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Gorgonoth

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1

Freitag, 7. März 2008, 17:57

Meinung über das derzeitige Schulsystem

Ich wollte euch mal fragen was ihr vom derzeitigen Schulsystem haltet.
Ich finde es einfach nur dämlich! Man muss 13 jahre seines Lebens damit vergeuden, zu 70% vollkommen unnützes Wissen für sein späteres Leben zu erwerben. Warum muss ich bis zur 12ten Klasse JEDES Fach haben? Was bringt mir das? Alle menschlichen Gesellschaften sind auf Spezialisten angewiesen. Einer kann Schmieden, der nächste baut Getreide an usw. Das war schon immer so. Wozu muss also jemand mit zB Ingeneur als Berufswunsch Kunst haben? Oder Biologie? Bis zur 6ten Klasse ist das ja noch nachvollziehbar, weil bis dahin das meiste Grundwissen ist, welches man wirklich gebrauchen kann. Aber wozu soll ich mir den unterschied zwischen humoraler und zellulärer Immunantwort merken, gleichzeitig Polynomfunktionen zeichnen und Gedichte analysieren können? Welchen Nutzen hat das für mein späteres Leben? Wird mich irgendwer nach Seifenbildung fragen, wenn ich Jura studieren möchte? Nein! Wozu soll ich es dann lernen?
Ich finde das Schulsystem ist komplett überarbeitungswürdig, von den Schultypen bis zur Berufsberatung. Ich weiß nicht ,wie es bei euch aussieht, aber die meisten Gymnasien in Berlin führen nur 1 Praktikum durch...und daran soll man sich orientieren? Mir und vielen in meinem Alter geht es so, dass sie absolut keine Ahnung haben was mal aus ihnen werden soll. Das liegt sicher zT auch an uns, aber wenn wir nicht anständig beraten werden kann das ja nix werden...Da brauchen sich die Politiker garnicht wundern,dass die Jugend perspektivlos ist.
Wenn meine Ansicht nicht ganz klar rübergekommen ist, werde ich den Post nochmal überarbeiten.
so far
gorgo

2

Freitag, 7. März 2008, 18:12

Wie mein Sozialkundelehrer auf diese Frage immer Antwortete:
"Weil wir keine -Fachidioten- wollen ;)"

Außerdem kannst du nie genau sicher sein wie deine Zukunft aussieht. Überall kann auch mehr als Grundwissen gefragt sein ;)

Zitat

Mir und vielen in meinem Alter geht es so, dass sie absolut keine Ahnung haben was mal aus ihnen werden soll.
Und dann soll sich schon ab der 5./6. Klasse entschieden werden? Die meisten wissen nach der 13. noch nix mit sich anzufangen :sleeping:


Trotzdem läuft im Schulsystem derzeit einiges Falsch. Müsste Bundesweit vereinheitlicht werden. Das würde die meisten Probleme lösen!

Patrick

Gorgonoth

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3

Freitag, 7. März 2008, 18:21

Zitat


Zitat
Mir und vielen in meinem Alter geht es so, dass sie absolut keine Ahnung haben was mal aus ihnen werden soll.

Zitat

Und dann soll sich schon ab der 5./6. Klasse entschieden werden? Die meisten wissen nach der 13. noch nix mit sich anzufangen :sleeping:

nein, aber ab der 7/8 könnte man intensive berufsberatung einbringen, mehrere Praktika etc, damit man mal nen richtig bleibenden Eindruck bekommt, von dem was einem Spaß macht. Denn wie letztens erst so ein Typ der für das "Berwerbungsschreibtraining" zuständig war gesagt hat:" Wenn man 40 jahre einen Job macht, der einem keinen Spaß macht, hat man sein leben versaut"

edit// 800 posts :-D

4

Freitag, 7. März 2008, 19:21

Vieles was du lernst brauchst du mit Sicherheit nicht,ich war der selben Ansicht wie du.
Inzwschen jedoch denke ich ,Wissen ist Wissen und Wissen kann nie schaden.
Selbst wenn dir Kunst z.B. keinen Spass macht und du absolut nichts damit anfangen kannst,irgendwann wirst du für das was du dort gelernt hast dankbar sein und sei es nur um deinen Kindern bei den Hausaufgaben zu helfen .
Wenn du dich zu sehr auf ein Gebiet konzentrierst leidet deine Allgemeinbildung darunter und du siehst Dinge nur aus einer Perspektive.
"Man sieht nur was man weiß" hat mir mein Chemielehrer immer gesagt und ich denke er hatte Recht.

Amadare wa chi no shizuku to natte hou wo tsutai ochiru
Kono yubi tomare watashi no yubi ni so no yubi goto tsuretteteageru
Higurashi ga naku akazu no morie...

DarthTuna

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5

Freitag, 7. März 2008, 19:48

Letztens haben wir bei uns im Pädakurs vom Lehrer erzählt bekommen, woher die Schulformen ihre Namen haben. Die Realschule heißt deshalb so, weil man da Eissen vermittlet kriegt, das im realen Leben brauchbar ist, aufm Gymi kommt dann halt mehr Zeugs. Obs stimmt, weiß ich nicht. Trotzdem wird fast alles Wissen gebraucht, hab erst vorgestern was gelesen. Wer sich gut ausdrücken kann, kriegt gute Deutschnoten. Da Friseur ein recht kommukativer Beruf ist, sind gute Deutschnoten für angehende Friseure beispielsweise vom Vorteil usw. - Man braucht also das ganze "unnütze" WIssen öfter, als man braucht, dazu kämen noch Daddis Gründe vonwegen Fachidioten und so.

Trotzdem, gäbe es viel zu verbessern. Die Aussortierung nach der 4 Klasse ist meiner Meinung nach schon ein Fehler. Da die Hauptschulen (zumindest bei uns in der Gegend) nur ein Auffangbecken für den Abschaum der Gesellschaft sind, werden 10jährige, die etwas schlechter in der Grundschule waren zu Assis "erzogen". Ob die Lehrer etwas dagegen tun können oder nicht weiß ich nicht, aber so wie es hier an Hauptschulen abläuft kann es meiner MEinung nach nicht weitergehen. Sorry, wenn ich jetzt dem einen oder anderen Hauptschüler auf die Füße getreten haben sollte, aber ich berichte nur, was man hier im Düsseldorfer Süden so mitkriegt und kann mir nicht wirklich vorstellen, dass es nur hier so sein sollte.

Überhaupt regt es mich auf, dass 90% der Lehrer Mitte 50 oder älter sind, auf ihre Rente warten und überhaupt keinen Bock auf Unterricht haben. Oder "Lehrer" ohne pädagogisches Grundwissen - vielleicht sinds Mathematiker oder so, aber eigentlich keine Lehrer. Da es früher eine ziemliche Lehrerknappheit gab, wurden solche Leute eingestellt und dürfen nun unterrichten. Als Beamte kann man die dann aufgrund ungenügender Leistungen nur schwer rausschmeißen.

Weiterer Kram fällt mir auf Kommando nicht ein, sonstige Aufreger poste ich dann nachträglich rein.
q.e.d.

6

Freitag, 7. März 2008, 20:26

Ich kann nur sagen, dass ich das saarländische System bescheuert finde. Nicht vom Prinzip her, sondern von der Planung.
I gotta get in shape.
From now on will be total organization.
Every muscle must be tight.

DarthMaul

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7

Freitag, 7. März 2008, 21:54

kann dem größtenteils zustimmen.

imo sollte jeder lehrer ne _ordentlich_ pädagogische UND psychologische ausbildung bekommen....wie oft hört man von leuten, die inner schule unterfordert sind->kb ham und nix machen->dafür schlechte noten bekommen usw. und solche eigentlich intelligenten menschen werden dann nur runtergerissen durch die zensuren....da kann was ni stimmen. das führt mich dazu, dass ich das bewertungssystem an sich beschissen finde....durch solch sinnvolle fächer wie ethik(in dem wir inner 11/12 _nur_ philosophen behandelt ham) und kunst/musik versaut man sich unter umständen seinen abischnitt, wodurch man möglicherweise nen bestimmten studiengang ni belegen kann->dadurch kann man wiederum vllt seine stärken im späteren berufsleben ni verwirklichen/ausspielen....find ich total dämlich.
jedenfalls bin ich persönlich dafür, dasses statt zensuren ne schriftl. einschätzung für schüler geben sollte(nach gesprächen mit ihnen usw.)....darüber, dass das reine utopie is, bin ich mir im klaren....aber wär imo das beste für alle ;)


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And with Oden on our side
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8

Freitag, 7. März 2008, 22:38

du hast deine fragen selbst beantwortet.

sypher

pr0n00b

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9

Freitag, 7. März 2008, 22:40

Naja, dass mit dem Wissen kann ich nur so sagen, dass das allermeiste wichtig für Allgemeinbildung ist.
Okay, Kunst find ich auch scheiße und überflüssig(bin eher Musikfreak^^) aber Kunstgeschichte ist auch gar nciht so unwichtig.
Was Schwachsinn ist:

Abitur nach 12(!) Jahren!!!
Wirschaft fordert einerseits:
Bessere Leute mit mehr Wissen.
Andereseits wollen die die Leute schon nach 12 Jahren haben.
Die Kinder sind total überfordert und Schule macht so wirklich keinen Spaß.
Wo bleibt die 11te Klasse (Spaßklasse), in der man viele neue Fächer(Pädagogik, Spanisch, Informatik usw) ausprobieren konnte, bevor man sich in der 12 auf die GKs und LKs festlegt.
Das ist meiner Meinung nach schlimm und schlecht fürs Bildungswesen.
Überforderte Schüler bringen auch keine besseren PisaNoten!! :hammer:


MfG

DarthTuna

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10

Samstag, 8. März 2008, 11:50

Angeblich hat das Abi nach 12 Jahren was mit der Rentenreform zu tun...heißt: Renteneralter2 Jahre hoch, Schüleralter ein Jahr runter -> 3 Jahre mehr im arbeitsfähigen Alter.
q.e.d.

Gorgonoth

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11

Samstag, 8. März 2008, 12:51

Zitat

Wissen ist Wissen und Wissen kann nie schaden.
ja, das mag sein, aber mal ehrlich wieviel von dem ganzen kram weißt du denn nach 15jahren noch? ich weiß kaum noch, was wir in der 8ten klasse in bio gemacht haben und selbst wenn mir einer sagt was dran war, kann ich damit auch nich viel anfangen...
damit bin ich auch kein einzelfall, ich hatte schon mit leuten zu tun die beim bund sind oder studieren und die haben mir auch gesagt, dass das meiste aus der schule unnötig für den studienplatz etc war bzw dass sie den ganzen stoff garnich mehr beherrschen
mal ehrlich: wer von den hier über 30 jährigen kann mir OHNE nachzuschauen die nullstellen von f(x)= x³-x²+12x (das is noch ne sehr leichte aufgabe) ausrechnen? oder mir erklären, wie das amalganverfahren funktioniert?
ich bin gespannt...

Narf

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12

Samstag, 8. März 2008, 13:14


Zitat

Wissen ist Wissen und Wissen kann nie schaden.
ja, das mag sein, aber mal ehrlich wieviel von dem ganzen kram weißt du denn nach 15jahren noch? ich weiß kaum noch, was wir in der 8ten klasse in bio gemacht haben und selbst wenn mir einer sagt was dran war, kann ich damit auch nich viel anfangen...
damit bin ich auch kein einzelfall, ich hatte schon mit leuten zu tun die beim bund sind oder studieren und die haben mir auch gesagt, dass das meiste aus der schule unnötig für den studienplatz etc war bzw dass sie den ganzen stoff garnich mehr beherrschen
mal ehrlich: wer von den hier über 30 jährigen kann mir OHNE nachzuschauen die nullstellen von f(x)= x³-x²+12x (das is noch ne sehr leichte aufgabe) ausrechnen? oder mir erklären, wie das amalganverfahren funktioniert?
ich bin gespannt...
Ich bin schon länger aus der Schule raus. Ich finde es schon richtig das die Schule eine breites Spektrum an Wissen lehrt. Man kann immer argumentieren, dass man das eine oder andere nie brauchen wird (wobei an Mathe wirst du in keinem Beruf vorbei kommen). Die Schule hat die Aufgabe ein breites Grundwissen zu vermitteln, dass man durch eine Ausbildung, Studium, etc. in einem bestimmten Bereich vertiefen kannst. Klar merkt man sich jetzt nicht alles davon, aber es ist leichter etwas schon mal gelerntes wieder aufzufrischen. Kunst und Musik waren jetzt auch nie meine Favoriten in der Schule, aber alle anderen Fächer halte ich für sinnvoll. Wie schon erwähnt wurde will man keine Fachidioten.

Auch soll die Schule das Lernen an sich vermitteln. Jeder soll sich hinsetzen können und sich in ein Thema einarbeiten, egal auf welchem Gebiet. Jeder hat da seine eigenen Strategie, um sich den Stoff zu erarbeiten. Das gilt sowohl im Berufsleben und gerade im Studium.
Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, daß er genug davon habe.
(Rene Descartes 1596 - 1650)

13

Samstag, 8. März 2008, 21:09

wer von den hier über 30 jährigen kann mir OHNE nachzuschauen die nullstellen von f(x)= x³-x²+12x (das is noch ne sehr leichte aufgabe) ausrechnen?
keine Ahnung :05b:
oder mir erklären, wie das amalganverfahren funktioniert?
Hat das was mit dem Zahnarzt zu tun -floet-

Ich sag mal so: ich war immer gut in Mathe, aber bis auf die Grundrechenarten ist bei mir nichts hängengeblieben, weil ich es auch nie wieder gebraucht habe (in der Ausbildung war wahrscheinlich der Dreisatz das Anspruchvollste). Mittlerweile muss ich wieder auf das damals gelernte Wissen zurück greifen, um meinem Sohn bei den Hausaufgaben helfen zu können. Und die Erinnerungen kommen dann wieder hoch und ich kann mich dann leichter wieder in das Thema einarbeiten.
Geschichte z.B. hat mich in der Schule recht wenig interessiert, aber in meiner Freizeit (Jahre später) habe ich mir jahrelang Geschichtswissen angeeignet, weil es mich einfach interessiert hat.
Während meiner Schulzeit hatte ich immer genug Zeit für Sport (3 Sportarten) und Freizeit, um mich mittags mit Freunden treffen zu können. Die Anforderungen sind schon ab der Grundschule höher wie zu meiner Zeit und meine Kinder kommen manchmal tagsüber gar nicht mehr zum Spielen wegen all den Hausaufgaben.
Die Kindheit bleibt eigentlich auf der Strecke bei all dem Leistungsdruck ;( .
Die Zensur ist der Schutz der Wenigen gegen die Vielen.
Kurt Tucholsky


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§ 964 BGB: Vermischung von Bienenschwärmen

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14

Sonntag, 9. März 2008, 00:55

RE: Meinung über das derzeitige Schulsystem

Warum muss ich bis zur 12ten Klasse JEDES Fach haben?
du wohnst an einem sehr komischen Ort. Wir in NRW können bereits in der 8. Klasse beginnen, Fächer auszusortieren. Mittlerweile bin ich in der 12 und hab nur noch 9 Fächer (nächstes Jahr 8).

@DarthMaul: "durch solch sinnvolle fächer wie ethik(in dem wir inner 11/12 _nur_ philosophen behandelt ham)" - was willst du sonst in Ethik machen? Und ich finds schon sinnvoll (gut, Ethik ansich gibt es bei uns nicht, aber die 12/1 in Philosophie war Ethik), zumal das auch alles sehr zeitlos ist - vorausgesetzt, man interessiert sich dafür, die der Mensch theoretisch denkt.
In uns selbst liegen die Sterne des Glücks.
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Gorgonoth

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15

Sonntag, 9. März 2008, 10:00

Zitat

Zitat


Zitat von »Gorgonoth«
Warum muss ich bis zur 12ten Klasse JEDES Fach haben?


du wohnst an einem sehr komischen Ort. Wir in NRW können bereits in der 8. Klasse beginnen, Fächer auszusortieren. Mittlerweile bin ich in der 12 und hab nur noch 9 Fächer (nächstes Jahr 8).
also jetz mit der elften klasse hab ich musik und kunst nichmehr...das wars aber auch.

16

Sonntag, 9. März 2008, 10:20

Wenn euch eure Kinder mal was fragen wollt ihr doch ein möglichst breit gefächertes Allgemeinwissen haben.
Ich finde es sehr sinnvoll, so wie es ist. I

sypher

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17

Sonntag, 9. März 2008, 10:30

Ihr habt alle iwie interessante Möglichkeiten zu wählen.
Bei uns kann man für die 11 so wählen:
Alles mögliche an und abwählen(Philo als gesellschaftwissenschaft, Erde,Pädagogik, aber auch Info oder Spanisch). solange man diese "Regeln" einhält:
Kunst oder Musik.
Zwei Naturwis. oder zwei Sprachen
Philosphie ersetzt aber der 12/2 Reli, sprich Reli kann erst in der 12 abgewählt werden

In der 12 kannste dann Musik oder Kunst abwhlen und dafür Literatur, Instrumentalpraktischen oder Vokalpraktischen Kurs.
Außerdem kannste in Sport zwischen Leichtathletik,Ballsport oder Meditation/Tanzen und so ein Gedönz wählen.

Achja, SoWi und Geschi muss man entweder in der 11-12 haben oder man kriegts in der 13 als Zusatz(Zwangs-) kurs aufs Auge gedrückt.

Zitat

Wenn euch eure Kinder mal was fragen wollt ihr doch ein möglichst breit gefächertes Allgemeinwissen haben.
Ich finde es sehr sinnvoll, so wie es ist.
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18

Sonntag, 9. März 2008, 10:57

Trotzdem, gäbe es viel zu verbessern. Die Aussortierung nach der 4 Klasse ist meiner Meinung nach schon ein Fehler. Da die Hauptschulen (zumindest bei uns in der Gegend) nur ein Auffangbecken für den Abschaum der Gesellschaft sind, werden 10jährige, die etwas schlechter in der Grundschule waren zu Assis "erzogen". Ob die Lehrer etwas dagegen tun können oder nicht weiß ich nicht, aber so wie es hier an Hauptschulen abläuft kann es meiner MEinung nach nicht weitergehen. Sorry, wenn ich jetzt dem einen oder anderen Hauptschüler auf die Füße getreten haben sollte, aber ich berichte nur, was man hier im Düsseldorfer Süden so mitkriegt und kann mir nicht wirklich vorstellen, dass es nur hier so sein sollte.


Ich als Ex Hauptschüler kann dir da einfach nur Zustimmen.
Vorallem ist man in der 4ten meiner meinung nach, nicht so weit das man versteht, das die schule die zukunft aufbaut.

Habe selbst von der 4 - 7 Klasse nur Mist gebaut doch als im halbjahr der 7ten klasse so eine art berufsberatung bei uns stattfand fing ich an im Unterricht aufzupassen und schmiss die schule mit leichtigkeit. Jetzt mach ich meinen Realabschluss nach.

Ich glaube aber wenn das Schulsystem nicht so assi wäre hätte ich letztes Jahr schon meinen Realabschluss erfolgreich Absolviert.


19

Sonntag, 9. März 2008, 12:23

Ihr könnt nicht einfach alles auf das Schulsystem schieben.
Wenn ihr nach der 4. Klasse es nicht auf das Gymnasium geschafft habt, hat das auch seinen Sinn.
Das Problem ist einfach dass es stark polarisiert, was allerdings mit der 5. Klasse Realschule auch nicht mehr so schlimm ist.
Und es ist auch nicht so schwer von der Hauptschule auf die Realschule zu kommen.

DarthMaul

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20

Sonntag, 9. März 2008, 13:15

RE: RE: Meinung über das derzeitige Schulsystem

@DarthMaul: "durch solch sinnvolle fächer wie ethik(in dem wir inner 11/12 _nur_ philosophen behandelt ham)" - was willst du sonst in Ethik machen? Und ich finds schon sinnvoll (gut, Ethik ansich gibt es bei uns nicht, aber die 12/1 in Philosophie war Ethik), zumal das auch alles sehr zeitlos ist - vorausgesetzt, man interessiert sich dafür, die der Mensch theoretisch denkt.
sind wir ehrlich: die wenigsten schüler interessiert, wie aristoteles, platon, kant und die ganzen andren philosophen vor jahrhunderten vorgestellt ham, wie das mit dem leben usw. so funzt....v.a. wenn man bedenkt, dass dann auf einma son sartre kommt und sagt, dass das alles quatsch sei und man zB seine handlungen jedes ma neu überdenken muss(es also keine festen regeln gibt).
is imo ziemlicher schwachsinn, weil das alles komplett überholt und fürs heutige leben nutzlos is -.-


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