato hielt seinen Freund die ganze Zeit in seinen Armen, ließ ihn spüren, dass er ihn nicht verlassen würde.

~~~~~~~~~~~
Kurz vor zehn verließ Taichi die Wohnung. Er verabschiedete sich mit unzähligen Küssen von seinem Liebsten und ging dann zum Bahnhof zurück.

Es würde wieder eine sehr kalte Nacht werden.
Er stieß kleine Wölkchen beim Atmen aus. Im Gebäude angekommen, sah er Yoshi auf einer der Treppen sitzen. Er trug nur ein dünnes Hemd.
Tai ging auf ihn zu und setzte sich neben ihn. Yoshi wippte vor und zurück, um sich zu wärmen.
Als er Tai sah, lächelte er.

" Hi, wo warst du so lange? " fragte er neugierig. Er sah noch müder aus als sonst und auch seine Haut hatte noch mehr an Farbe verloren. Sie war fast schneeweiß. Yoshi sah krank und mitgenommen aus.

Taichi wurde rot bei der Frage, schließlich konnte er ihm doch nicht sagen, wo er gewesen war.
Yoshi lächelte wieder und sah nach unten.

" Du musst es mir ja nicht erzählen. " sagte er.
Taichi hatte ein schlechtes Gewissen Yoshi gegenüber, schließlich war er sein bester und einziger Freund.

" Tut mir Leid. " antwortete er.

" Du hast jemanden gefunden, stimmt´s? " fragte Yoshi und lächelte ihn wieder an. Ein paar schwarze Strähnen hingen ihm wild ins Gesicht. Taichi strich sie ihm weg. Er nickte.

" Aber verrat´s keinem! " flüsterte er.

" Ich hoffe, er behandelt dich gut!? " sagte er und strich Tai durch das Gesicht.
Taichi nickte wieder.

" Geh bloß von hier weg, wenn du die Möglichkeit hast! Ich möchte nicht, dass du so endest wie ich! " sagte er traurig.
Er schob seine Ärmel hoch, zeigte ihm seine Wunden.

" Siehst du das? Ich hab´s schon wieder getan, obwohl ich dir versprochen hatte aufzuhören. "

Taichi sah auf die zerstochenen Arme, dann in Yoshis Augen. Sie sahen so traurig aus.
Er wollte nicht wissen, was sie alles mit ihm taten, und wie sie ihn misshandelten.
Vorsichtig schob er ihm die Ärmel wieder über die Einstiche an beiden Armen.

" Bist du mir böse? " fragte er leise. Tai schüttelte langsam den Kopf.

" Weißt du, was mein schönsterTraum ist? " fragte der 18-jährige. Taichi verneinte wieder.

" Wenn ich irgendwann doch hier weggehen sollte, möchte ich eine Familie haben. So eine richtige, mit Kindern, einem Haus und einem richtigen Beruf. Vielleicht gehe ich ja noch einmal zur Schule und mache meinen Abschluss nach. ..... Vielleicht irgendwann.... "
Etwas glitzerte in seinen Augenwinkeln.

" Das wird wohl immer ein Traum bleiben. " flüsterte er leise.

" Bestimmt nicht. " versuchte der andere ihn aufzumuntern.
" Irgendwann gehen wir beide hier weg."
Yoshi lächelte wieder dieses traurige, sanfte Lächeln und sah auf seine rauhen Hände.
Er wusste, dass es ein Traum bleiben würde.

Ein Mann kam die Treppe hoch und blieb vor den beide stehen. Er sah Tai an, mit einem gewissen fragenden Blick und Taichi nickte. Der Mann ging weiter und der Braunhaarige folgte ihm schweigend.
Yoshi sah den beiden hinterher. Tai drehte sich nocheinmal zu ihm um und lächelte ihn an.
Yoshi lächelte zurück.

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Als Taichi wieder zurück in den Bahnhof kam, war der Schwarzhaarige nicht da. Der 20- jährige war traurig. Er wollte doch noch einmal mit ihm reden.
Vielleicht war er ja auf der Toilette. Dort ging er ja immer hin, wenn er sich Drogen spritzte.
Er dachte noch an das warme, traurige Lächeln, dass der junge Mann ihm immer zuwarf, als er die Tür öffnete und ihm fast sein Herz stehen blieb.
Yoshi lag halb sitzend, halb liegend auf dem Boden. Seine Augen waren weit aufgerissen und aus seinem Mund lief Schaum. Eine Nadel steckte noch in seinem Arm.
Taichis Eingeweide krampften sich zusammen.
Das konnte doch nicht wahr sein, vor ein paar Stunden hatten sie doch noch miteinander gesprochen.

Er ging langsam auf den regungslosen Körper zu und kniete sich neben ihn.
Sein Herz fühlte sich an, als würde es zerspringen und er spürte einen dicken Kloß in seinem Hals.
Er berührte die weiße Haut und strich ihm ein paar schwarze Strähnen zur Seite, wie er es vorhin getan hatte.
Das Schlucken tat so weh. Seine Kehle brannte.
Vorsichtig, beinahe zärtlich schloss er mit seinen Fingern Yoshis Augen. Dann zog er die Nadel aus seinem Arm und wischte ihm den Schaum behutsam weg.
Eine Träne entkam seinen Augen und rollte stumm über seine Wange.
Taichi hatte das Gefühl zu ersticken. Tränen bahnten sich ihren Weg über sein Gesicht und tropften auf den leblosen Körper.

Yoshi war tot....

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Teil 5

~~~~~~~~~~~Dreams - Teil 5~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Taichi fühlte sich müde und ausgelaugt, als er gegen Morgen zu Yamatos Wohnung ging. Er musste immer wieder an Yoshi denken und jedesmal wieder schnürte es ihm die Kehle zu, als er den Leichnam vor Augen sah.
Er fühlte sich so schrecklich.
Was sollte er nur machen? Sein bester Freund war tot!
Tränen sammelten sich, wie schon oft in dieser Nacht, in seinen Augen.
Er wusste nicht mehr, was er denken sollte. Alles in ihm war so leer.

Hondas Männer hatten den toten Körper weggeschafft und Taichi befohlen weiter zu arbeiten.
Er gehorchte, wollte nicht schon wieder bestraft werden, außerdem lenkte es ihn ab.

Und jetzt stand er vor Matts Wohnung, völlig aufgelöst.
Er klingelte, doch keiner machte ihm auf. Er klopfte ein paar Mal, aber auch dann passierte nichts.
Verzweifelt rutschte er vor der Tür zu Boden.
Er lehnte seinen Kopf gegen das harte Holz der massiven Tür.
Er war so kaputt.
Weinen machte müde.
Hoffentlich kam Yama bald.
Er wollte zu ihm.
Matt würde für ihn da sein.

Tai sehnte sich auf einmal mehr denn je in Yamatos Arme.
Und während er an seinen Liebsten dachte, übermannte ihn der Schlaf.

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Yamato kam erst gegen sieben Uhr nach Hause. Er wollte sich ein wenig amüsieren, konnte sich aber seit Taichi gegangen war nicht wirklich entspannen.
Nun kam er zu seiner Wohnungstür und sah den schlafenden Taichi davor.
Er war ganz blaß, seine Wangen waren gerötet und seine Augen geschwollen.
Hatte er geweint?
Vorsichtig hob er den Körper seines Liebsten hoch und versuchte mit ihm auf dem Arm irgendwie die Tür zu öffnen.
Nach ein paar Versuchen war er auch erfolgreich und verschwand mitsamt Tai in der Wohnung.

Taichi war so müde, dass er nicht einmal aufwachte.
Yamato brachte ihn ins Schlafzimmer und legte ihn in sein großes breites weiches Bett.
Liebevoll deckte er ihn zu und ließ ihn weiterschlafen.
Er setzte sich eine Weile neben ihn.
Tai zuckte immer wieder im Schlaf und sagte unsinnige Phrasen.
Ob er schlecht träumte?
Er strich ihm über den Kopf, stand auf und verließ den Raum.

Gegen Nachmittag erwachte der Braunhaarige. Er fühlte sich wie gerädert und wusste im ersten Augenblick nicht einmal, wo er sich befand. Als es ihm klar wurde, kamen auch die Erinnerungen von letzter Nacht zurück.
Er fühlte sich so alleine.

" Yama? " rief er und ein blonder Schopf sah zur Tür herein.

" Bist ja endlich wach... " sagte er und kam zu ihm ans Bett.

Taichi wusste nicht wie er anfangen sollte. Er fing wieder an zu weinen und Matt nahm ihn in den Arm.

" Yoshi ist tot.. " sagte Tai heiser, die Tränen erstickten seine Stimme.
Er hatte Yamato öfters von ihm erzählte und der Blonde konnte verstehen, wie ihm zu Mute war.
Er tröstete ihn und versuchte ihm immer wieder klar zu machen, dass er nicht allein wäre und dass er immer für ihn da wäre.
Er küsste ihn, beruhigte ihn und sagte ihm immer wieder, dass dies nicht das Ende der Welt sei.
Er würde für ihn da sein, wann immer er ihn brauchte.
Und Taichi verstand.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
In den nächsten Wochen war er viel öfter bei Yamato.
Sein Freund gab ihm Kraft und Mut. Er fühlte sich tatsächlich nicht mehr allein.
Er vertraute dem Sänger immer mehr und bald hatten die beiden eine noch engere Liebesbeziehung.
Yoshis Tod nahm ihn immer noch sehr mit, doch er wusste, dass er akzeptieren musste, was passiert war.
Die Zeit mit Yamato bekam ihm gut. Er zeigte ihm so viele schöne Dinge, dass er schon gar nicht mehr zurück wollte.
Yamato stärkte ihn und machte ihn glücklich, und Taichi fasste auch schon bald einen Entschluss: er wollte endlich weg vom Strich.

Er entschloss zu Honda zu gehen und mit ihm zu sprechen. Wenn er ihn darum bittete, würde er ihn sicher gehen lassen.

Er ging in das Gebäude, in dem sich Honda meistens aufhielt, vielleicht konnte er ja mit ihm reden.
Das Gebäude war eine leere Lagerhalle.
Weiter oben gelegen gab es ein paar Räume, die bewohnbar waren. Es waren Büro ähnliche Zimmer .
Es war dunkel in der Halle und Taichi war unwohl.
Er stieß am Eingang auf Hondas Helfer, die ihn auch gleich zu ihm persönlich brachten.
Er wurde in einen abgedunkeltn Raum gebracht, der nur von einer Lampe beleuchtet wurde, die über einem Tisch etwa in der Mitte des Zimmers hing.
Auf der hinteren Seite des Tisches saß Honda und sortierte etwas.

" Was ist? " fragte er genervt, ohne aufzublicken.

" Besuch für Sie, Boss! " sagte einer von seinen Leuten und Honda blickte auf.
Als er Taichi erblickte, hob er eine silberne Augenbraue.

" Was willst du? " fragte er ruhig.
Taichi wusste nicht ganz, wie er antworten sollte.

" Ich wollte mit ihnen sprechen. " sagte er schließlich.
Honda war erstaunt und bot ihm einen Platz an.

" Also, was führt dich zu mir? " fragte er erneut.
Taichi sah unsicher auf die beiden Männer hinter ihm.

" Stören sie dich? Beachte sie einfach gar nicht! " antwortete er auf Tais ungestellte Frage.
Taichi sah Honda an und begann langsam.

" Ich bin hier, weil ich sie um etwas bitten möchte. " Honda wurde hellhörig.

" Ich... ich möchte nicht mehr als Prostituierter " arbeiten ". Und jetzt nach Yoshis Tod fällt es mir noch schwerer. " Dann schwieg er und wartete auf eine Antwort von seinem Gegenüber.
Der Mann atmete einmal tief ein und es sah aus, als würde er wirklich überlegen.

" Du willst nicht mehr für mich arbeiten? " Er machte eine kleine Pause. Währenddessen stand er auf und ging zu dem Braunhaarigen herüber, lehnte sich vor ihm an den Tisch , "Aber du bist mein beste Mann Taichi! Die Leute gehen am liebsten zu dir, weil du deine Sache so gut
machst! Ich weiß nicht, ob ich dich dann gehen lassen kann!? " fuhr er fort und strich Tai sanft über die Wange.
Er rührte sich nicht, sondern spürte nur die faltigen Finger in seinem Gesicht.

" Ich hoffe, du kannst das verstehen!? " fragte Honda.
Taichi sah betrübt zu Boden. Es hatte also nicht geklappt, aber wenigstens hatte er es versucht.
Honda fasste unter sein Kinn und befahl ihm stumm ihn anzusehen.

" Aber was mich freut, ist, dass du zu mir kommst und mich darum bittest, anstatt einfach abzuhauen, wie die anderen. Du hast Respekt. Das gefällt mir an dir und deshalb lasse ich dich, wenn auch nur ungern, gehen. "
Taichi fiel ein 50- kg Stein vom Herz. Er holte Luft, obwohl er nicht mal gemerkt hatte, das er diese angehalten hatte. Er war so glücklich und dankbar.
Was Yamato wohl sagen wird?

" Danke! Vielen Dank! " sagte er.
Honda lächelte verlegen und ging wieder zu seinem Stuhl.
Taichi stand auf, faltete die Hände, hielt sie gegen seine Stirn und verbeugte sich tief.
Er wollte gerade gehen, als Honda ihn zurück rief.

" Wo willst du so schnell hin? Ich hätte noch eine Frage! " sagte er mit seiner rauhen dunklen Stmme.
Taichi drehte sich um.
Honda wartete einen Augenblick und sah ihn nachdenklich an.

" Hast du einen Freund? " fragte er schließlich.
Tai war erstaunt über diese Frage und wurde unbewusst rot.

" Ja . " sagte er schüchtern.
Der silberhaarige Mann lächelte, doch dann verschwand es so plötzlich, wie es aufgetaucht war.
Er machte eine Bewegung mit seiner Hand und befahl seinen Männern:

" Kümmert euch um ihn! "

Taichi hatte aufeinmal ein ganz ungutes Gefühl. Er wollte sich aus dem Raum entfernen, doch die beiden Männer packten ihn bereits und zerrten ihn in einen der Nebenräume.
Er wehrte sich, schrie und versuchte zu entkommen, doch die Männer waren einfach zu stark für ihn.
Sie kamen in einen kleinen Raum, der ebenfalls abgedunkelt war.
Einer von ihnen schloss die Tür hinter sich und drehte den Schlüssel herum. Er hatte abgeschlossen.
Taichi bekam Panik.
Was hatten die beiden hier vor? Von dem was Yoshi ihm erzählte, hatte er aufeinmal eine sehr schlimme Vorahnung.
Er versuchte wieder sich loszuzerren, doch die beiden hielten ihn noch viel fester.

" Wehr dich doch nicht so, sonst tun wir dir doch noch weh. " Und damit spürte er, wie ihm der Mann hinter ihm in den Schritt griff, den anderen Arm fest um seine Taille geschlungen.
Taichis Atem beschleunigte sich.
Die wollten doch nicht etwa...
Der Mann vor ihm machte sich an seiner Hose zu schaffen und zerrte sie ihm vom Unterkörper.
Der andere hinter ihm lachte leise, als er die nackten Genitalien in seine Finger bekam und der Mann vor ihm presste ihm seine Lippen auf dem Mund und drang gewaltsam mit seiner Zunge in Tais Mund ein.
Taichi versuchte ihn wegzuschieben, doch der hielt seine Arme fest.
Er sah keine andere Möglichkeit und biss ihm in die Zunge.
Der Mann schrie auf und schlug ihm ins Gesicht.

" Du spinnst wohl! Was fällt dir eigentlich ein? " schrie er und ein zweiter Schlag traf ihm mit voller Wucht in den Magen.
Er röchelte und sank schmerzerfüllt zu Boden. Tränen stiegen ihm in die Augen. Aber er durfte nicht weinen, nicht jetzt. Er wollte ihn nicht zeigen, wie hilflos er war.
Er sah zu dem Mann hinauf und sah, wie dieser seine Hose öffnete.
Er zitterte, er hatte Angst und sein Magen schmerzte.
Dann wurde er bei den Haaren gepackt und brutal gezogen.
Wieder spürte er die fleischigen Lippen des Mannes auf seinen, die schmierige Zunge in seinem Mund.
Doch diesmal ließ er es geschehen, wollte keine Schläge mehr.

Ein Gürtel wurde geöffnet, dann fiel eine Hose zu Boden und Tai spürte nackte Haut an seinem Hintern und ein erregtes Glied an seinem Eingang pulsieren.
Er zitterte mehr denn je, wusste nicht, was er machen sollte, er wollte sich wehren, konnte aber nicht.
Und plötzlich spürte er, wie er brutal in ihn eindrang.
Er schrie auf, doch der Schrei wurde von dem anderen erstickt.
Er weinte jetzt. Die Tränen liefen in Sturzbächen über seine Wangen.
Immer wieder rammte der Mann seinen glühenden Pfahl in Taichis Hintern und grunzte dabei, wie ein Schwein.
Tai wimmerte leise in den Mund des Mannes vor ihm. Der packte plötzlich seinen Kopf und drückte Tais Gesicht zu seinem Penis.
Tai roch den beißenden Geruch von Schweiß und musste unwillkürlich würgen, als der Mann seinen Schwanz gewaltsam in seinen Mund rammte.
Er fühlte sich so erniedrigt, so alleine und verloren.
Sein Körper wurde taub von den Schmerzen, die ihm zugefügt wurden. Stumm liefen die Tränen über seine
Wangen. Er gab keinen Laut mehr von sich, sondern ließ es einfach nur noch über sich ergehen, wie der Mann hinter ihm, immer brutaler wurde, immer heftiger in ihn stieß und der Mann vor ihm immer wieder in seinen Mund rammte, sein Gesicht fest in seinen Händen hielt und ihm immer mehr weh tat.
Er stieß so fest zu, dass Taichi fast erbrechen musste.
Alles in ihm schrie, seine Seele, sein Körper, doch es blieb ungehört.
Der Mann hinter stöhnte mit einem Male laut und er spürte, wie sich der warme Samen in ihm ausbreitete.
Es war so widerwärtig. Taichi ekelte sich vor sich selbst. Die Tränen rannen immer weiter, wollten nicht aufhören. Dann kam der Mann in seinem Mund. Der keucht regelrecht und ergoss sich in ihm.
Er riss seinen Kopf an den Haaren hoch und hielt Taichi den Mund zu.

" Schluck es runter! " schrie er ihn an und er tat, wie ihm befohlen wurde.
Es schmeckte so bitter und so widerlich, doch er konnte sich nicht wehren, es nicht auspucken.
Er fühlte sich so schwach. Sein Körper so schlaff.
Er würgte. Eigentlich hielt ihn nur noch der Mann an den Haaren fest.
Tai fehlte die Kraft.
Sie hatten ihm alles genommen was er noch besaß, das kleine Stückchen Würde einfach zerfetzt, seinen Körper aufgerissen und ihn vergewaltigt.
Der Mann ließ ihn los und Tai knallte auf den Boden.
Sie zogen sich an und dann trat einer von ihnen, Tai wusste nicht wer, so heftig gegen den Kopf, dass er dachte, er könne seinen Schädel knacken hören.

" Du Nichts! " hörte er einen von ihnen sagen. " So was wie du dürfte überhaupt nicht leben! "
Er spürte, wie man ihn hoch hob und nach draußen brachte.
Die Männer warfen ihn auf einen Haufen zugeschneiter Müllsäcke!

" Du scheiß Stricher, hoffentlich verreckst du! " rief einer und während sie wieder hineingingen lachten sie ausgelassen.

Alles tat weh, sein Körper verletzt und beschmutzt, seine Seele zerfetzt zu nichts.
Taichi sah nach oben. Es schneite.
Wie spät es wohl war? Sollte er sich nicht um acht mit Yama treffen?
Hoffentlich machte er sich keine Sorgen um ihn! Hoffentlich würde er nicht nach ihm suchen!
Hoffentlich würde er ihn nicht finden!
Yamato sollte ihn nicht so sehen.

Langsam fielen die Schneeflocken auf die Erde und Taichis Körper nieder, umhüllten ihn sanft.
Wie schön der Schnee doch war! So weiß und so rein. Nicht so dreckig wie er.
Plötzlich spürte er gar nichts mehr. Sein Körper schmerzte nicht mehr. Er fühlte sich so leer.
Leise fielen die Flocken in sein Gesicht, bedeckten es.
Vielleicht wäre es wirklich besser, wenn er tot wäre, so wollte er nicht weiterleben. Yamato würde sich so viele Sorgen machen, vielleicht war sterben wirklich die bessere Alternative. Er wollte Matt nicht zur Last fallen.

Taichi schloss die Augen...
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Immer wieder sah Yamato auf die Uhr. Es war mttlerweile schon fast neun.
Warum war Tai noch nicht hier, ob ihm etwas passiert war?
Vielleicht wollte er Yamato ja auch nicht mehr sehen, aber warum sollte er?
Er machte so viele Gedanken, dass sein Kopf weh tat.
Dann hielt er es einfach nicht mehr aus, zog seine Jacke an und ging ihn suchen.

Jeden Platz, wo Taichi sich aufhalten könnte suchte er ab. Überall, doch er war nirgends aufzufinden.
Yamato hatte ein schlechtes Gefühl. Vielleicht war wirklich irgendetwas passiert, aber in seinem Zimmer war Tai auch nicht.
Vielleicht hatte er ja auch einen Unfall.
Matt fragte alle Leute im Bahnhof, vor allem die Stricher, ob sie Tai nicht gesehen hätten.
Doch keiner konnte ihm weiter helfen, bis auf einer.
Er sagte, er hätte ihn bei einer Lagerhalle gesehen.
Yamato machte sich sofort auf den Weg dorthin.
Es war kalt und schneite immer noch.
Der junge Mann hatte ihm den Weg beschrieben und schon bald fand er die besagte Halle.

Alle Türen des Gebäudes waren verschlossen.
Er sah am Gebäude hoch, sah sich in der Umgebung um und rief Taichis Namen, aber es war keiner dort.
Er entdeckte in dem Müllhaufen etwas. Er ging näher darauf zu und erkannte, dass es ein Mensch war, wahrscheinlich ein Obdachloser, der das Wetter nicht überlebt hatte.
Doch dann erkannte Yama die braunen Haare und wurde ganz blaß.

" Taichi? " flüsterte er leise, aber die Person regte sich nicht.
Matt ging noch näher heran und kniete sich neben sie. Er enfernte den losen Schnee auf seinem Gesicht.
Es war wirklich Taichi. Er schluckte schwer.

" Taichi? " fragte er wieder und als er keine Antwort bekam, schüttelte er den Körper sanft.

" Taichi? " fragte er etwas lauter. Seine Augen hatten sich bereits mit Tränen gefüllt, als sich Tais öffneten.
Yamato atmete hörbar aus und er zog den kalten Körper in seinen Arm.

" Yama... " hörte er ihn leise flüstern und verteilte unzählige Küsse auf dem verwundeten Gesicht.

" Was ist mit dir passiert? " fragte er völlig aufgelöst. Tai antwortete nicht.

" Du musst zu einem Arzt! " weinte er und hob den Körper hoch.

" Nein...bitte nicht! " sagte er heiser und stöhnte schmerzvoll.

" Aber... "

" Bitte... nicht" flehte er. Nun lösten sich auch aus seinen Augen einzelne Tränen.
Yamato hatte ihn gefunden. Hätte er ihn nicht einfach liegen lassen können?

" Ich bringe dich nach Hause. Du bist ja völlig unterkühlt. "
Erst jetzt fiel ihm Tais offene Hose auf.

" Tai? Hat dich jemand.... ? " Er traute sich nicht das letzte Wort auszusprechen, sondern sah ihn nur sprachlos an.
Taichi sagte nichts, auch sah er Yamato nicht an.
Yamato rollten wieder Tränen über die Wangen und er brachte Tai in seine Wohnung.

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Dort angekommen legte er ihn ins Bett und deckte ihn zu. Dann ging er in eines der Nebenzimmer und holte weitere Decken.
Taichi zitterte unkontrolliert.
Yamato deckte ihn mit den anderen zu und setzte sich neben ihn.

" Sag doch bitte etwas, Tai...bitte sag mir, was geschehen ist? " fragte er verzweifelt, doch er gab ihm keine Antwort. Er sah ihn auch nicht an.
Yamato wusste nicht mehr was er tun sollte.
Warum redete er nicht mit ihm?

" Bitte... lass ..mich... allein... " stotterte er vor Kälte. Yamato wusste nicht anders und verließ das Zimmer.

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Tage vergingen und Taichi wollte immer noch nicht mit ihm sprechen.
Er lag immer nur teilnahmslos im Bett.
Jedenfalls hatte sich für einen Außenstehenden seinen Lage gebesserte. Er fror nicht mehr, aber psychisch ging es ihm schlechter als zuvor.

Hondas Männer hatten Recht! Er war nichts! Er war nur en billiger Bahnhofsstricher!
Er hatte das hier nicht verdient! Er hatte Yamato nicht verdient, der sich solche Sorgen um ihn machte!
Er wollte ihm doch keine Sorgen bereiten, aber er konnte nicht mit ihm sprechen, er konnte es einfach nicht!
Er konnte ihm noch nicht einmal in die Augen sehen.
Wie Yoshi das wohl immer ausgehalten? Wie konnte er danach weiter leben? Ob er deshalb mit dem Heroin angefangen hat? Wahrscheinlich! So konnte er der Reaität entflüchten.
Vielleicht sollte er das auch machen. Vielleicht konnte er dann Yama irgendwann wieder in die Augen sehen?
Aber Yoshi hatte das Zeug auch umgebracht.
Und plötzlich wurde Tai klar, dass er sich damals absichtlich die Überdosis spritzte.
Er weinte wieder.
Er liebte Yamato doch so sehr, doch er fühlte sich so schmutzig. Yamato sollte sich nicht an ihm beschmutzen.
Ob Yamato weinen würde, wenn er weg wäre? Bestimmt! Yamato liebte ihn so sehr, wie er ihn.
Aber vielleicht wäre es das beste so. Er würde ihm nicht mehr zur Last fallen und er würde sich keine Sorgen mehr um ihn machen.

Mit diesen Gedanken versuchte Taichi aufzustehen und ging langsam ins Badezimmer.

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~~~~~~~~~~~~~~~Dreams - Teil 6 ~~~~~~~~~~~~~~~


Taichi stand vor dem Badezimmerspiegel. Er sah hinein, erkannte aber nicht sich selbst darin.
Er sah einen jungen Mann mit fahler Haut und tiefen dunklen Augenringen.
Er hatte die letzten Nächte nicht ein Auge zugemacht.
War er das wirklich dort im Spiegel?
Er wunderte sich, dass man nicht die tiefen Risse in seiner Seele sah.
Yamato sah sie bestimmt.
Er strich über die weiße Haut, versuchte zu realisieren, dass es wirklich sein
Körper war, der hier stand.
Er fühlte sich so leer, als würde dieser Körper nur eine Hülle sein und er
blickte von oben auf diesen herab.
Wie konnte jemand diesen Körper lieben?
Er verstand Yamato nicht mehr. Er verstand nichts mehr.
Seit der Vergewaltigung, war alles für ihn wertlos geworden. Er war ein Nichts.

Eine einzelne Träne lief über seine Wange.
Taichi nahm sie mit seinen Fingern auf und begutachtete sie, als sei es eine unbekannte
Füssigkeit.
Yamato weinte auch viel. Wegen ihm.
Er wollte ihn nicht weinen sehen. Er sollte glücklich sein. Er wollte ihm keine Sorgen machen.
Tai wollte nichts anderes, als Yama wieder Lächeln zu sehen.
Matt würde sicher wieder glücklich werden, wenn er nicht mehr da war.

Er öffnete den Spiegelschrank und suchte nach etwas.
Darin standen Yamatos Haargel, Haarspray, verschiedene Cremen, seine Zahnbürste und sein
Aftershave.
Taichi nahm es und roch daran.
Wie gut es duftete. Nach Yama.
Wieder liefen ihm Tränen über die Wangen und er schluchzte leise.
Er vermisste Yamato. Er wollte ihn wieder umarmen und seine Nähe spüren, aber es ging
einfach nicht.
Er würde doch auch nie wieder mit ihm schlafen können, die Angst war zu groß und das
Geschehen saß zu tief in ihm.
Yamato würde ihn verlassen. Und dann? Dann hätte er nichts mehr! Dann hätte er nicht
mal mehr den Strich.

Er öffnete den anderen Spiegelschrank. Yamatos Rasierer lag darin. Daneben lagen ein paar
offene Klingen.
Matt war wohl einer der wenigen, der noch einen Rasierer mit richtigen Rasierklingen benutzte.
Vorsichtig nahm er eine von ihnen in die Hände und packte sie aus.
Sie war sehr scharf.
Taichi hielt sie lange in den Händen, sah sie an.
Sein Kopf war fast leer. Es war so einfach. Er müsste sich nur die Pulsadern aufschneiden und
alles wäre vorbei. Es würde auch nicht lange dauern. Und dann hätte er nie wieder
Schmerzen, nie wieder diese schrecklichen Erinnerungen.
Und was würde aus Yamato werden?
Er würde sicher um ihn weinen, aber er könnte sich jemand anderen suchen, jemand, der ihn
verdient hatte.

Taichi war unsicher.
Ob es weh tun wird? Auf einmal schwirrten so viele Gedanken in seinem Kopf herum, doch er versuchte
alle zu verbannen.
Er ging langsam zur Badewanne und setzte sich auf dessen Rand.
Tai atmete tief ein, dann stöpselte er die Wanne zu und ließ warmes Wasser einlaufen.
Es dauerte lange, bis die gesamte Wanne voll war.
Er zog sich aus.
Zögern.
Sollte er es vielleicht doch lieber nicht tun?
Tai senkte traurig den Blick und stieg in die Wanne.
Das Wasser war so angenehm warm.
Er nahm die Rasierklinge, die er zuvor auf den Wannenrand gelegt hatte und hielt sie zwischen seinen
Händen.
Sein Puls raste.
Es würde bestimmt weh tun, aber dafür saß er ja im warmen Wasser, denn er hatte mal
gehört, dass es dann nicht so schlimm sein sollte.
Er weinte. Erinnerungen an die Vergwaltigung kamen in ihm hoch.
Sein aufgerissener Körper widerte ihn an. Nichts war so wie vorher und es könnte auch nie
wieder so werden.
Er würde Yamato nur unglücklich machen.
Zitternd setzte er die Rasierklinge an seinen rechten Arm, dann schnitt er langsam die Pulsader
längs auf.
Das Blut pulsierte wie wild aus der Schnittwunde und Taichi durchzog ein fürchterlicher
Schmerz.
Nervös schnitt er auch noch die Pulsader am anderen Arm durch.
Er sah auf das Wasser, das sich langsam rot färbte.
Immer mehr Blut floß aus seinem Körper und er spürte wie er immer müder und
schwerer wurde.
Jetzt war es zu spät.
Taichi hatte Angst vor dem, was jetzt kam.
Vielleicht hatte er ja auch einen Fehler begangen und alles hätte gut werden können, aber
in seinem Unterbewusstsein fühlte er, dass nichts gut werden würde.
Das Wasser war mittlerweile vollkommen blutgetränkt.
Taichi atmete nur noch flach. Sein Herz wurde immer langsamer.
Er dachte an Yamato und wieder lief eine Träne über seine Wange. Er liebte ihn so sehr.

" Sei bitte nicht traurig..." dachte er und schloss die Augen.
Dann schlug sein Herz zum letzten Mal.

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Yamato kam an diesem Tag erst spät von der Bandprobe zurück.
Er hatte irgendwie schon die ganze Zeit so ein ungutes Gefühl und als er die Wohnungstür
aufschloss, verstärkte sich diese Gefühl nur noch mehr.
Er legte seine Sachen ab und ging erst einmal ins Schlafzimmer, um zu sehen, wie es Taichi ging.
Niemand war dort.

" Taichi? " rief er, doch keiner antwortete.
Die Tür zum Badezimmer stand einen Spalt offen und Licht drang aus diesem.
Langsam öffnete er die Tür und erblickte Tai in der Wanne, einge-bettet in rotem Blut.
Yamato erschrak. Alles in seiner Welt verlor plötzlich an Substanz.

" Nein... bitte nicht.." flüsterte er leise und ging auf den toten Körper zu.
Tränen lösten sich aus seinen Augen und liefen unaufhaltsam über seine Wangen. Er
kniete sich vor die Wanne und berührte seinen Liebsten.

" Taichi? " fragte er wieder, doch er bekam keine Antwort.
Er schluchzte und blickte immer wieder über den Körper seines Freundes.
Dann stand er auf und versuchte ihn aus der Wanne zu holen.
Sein Körper war noch warm.
Mit Taichi auf dem Arm sackte er zu Boden.
Er horchte, ob er noch atmete und fühlte seinen Puls.
Nichts.

" Bitte mach die Augen auf, Tai... bitte, sag was... Tai, ich liebe dich doch so sehr.. "
Er zitterte und spürte, wie sich seine Kehle zuschnürte. Seine Augen und sein Hals
brannten.
Er schluchzte heftiger als zuvor und mit kindlicher Fürsorge strich er immer wieder über
den toten Körper.
Matt wiegte sie beide hin und her, redete unsinnige Phrasen, küsste ihn über und über
und wollte nicht akzeptieren, dass er nicht mehr lebte.

Sein Manager fand ihn später. Er hatte Tais Leiche immer noch im Arm gehalten.

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Ein paar Wochen später:
Ein dunkel gekleideter Yamato betrat den Friedhof. Er trug eine Rose mit sich und war auf dem Weg zu
Taichis Grab.
Dort angekommen küsste er die Rose und legte sie auf sein Grab nieder, dann holte er einen
kleinen Brief aus der Tasche.
Auf ihm stand: " An meinen Liebsten "
Er legte ihn zu der Rose.
Eine einsame Träne rollte über sein Gesicht.
Nach einiger Zeit drehte Yamato sich um und ging.

Als er das Tor zum Friedhof durchquert hatte, kam er an eine Straße. Er wollte hinüber
gehen, als er plötzlich auf der anderen Straßenseite eine wohlbekannte Gestalt sah.
Er hielt unmerklich die Luft an.
Es war Tai.
Er sah traurig aus.

" Es tut mir so Leid.." Obwohl Tai dies flüsterte und auf der anderen
Straßenseite stand, konnte Yamato jedes Wort verstehen.

" Taichi.." rief er und lief los über die Straße, doch er sah das heranfahrende
Auto nicht.
Er hörte nur noch ein lautes Quietschen, sah sich um und spürte, wie seine Beine in die
Luft gerissen wurden.
Und im nächsten Moment knallte er mit voller Wucht auf die Motorhaube des Wagens.

Als er die Augen öffnete, sah er eine weiße Feder vom Himmel gleiten. Sie sank auf sein
Gesicht nieder und streifte es zärtlich.
Taichi stand vor ihm.

" Kannst du mir noch einmal verzeihen? " hörte er ihn leise sagen und Yamato nickte.
Ein trauriges Lächeln zierte das Gesicht des Braunhaarigen und der Sänger lächelte
zurück.
Und als er langsam die Augen niederschlug, spürte er, wie sein Körper von zwei warmen
Armen zärtlich umschlossen wurde.

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Der Autofahrer stand unter Schock. Er war kreidebleich und zitterte unkontrolliert.
Er sah auf die auf blutbespritzte Windschutzscheibe und stieg aus.
Erst da erkannte er, wen er angefahren hatte.

" Herr Ishida? " fragte er zitternd und schüttelte vorsichtig den regungslosen
Körper.

Yamato hatte sich beim Aufprall das Genick gebrochen.
Er war sofort tot.


~~~~~~~~~~~~~~~~~ENDE~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

 

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